Pilzgifte - Pilzvergiftungen - Pilztipps - toxische Giftzentren

*  Pilzgifte  ... Als Word Datei laden zum Ausdruck ... Hier klicken! ... als Pdf - Datei hier!                     TÖDLICH GIFTIG   oder     STARK GIFTIG

 

Verhaltensregeln bei einer Pilzvergiftung:

  

-                      Feststellung der Art/Zeit der Beschwerden. (Magen-Darm, Schwindel... seit wann, Alkoholgenuss?)

-                      Arzt/Notarzt verständigen.

-                      Die Person beruhigen.

-                      In jedem Fall die Person zum Erbrechen bringen. Z.B. Finger in den Mund! Dieses hat jedoch nur Sinn, wenn der Pilzgenuss nicht länger als 4 Stunden zurückliegt.

-                      Unterhaltung über Fundort/Fundstelle der Pilze. Vielleicht mit Personen die den Betroffenen begleitet haben. Es sollte versucht werden die Fundstelle zu ermitteln um weitere identische Pilze zu finden.

-                      Keine Hausmittel verwenden. Es gibt keine wirksamen Hausmittel; im Gegenteil dadurch kann sich der Zustand verschlechtern.

-                      Alle Pilzreste sicherstellen. (geputzte, gekochte, erbrochene, im Stuhl)

 

....................................................... 

 

Sollte Bewusstlosigkeit eintreten gelten die allgemeinen Richtlinien für „Erste Hilfe“ !

 

-                      Seitenlage

-                      Atemspende bei Atemstillstand

-                      Herz-Lunge-Wiederbelebung

....................................................... solange bis Sanitäter und/oder Notarzt eintrifft.

 

Diese Liste soll nur ein kleiner Hinweis sein und entspricht nicht den aktuellen medizinischen und wissenschaftlichen Kenntnissen. Aktuelle Informationen erhalten sie bei den Giftnotrufzentralen (siehe unten), Apotheken oder Fachärzten.

 

Wichtig!

Eine lange Latenzzeit (> 4 Stunden) deutet auf eine schwere Pilzvergiftung hin!

Es kann eine tödlich verlaufende Knollenblätterpilzvergiftung (90% aller Todesfälle) nicht ausgeschlossen werden!

Kurze Latenzzeiten können auch aufgrund einer Mischvergiftung (verschiedene Giftpilze) entstehen und sollten unbedingt vom Arzt abgeklärt werden!

 

 

Auflistung der Pilzgifte: 

 

Giftart

Gefährlichkeit

Giftreaktion

Latenzzeit

Gegenmaßnahme *

Giftpilz

Acromelalga,

Acromelsäure.

Stark giftig.

Schmerzen, brennen, kribbeln sowie Hautrötungen an Händen und Füßen. Schmerzen können wochenlang anhalten!

1-7 Tage.

Analgetika.

Ähnlich: Fuchsiger Röteltrichterling

Allogen.

Leicht giftig.

Allergien auslösend.

30 Min. bis

24 Std.

Antiallergikum

Pilz in Zukunft meiden!

Butterröhrling

Amatoxine

Phallotoxine

Alpha-Amanitin.

Tödlich giftig.

Bauchkrämpfe, Übelkeit, Schwäche, Erbrechen, Schwindel, Kreislaufversagen, Hepatitis, Herzversagen, blutige Durchfälle,  Leberzerstörend.

> 4-24 ...

 Std.

Lange Latenzzeit ist immer sehr gefährlich!

Kochsalzlösung, Dialyse, Thicansäure, Intensivstation,

Lebertransplantation, Nierentransplantation

Grüner Knollenblätterpilz

Kegelhütiger Knollenblätterpilz

Weißer Knollenblätterpilz

Fuchsbrauner Schirmling

Fleischrosa Schirmling

Kleinere Schirmlinge

Nadelholzhäubling, (Gifthäubling)

Blausäure.

Leicht giftig  bis tödlich giftig.

Unwohlsein, Magen- Darmbeschwerden bis hin zu Hyperventilation, Bewusstlosigkeit Atemstillstand/Herzstillstand

3-15 Minuten.

Magen-Darmentleerung, Kohle, Kreislaufstabilisation.

Glimmerschüppling

Bufotenin (Indolverbindungen)  = Arten mit Krötengift.

Hitzeinstabil – Gift wird durch Kochen zerstört.

Leicht giftig.

Beschleunigte Herztätigkeit, verengte Blutgefäße, Thrombosegefahr.

30 Min. bis 

4 Std.

Magen-Darmentleerung, Kohle.

Gelber Knollenblätterpilz

Porphybrauner Wulstling

Narzissengelber Wulstling

 

Coprin.

Giftig nur in Verbindung mit Alkohol.

Abbau des Ethanols wird gehemmt.

Gesichtsrötung,

Herzklopfen,

Unwohlsein.

Meist mehrere Stunden. Nach Alkohol teilweise sofortige Wirkung.

Magen-Darmentleerung.

Keulenfußtrichterling

Glimmer Tintling

Grauer Tintling, Faltentintling

Großer Rauhsportintling

Gesäter Tintling

Eiweißzersetzung.

Leicht giftig  bis tödlich giftig.

Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.

15 Min. bis

8 Std.

Magen-Darmentleerung, Kohle.

Genuss von

Verdorbene, Faulende Pilze.

Überalterte Pilze.

Falsch gelagerte Pilzen, Z.B. sammeln In Plastiktüten, zu viel Wärme und zu wenig Luft. Aufgetaute Pilze - Pilze sollten nur im gefrorenen Zustand verwendet werden, D.H. Im gefrorenen Zustand anbraten, dünsten, kochen...

Ergotin.

Tödlich giftig.

Störung Nervensystem und Gehirntätigkeit sowie Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen.

Std. bis Tage.

Kribbelkrankheit, absterben der Gliedmaßen wie Zehen und Finger.

Mutterkorn.

Fasciculole.

Stark giftig.

Durchfall,

Erbrechen,

Magen-Darm Verdauungsstörungen.

30 Min. bis

4 Std.

Magen-Darmentleerung, Kohle.

Grünblättriger Schwefelkopf

Ziegelroter Schwefelkopf

Satansröhrling

Blasse Koralle

Bauchwehkoralle

Dreifarbige Koralle

Gelbflockiger Kartoffelbovist

Dickschaliger Kartoffelbovist Dünnschaliger Kartoffelbovist

 Gefelderter Kartoffelbovist

Gen-giftig

Z.B. wie beim Weißen Rasling.

Tödlich/

Gefährlich giftig.

Gen-schädigend. Krebserregend.

Jahre.

Kein Gegenmittel.

Verschimmelte Pilze (Krebserregend)

Gyromitrin.

Tödlich giftig.

Leber-nieren-angreifend.

Wasserlösliches Gift.

2-4 Std.

Kochsalzlösung, Dialyse, Thicansäure, Intensivstation,

Lebertransplantation, Nierentransplantation.

Frühjahrslorchel

Gemeines Gallertkäppchen

Bischofsmütze

Hämolysine.

Gefährlich giftig.

Blutauflösend.

2-14 Tage

Bluttransfusion.

Schwefel Ritterling

Seifen Ritterling (Roh)

Ibotensäure.

Muscazon.

Muscimol.

Tödlich giftig.

Rausch und Tobsuchtsanfall Halluzinationen, Bewusstseinstrübung

Atemnot Lähmung, Puppilen-Erweiterung. Bauchschmerzen, Muskelzucken.

1/2 -6 Std.

Magen-Darmentleerung.

Fliegenpilz

Königsfliegenpilz

Pantherpilz

Lyophyllin und Connatin

Mutagen.

Tödlich/

Gefährlich giftig.

Gen-schädigend.

Jahre.

Kein Gegenmittel.

Weißer Rasling

Muscarin - geringe Mengen!

Leicht giftig.

Beschleunigte Herztätigkeit,

Magen-Darm Verdauungsstörungen.

30 Min. bis 

4 Std.

Atropin nur bei starker Vergiftung.

Rosa Rettich Helmling

 

Muscarin.

 

Ziegelrote Risspilz ethält ca. 0,037 % der Kegelige Risspilz etwa 0,01 %. Tödlich sind 180 mg je Erwachsener.

Tödlich giftig.

Nervengift

Bewusstseinstrübung,

Pupillenverengung,

Lähmungen,

Schweißausbrüche,

Pupillenverengung,

Verdauungsstörungen,

Erbrechen, Durchfall.

¼-4 Std.

Magen-Darmentleerung, auspumpen, Atropin (Tollkirschgift)  als Gegengift.

Seidiger – Oder Erdblättriger Risspilz

Kegeliger Risspilz

Lilastieliger Risspilz

Strohgelber Risspilz

Wolliger Risspilz

Bleiweißer Trichterling

Weißer Anistrichterling

Rinnigbereifter Trichterling

Fleischfarbener Trichterling

Grünender Risspilz 

Nebularin

Toxische und

Antibiotische Wirkung.

Stark giftig.

Durchfall,

Erbrechen,

Magen-Darm Verdauungsstörungen.

Lungenödeme... Genverändernd.

15 Min. bis

4 Std.

Magen-Darmentleerung, Kohle.

Nebelkappe

Necatorin (Mutagen)

Tödlich/

Gefährlich giftig.

Gen-schädigend.

Jahre.

Kein Gegenmittel.

Olivbrauner Milchling

Orellanine + unbekannte Nierengifte.

Tödlich giftig.

Extremes Durstgefühl, Mundtrockenheit, Anstieg des Harnstoffspiegels, Organschädigend.

Vor allem die Nieren und die Leber wird zerstört.

1-20 Tage.

Dialyse, Nierentransplantation, Tod durch Urämie, Erholung bis zu Monaten.

Orangefuchsiger Rauhkopf

Spitzgebuckelter Rauhkopf

Dottergelber Klumpfuss

Schöngelber Klumpfuss

Paxillus Syndrom.

Tödlich giftig.

Durchfall,

Erbrechen,

Magen-Darm-Verdauungsstörungen.

30 Min. bis

4 Std.

Allergische Reaktionen, Blutzersetzung... Giftigkeit bei wiederholtem Genuss!

Kahler Krempling

Erlengrübling

Polyporesäure (bei Hapalopilus Nidulans).

Stark giftig.

Magen-Darm Verdauungsstörungen, organschädigend. Vor allem Leber- und Nierenschädigend.

10-15 Std.

Magen-Darmentleerung, Infusion, Kohle, bei schweren Fällen Stimulantia.

Zimtfarbener Weichporling

Psilocybin, Psilocin

Gefährlich giftig.

Bewusstseinstrübung, Euphorie,

Angstzustände,

Blutdruckabfall,

Rauschzustände, Herzjagen, Hitzewallungen, Kreislaufprobleme.

30 Min. bis

3 Std.

Kreislaufstabilisierung, Beobachtung.

Grauer Dachpilz

Dunkelrandiger Düngerling

Körnchen Träuschling

Spitzkegeliger Kahlkopf.

Rhabdomyolyse.

Tödlich giftig

Muskelzersetzend, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Tod durch Nieren- und Herzversagen.

2-14 Tage.

Dialyse, Entgiftung.

Grünling

Schädliche Bakterien Z.B....Streptokokken

Leicht giftig  bis tödlich giftig.

Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.

15 Min. bis

8 Std.

Magen-Darmentleerung, Kohle.

Verdorbene, Faulende Pilze Zu wenig Erhitzt < 90 °!

Schwermetalle und radioaktive Substanzen: Quecksilber, Cadmium, Cäsium...

Langfristig

Gesundheitsschädlich.

Genschädigend, Allergien auslösend...

Jahre.

Nach Möglichkeit nicht mehr als eine Pilzmalzeit pro Woche oder 20 kg im Jahr.

Anisegerling

Riesenschirmling (Parasol)

Safranschirmling

Maronenröhrling

Rotfußröhring

Semmelstoppelpilz

Waldegerling 

Sesquiterpene.

Giftig.

Magen-Darm Verdauungsstörungen.

30 Min. bis

4 Std.

Magen-Darmentleerung, Infusion, Kohle, bei schweren fällen Stimulantia.

Leuchtender Ölbaumpilz

Sparriger Schüppling

Sonstige.

Leicht giftig.

Giftstoffe werden nach Gewichtsreduzierung Z.B. Durch eine Diät freisetzt.

...Jahre.

Unbekannt.

Gelbstielige Muschelseitling

Taxin…

 enthält der Baum Eibe

 (Taxus Baccata) und geht in den Schwefelporling über!

Stark giftig.

Mundtrockenheit, Blässe, Schwindel, Übelkeit, Schmerzen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Leber- und Nierenschädigung.

30 Min. bis 

4 Std.

Giftentfernung, Aktivkohle, überwachen.

Schwefelporling

Terpenoide Scharfstoffe.

 Giftig.

Magen-Darm Verdauungsstörungen,

Sehstörungen, Koordinationsstörungen,

Organschädigend.

30 Min. bis

4 Std.

Magen-Darmentleerung, Infusion, Kohle, bei schweren fällen Stimulantia.

Scharfe Milchlinge

 

Unterschiedliche teils unbekannte Giftstoffe.

Mittelschwer bis tödlich giftig.

Gefährlichen Magen-Darm Verdauungsstörungen.

30 Min. bis

4 Std.

Magen-Darmentleerung, Infusion, Kohle, bei schweren fällen Stimulantia.

Tigerritterling

Brennender Ritterling

Schärflicher Ritterling

Ölbaumpilz

Riesen Rötling

Niedergedrückter Rötling

Alkalischer Rötling

Frühlings Rötling

Unterschiedliche teils unbekannte Giftstoffe die mit Alkohol Vergiftungssymptome erzeugen.

Leicht giftig.

Leichte Magen-Darm Verdauungsstörungen, vor allem wenn diese unzureichend gegart wurden!

15 Min.

2 Std.

Magen-Darmentleerung,

Netzstieliger Hexenröhrling

Glattstieliger Hexenröhrling

Verschiedene.

Leicht bis mittelschwer giftig.

Magen-Darm Verdauungsstörungen.

30 Min. bis

4 Std.

Magen-Darmentleerung, Infusion, Kohle, bei schweren fällen Stimulantia.

Karbolegerling

Perlhuhnchampignon

Rebhuhnchampignon

Weißblauer Ritterling

Getropfter Ritterling

Halsband Ritterling

Lila Dickfuß

Bocksdickfuß

Blutroter Hautkopf

Tonblasser Fälbling

Gift-Riesenschirmling

Verschiedene

U.a. Crustulinol.

 

Schwach giftig.

Schwach Magen-Darm Verdauungsstörungen.

30 Min. bis

4 Std.

Magen-Darmentleerung, Kohle.

Prächtiger Saftling

Flämmiger Saftling

Rosa Saftling

Kegeliger Saftling

Schwärzender Saftling

Safrangelber Saftling

Papageien Saftling

Falscher Pfifferling

Rettich Helmling

Gelbblättriger Ritterling

Geflammter Saftling

Pappel Ritterling

Hallimasch

Nebelgrauer Röteltrichterling

Rotbrauner Riesenträuschling

Sparriger Schüppling

Heidemilchling

Kronenbecherling

Grasgrüner Täubling

Zitronenblättriger Täubling

Schönfußröhrling

Flammiger Saftling

Stink Schirmling

Z - sonstige Gefahren Fuchsbandwurm.

Tödlich giftig.

Leber, Lunge, Gehirn wird zerstört.

5-15 Jahre.

Operation, Antiwurmmedikamente

Rohverzehr von Pilzen oder Beeren

Übertragung zu 70 % durch Haustiere.

Ca. 559 Erkrankungen seit 1982-2000 In Europa!

Z -sonstige Gefahren       Borreliose.

Lyme-disease.

Gefährlich.

Gelenk- und Nervenprobleme.

Wochen bis Jahre.

Antibiotika.

Übertragung durch Zeckenbisse (Bakterieninfektion).

Z -sonstige Gefahren!

 FSME.

Tödlich.

Gehirnhautentzündung.

2-20 Tage.

Impfung, Immunisierung.

Übertragung durch Zeckenbisse (Virusinfektion).

Z -sonstige Gefahren!

 

Tollwut.

Tödlich.

Die Tollwut ist eine seit jahrsausenden bekannte Virusinfektion, die bei Tieren und Menschen eine akute lebensbedrohliche Enzephalitis (Gehirnentzündung) verursacht.

3 bis 12 Wochen bis Jahre.

Es gibt kein bekanntes Heilmittel gegen Tollwut – nur Impfung oder Immunisierung möglich, wenn Gefahr rechtzeitig erkannt wird.

Jegliche Verletzung Vermeiden. Keine toten Tiere oder Köder berühren. Erreger wird durch Kochen zerstört. Relativ geringe Ansteckungsgefahr durch Pilzgenuss.

 

* Gegenmaßnahmen leiten grundsätzlich nur der Arzt/Ärztin ein!

 

Diese Liste soll nur eine Information sein und entspricht nicht den aktuellen medizinischen und wissenschaftlichen Kenntnissen. Aktuelle Informationen erhalten sie bei den Giftnotrufzentralen (siehe unten), Apotheken oder Fachärzten.

 

... Und noch ein wichtiger letzter Hinweis: nur wenige Pilzarten sind roh essbar!

 

Roh/ungekocht sind die meisten Pilze giftig. Durch den Kochvorgang werden vorhandene giftige, oder reizende, zu Übelkeit führende Substanzen zerstört. Das sollte kein Grund sein, deshalb auf Pilze verzichten zu müssen. Wichtige Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien sowie andere positiv auf die Gesundheit wirkende Inhaltsstoffe bleiben trotz des Kochvorgangs noch erhalten.

 

Bedenke wie gesund grüne Stangenbohnen sind. Auch sie enthalten den Giftstoff Blausäure. Erst durch den Kochvorgang ist dieses Gift zerstört und macht das Gemüse essbar und empfehlenswert!

 

Pilze essen ist gesund, solange keine Giftpilze mit im Essen sind!

 

Und wie verhindere ich eine Pilzvergiftung?

Die 10 Gebote zur Prävention ist das Zauberwort!

1)     Esse niemals Pilze die du nicht kennst.

2)     Esse nur frische Pilze – madige und alte Fruchtkörper bleiben im Wald.

3)     Esse niemals sofort Pilze die du aufgrund von Literatur selbst bestimmt hast. Nur nach mehrmaliger 100%iger Bestimmung kann an die Pfanne gedacht werden! Denke daran: 99%ige Bestimmung kann tödlich sein – es gibt junge mutige Pilzkenner aber niemals alte mutige Pilzexperten!

4)     Sammle nie mit Plastiktüten – die Pilze sind wie Tiere – sie sterben in der Tüte, weil sie ersticken. Folge für dich – Lebensmittelvergiftung, wegen des zersetzten Pilzeiweißes!

5)     Taue niemals Pilze auf, die du eingefroren hattest. Pilze gehören im gefrorenen Zustand in den Topf und koche sie mindestens 5-10 Minuten – fast alle Pilze sind roh unbekömmlich oder sogar giftig! Einige Pilze wie Hallimasch brauchen sogar eine Kochzeit von 20 Minuten – bedenke das!

6)     Esse nur Pilze die aus sicheren Quellen stammen, das heißt,  sei niemals das Versuchskaninchen für andere Möchtegernpilzkenner.

7)     Lege für dich unbekannte Pilze einen geprüften Pilzsachverständigen/Pilzberater vor. Nur so ist eine 100%ige Sicherheit gewährleistet.

8)     Auch Pilze auf Märkten können problematisch sein. Kaufe nur frische Pilze und lagere sie nicht noch länger, sondern bereite sie frisch zu oder friere sie ein.

9)     Erweitere dein Wissen durch Literatur und Pilzausstellungen. An manchen Orten gibt es Pilzvereine. Sie bieten Beratungen und Exkursionen an. Dadurch können deine Kenntnisse auf mehrere Pilzarten erweitert werden. Die wichtigste Erkenntnis hierbei ist, nicht nur die essbaren zu kennen, sondern die Verwechslungsgefahren zu den giftigen Arten.

10) Wegen Schwermetall- und Radioaktiver Belastung sollten Wildpilze nur  einmal pro Woche verzehrt werden. Maximal 20 kg. pro Jahr. Zuchtpilze wie Champignons, Austernseitlinge... usw. können in uneingeschränkten Mengen verzehrt werden, weil sie keine oder nur minimale Belastungen aufweisen..

 

... Weiter 13 Pilz-Tipps – hier klicken!

 

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Giftnotrufzentralen Deutschland:   

Sollte eine Nummer nicht mehr aktuell sein - bitte Auskunft (11880) anrufen und neue Nummer erfragen!  

Wenn eine Telefonnummer nicht mehr korrekt sein sollte - bitte um Mitteilung per Email - an info@123pilze.de  – danke! Ich werde sie dann unverzüglich berichtigen!

 

 

 

Berlin:

 

Brandenburg:

Landesberatungsstelle für Vergiftungserscheinungen u. Embryonaltoxikologie  Berlin
Spandauerdamm 130
Haus 10  …………..  14050 Berlin
Telefon: (030) 19240
Telefax: (030) 30686721

Weitere Tel. Nr. 030-450653555 (Charité)

Berliner Betrieb für gesundheitliche Aufgaben (BBGes)

Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen – Haus Diagnostikum (Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik)

Berlin

Orianenburger Str. 285 ……………  13473 Berlin

Telefon: (030) 19240
Telefax: (030) 30686721

Email: berlintox@giftnotruf.de  

Web: www.giftnotruf.de

Reanimationszentrum des Universitätsklinikums Rudolf Virchow
Standort Charlottenburg, Station 43, Therapiezentrum Berlin
Augustenbürgerplatz 1  ……………  13353 Berlin
Telefon: (030) 450 - 53555 oder -53565
Telefax: (030) 450 – 53909

Email: giftinfo@charite.de

Web: www.charite.de

Bremen:

Hamburg:  Schleswig-Holstein:

Niedersachsen:

Giftinformationszentrum Nord
pharmakola- und toxikologisches Zentrum der Universität Göttingen
Robert-Koch-Strasse 40    …………………. 37075 Göttingen
Telefon: (0551) 19240
Telefax: (0551) 3831881

... Weitere Tel. Nr. 0551-383180 (Göttingen)

Email: giznord@giz-nord.de

Web: www.giz-nord.de  

Nordrhein-Westfalen:

Informationszentrale gegen Vergiftungen der rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität
Zentrum für Kinderheilkunde Bonn
Adenauerallee 119............. 53113 Bonn

Telefon: (0228) 19240 (Bonn)
oder Telefon: (0228) 287 - 3211 oder -3333
Telefax: (0228) 287 – 3314

Email: gizbn@mailer.meb.uni-bonn.de

Web: www.meb.uni-bonn.de 

Hessen:  Rheinland-Pfalz:

Beratungsstelle bei Vergiftungen der ii. Med. Klinik und Polyklinik der Universität Mainz
Langenbeckstraße 1 ……………… 55131 Mainz
Telefon: (06131) 19240
Telefax: (06131) 232468

Email: giftinfo@giftinfo.uni-mainz.de

Web: www.giftinfo.uni-mainz.de

Saarland:

Klinik für kinder- und Jugendmedizin Homburg/Saar
im Landeskrankenhaus
Robert-Koch-Strasse …………. 66421 Homburg/Saar
Telefon: (06841) 19240
Telefax: (06841) 1628438

Email: kigift@med-rz.uni-sb.de

Web: www.med-rz.uni-sb.de 

Baden-Württemberg:

Informationszentrale für Vergiftungen
Universitätskinderklinik Freiburg
Mathildenstrasse 1 ………………………  79106 Freiburg
Telefon: (0761) 19240 oder (0761) 270 - 4361 (24 Std.-Dienst)
Telefax: (0761) 270 – 4457

Email: giftinfo@kikli.ukl.uni-freiburg.de

Web: www.giftberatung.de

Bayern

 

Giftnotruf München
toxikologische Abteilung der ii. Med. Klinik rechts der Isar.
Ismaningerstrasse 22 …81675 München
Telefon: (089) 19240
Telefax: (089) 4140 – 2467

Email: tox@Lrz.tum.de

Web: www.toxinfo.org

 

Toxikologische Intensivstation der ii. Med. Klinik im städt. Klinikum Nürnberg
Flurstrasse 17
90419 Nürnberg
Telefon: (0911) 398 - 2451
Telefax: (0911) 298 - 2205

Weiter Tel. Nr.: 0911-3982451 bzw. 0911-3982665

Email: muehlberg@klinikum-nuernberg.de

Web: www.klinikum-nuernberg.de

 

Mecklenburg Vorpommern:  Sachsen:  Sachsen-Anhalt:

Thüringen:

Gemeinsame Giftnotrufzentrale der Länder
Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
c/o Klinikum Erfurt GmbH
Nordhäuserstrasse. 74..   99098 Erfurt
Telefon: (0361) 730 - 730 oder -7311
Telefax: (0361) 730 – 7317

Email: info@ggiz-erfurt.de

Web: www.thueringen.de

 

 

Schweiz

Schweizerisches toxikologisches Informationszentrum
CH-8028 Zürich

Freiestrasse 16
Telefon 1 - 25 15 151 für Notfälle

Oder 1 - 25 166 66 für allgemeine Auskünfte
Telefax 1 - 25 288 33

Email: info@toxi.ch

Web: www.toxi.ch/start.html

Österreich - Austria

Vergiftungsinformationszentrale, allgemeines Krankenhaus
A-1090 Wien
Währringer Gürtel 18-20,

Telefon +431 406 43 43 - 0 im Notfall oder

+431 40 400 22 22 für allgemeine Auskünfte

Email: viz@akh-wien.ac.at

Web: http://www.akhwien.at

 

 

Giftnotruf ... Weitere länder

 Belgien: +32 (70) 245 245 – Brüssel


 Dänemark: +45 (35) 316 060 – Kopenhagen


 Frankreich: +33 (3) 883 737 37 – Straßburg


  Niederlande: +31 (30) 274 88 88 – Bilthoven  

 

 Polen: +48 (42) 657 99 00 – Lotz    


 Tschechien: +42 (02) 249 192 93 – Prag 

 

Zugabe: weitere 13 Pilztipps!

 

1.                 Pilze nach dem Einfrieren niemals vor der Verwendung auftauen – aufgetaute Pilze sind unverträglich!

Pilze in gefrorenen Zustand in den Topf geben und kochen oder braten!

2.                 Pilze nur in luftigen Körben oder Stofftaschen sammeln, Putzreste, vergammelte und alte Pilze zurück in den Wald bringen, hier können sich die Sporen der Pilze weiter verbreiten und so für ein neues Pilzwachstum sorgen. Vergammelte und alte Pilze niemals essen – Eiweißzersetzung – diese Pilze sind stark giftig oder unverträglich!

3.                 Wer Täublinge und Milchlinge kennt: Alle mild schmeckenden Arten sind essbar – Kostversuch erlaubt!

4.                 Röhrlinge mit Netzzeichnung am Stiel (z.B. Schönfußröhrling, Bitterröhrling - Gallenröhrling, Satanspilz - Satansröhrling, Netzstielige Hexen Röhrling) sind keine Speisepilze – einzige Ausnahme Steinpilze mit weißem Netz!

5.                 Alle blauverfärbenden Röhrlinge ohne Netzzeichnung am Stiel sind essbar z.B. Schwarzblauender Röhrling, Maronenröhrling, Ziegenlippe... usw.

6.                 Alle Arten von Rotkappen oder Birkenpilze sind essbar (Gattung Raufußröhrlinge).

7.                 Wer Schnecklinge (z.B. Schwarzpunktierte Schnecklinge), Lacktrichterlinge (z.B. Blaue Lacktichterlinge) oder Leistlinge (z.B. Trompeten Pfifferlinge, Durchbohrte Leistlinge) kennt, findet in diesen Gattungen keine Giftpilze.

8.                 Korallen sind außer dem Hahnenkamm (Rötliche Bärentatzen) in der Regel keine Speisepilze.

9.                 Am Baumstumpf wachsende Pilze sind oft sehr gefährlich oder ungenießbar. Vier kleinwüchsige Pilzarten sind hierbei essbar aber nur für den Fachmann geeignet. Rauchblättrige Schwefelköpfe, Samtfussrübling, Stockschwämmchen, Wässriger Mürbling - Weißstieliges Stockschwämmchen, größere Pilzarten an Baumstümpfen oder am Boden vergrabenem Holz sind bedingt essbar:

 

Essbar 1 - sehr guter Speisepilz

Schafporling

Porlinge: mehr Boden!

Essbar 1 - sehr guter Speisehpilz

Semmelporling

Porlinge: mehr Boden!

Essbar 1 - sehr guter Speisepilz

Ziegenfußporling

Porlinge: mehr Boden!

Essbar 2 - guter Speisepilz

Eichhase (Heilpilz)

Porlinge: mehr Boden!

Essbar 2 - guter Speisepilz

Leberreischling - Ochsenzunge

Porlinge:

Essbar 3 - guter Mischpilz

Bergporling

Porlinge:

Essbar 3 - guter Mischpilz

Riesenporling

Porlinge:

Essbar 3 - guter Mischpilz

Schwefelporling

Porlinge:

 

10.             Krause Glucke, Bärenschädel kann nur mit der Breitblättrige Krause Glucke verwechselt werden. Sie ist ebenfalls essbar, bedarf aber einer besonderen Zubereitung um sie schmackhaft zu machen.

11.             Wer alle tödlich giftigen Pilzarten kennt – lebt länger – hier ein Auszug! Es gibt aber noch einige mehr... Z.B. Bei den Risspilzen bzw. Schleierlingen befinden sich noch weitere tödlich giftige Arten!

 

Giftig (tödlich)

Bischofsmütze

Lorcheln:

Giftig (tödlich)

Blaufüßiger Risspilz

Risspilze:

Giftig (tödlich)

Bleiweißer Trichterling

Trichterlinge:

Giftig (tödlich)

Braunbenetzter (Braunnetziger) Rauhkopf

Rauhköpfe:

Giftig (tödlich)

Dottergelber Klumpfuß

Klumpfüße:

Giftig (tödlich)

Frühjahrslorchel

Lorcheln:

Giftig (tödlich)

Gifthäubling, Nadelholzhäubling

Häublinge:

Giftig (tödlich)

Grauvioletter Risspilz

Risspilze:

Giftig (tödlich)

Grünender Risspilz

Risspilze:

Giftig (tödlich)

Grüner Knollenblätterpilz

Wulstlinge:

Giftig (tödlich)

Grünling – Echter Ritterling

Ritterlinge:

Giftig (tödlich)

Kahler Krempling

Kremplinge:

Giftig (tödlich)

Kegelhütiger Knollenblätterpilz

Wulstlinge:

Giftig (tödlich)

Kegeliger Risspilz

Risspilze:

Giftig (tödlich)

Lilastieliger Risspilz

Risspilze:

Giftig (tödlich)

Ohrförmiger Seitling

Seitlinge:

Giftig (tödlich)

Olivbrauner Rauhkopf

Rauhköpfe:

Giftig (tödlich)

Orangefuchsiger Raukopf

Rauhköpfe:

Giftig (tödlich)

Pantherpilz

Wulstlinge:

Giftig (tödlich)

Rabarbarfüssiger Rauhkopf

Rauhköpfe:

Giftig (tödlich)

Rinnigbereifter Trichterling

Trichterlinge:

Giftig (tödlich)

Rötender Risspilz

Risspilze:

Giftig (tödlich)

Rotschuppiger Rauhkopf

Rauhköpfe:

Giftig (tödlich)

Rübenfüßiger Risspilz

Risspilze:

Giftig (tödlich)

Schimmel

Schimmelpilze:

Giftig (tödlich)

Seidiger Risspilz – Erdblättriger Risspilz

Risspilze:

Giftig (tödlich)

Spitzgebuckelter Rauhkopf, Spitzbuckliger Rauhkopf, Spitzkegeliger Rauhkopf

Rauhköpfe:

Giftig (tödlich)

Strohgelber Risspilz

Risspilze:

Giftig (tödlich)

Struppiger Risspilz

Risspilze:

Giftig (tödlich)

Verschimmelte Pilze

Sonstiges:

Giftig (tödlich)

Weißer Gifttrichterling

Trichterlinge:

Giftig (tödlich)

Weißer Knollenblätterpilz

Wulstlinge:

Giftig (tödlich)

Weißer Rasling

Raslinge:

Giftig (tödlich)

Wollige Risspilz

Risspilze:

Giftig (tödlich)

Zimtfarbener Weichporling

Porlinge:

Giftig (tödlich)

Zitronengelber Raukopf

Rauhköpfe:

 

12.             Folgende Gattungen sollen Anfänger meiden: alle Risspilze, alle Häublinge, alle Flämmlinge, alle Rauh- und Hautköpfe, alle Wasserköpfe/Gürtelfüße, alle Wulstlinge mit Zwiebelknolle, alle Kremplinge, alle Fälblinge, alle kleinen Schirmlinge, alle Klumpfüße, fast alle Rötlinge, viele Arten bei den Trichterlingen,... alle verschimmelten und vergammelten Pilze!

13.             Niemals Pilze essen die nicht zu 100% richtig erkannt wurden. Auch keine Pilze essen, die nicht aus einer sicheren Quelle stammen oder durch einen Pilzsachverständigen geprüft wurden.

 

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...weiterer Link zu einer Gegenüberstellung der Pilzarten (ESSBAR zu GIFTIG)!

 

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Letzte Aktualisierung: 27.01.2011