awillbu1 Mehlräsling, Mehlpilz, Großer Mehlräsling, Moosling, Großer Musseron,            ESSBAR!   ...sehr guter Speisepilz - immer auf Mehlgeruch achten.

Pflaumenpilz, Pflaumen-Räsling, Simmerling, Pflaumen-Rässling, Le Meunier       

CLITOPILUS PRUNULUS

 

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Bilder oben 1 v.l., unten 1+2 v.l: Dieter Wächter  - Thiersheim ©

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Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Stark mehlartig, gurkenartig.

Geschmack:

Stark mehlartig, mild.

Hut:

2-15 (20) cm Ø, weiß, Oberfläche fein bereift, samtig, Rand eingerollt, wellig.

Fleisch:

Weiß, fest, zart, brüchig.

Stiel:

Weiß, dick, voll, Basis weißfilzig.

Lamellen:

Weiß mit leichtem Gelb- oder Rotton, angewachsen, herablaufend, relativ biegsam und weich, mit verkürzten Zwischenlamellen, schmal.

Sporenpulverfarbe:

Rosa (9-14 x 5-8 µm, Basidien viersporig: 25-47 x 7-12 µm).

Vorkommen:

Mischwald, Symbiosepilz, Frühsommer bis Spätherbst.

Gattung:

Räslinge (Rötlingsverwandte).

Verwechslungsgefahr:

Weiße Trichterlinge (stark giftig), Bleiweißer Trichterling (stark giftig), Rinnigbereifter Trichterling (stark giftig) = Sporenpulver bei diesen Arten jedoch weiß bis leicht gelblich, niemals rosa wie beim Mehlräsling!

Außerdem sehr ähnlich ist der Weiße Rasling (gen-giftig).

Besonderheit:

Der Mehlräsling in Verbindung mit Fliegenpilz und Pfefferröhrling garantiert sozusagen, dass in unmittelbarem Bereich irgendwann auch Steinpilze wachsen. Top 1 Steinpilzzeiger!

Das Steinpilzmyzel benötigt vermutlich gleiche Bodenverhältnisse.

Kommentar:

Wer Mehlräslinge kennen lernen will, sollte den Umgang mit der Sporenpulverfarbe bei Pilzen lernen.

Bei einem unserer Pilzseminare hatte ich an einen Tisch Mehlräslinge und 4 Rinnigbereifter Trichterlinge (einige Fotos im Buch stammen von diesen) in einem
Pilzhaufen an einem Tisch zur Kontrolle. Sie sahen diesen Mehlräslingen so ähnlich, dass nur der Geruchstest sie schnell unterscheiden ließ. Sie rochen und schmeckten absolut nicht nach Mehl!

Das spätere Sporenlassen, und dies im Vergleich mit den anderen fast gleichaussehenden Mehlräslingen, schockierten meine Teilnehmer! Und das war gut so, weil wohl unvergesslich!

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Ganz eindeutig hatten die Rinnigbereifter Trichterlinge weißes und die Mehlräslinge rosa Sporenpulver!
Auch einige Tage später mikroskopierte ich diese und es gab keine Zweifel, es war der Rinnigbereifte Trichterling, hoch giftig.

Beim Sammeln von Mehlräslingen muss immer besonders auf den Geruch und Geschmack geachtet werden. Weiße Trichterlinge, wie auch der Feldtrichterling, fand ich noch nie mit starkem Mehlgeruch.

Wiki-Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mehl-Räsling

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Bilder 1 v.l.: Dieter Wächter  - Thiersheim ©

 

Weitere Informationen und Bestimmungshilfen findest du im 123Pilzforum!

 

      ...oder in den Infoseiten von www.123pilze.de               

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: Montag, 22. August 2016 - 21:18:48 Uhr

 

 

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