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Weißen Birkenpilz??

  • Hallo,


    heute habe ich an zwei verschiedenen Stellen auf der Suche nach Rotkappen zwei weiße Birkenpilze gefunden. Der erste wuchs auf einer Waldwiese zwischen Eichen, Birken und einigen Kiefer. Bei ihm waren Fliegenpilze und Steinpilze zu finden.



    Beim Versuch ihn aus dem Boden zu drehen ist er mir leider abgebrochen


    Den nächsten habe ich mitten im Kiefernwald gefunden, in dem reichlich Birken standen. Die beiden auf dem Bild standen ca. einen Meter auseinander. Der weiße schimmerte etwas grünlich auf der Huthaut, als würde Algen auf ihm wachsen.



    Sollten es wirklich weiße Birkenpilze sein, wäre es für mich ein Erstfund


    Gruß Michael

  • Hallo Michael,


    so wie es aussieht stand der wohl nicht in einem Moor oder einem ähnlichen Gelände. Vom Aussehen erinnert der mich an einen eigenen Fund, der später von einem Experten als Leccinum cyaneobasileucum idendifiziert wurde.



    Ob es bei deinem Fund auch diese Verfärbungen gab kann ich nicht beurteilen.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Michael,


    mach bitte ein Schnittbild, die Verfärbungen brauchen übrigens ein Weilchen.


    VG Jörg


    P.S.: für den Moorbirkenpilz (Leccinum holopus) hat er mir zu dunkle Schuppen am Stiel.

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

    Einmal editiert, zuletzt von Heuler22 ()

  • Hallo Jörg,


    werde ich machen. Erst von oben, dann von unten und zum Schluss das Schnittbild.
    Was mich halt etwas stutzig macht, dass in unmittelbarer Nähe eben auch ein normal gefärbter Birkenpilz stand und zwischen den beiden noch ein Steinpilz und Fliegenpilze.


    Gruß Michael

  • Guten Morgen,


    da leg ich gleich noch einen (bzw. 2) drauf, gefunden vor ca. ner halben Stunde im Mischwald zwischen Buche und Birke, wo es schön moosig ist und Heidelbeerstauden waren auch daneben. Es standen 6 Exemplare rum, die 2 hier habe ich mitgenommen zwecks Bestimmung (wobei ich mir eigentlich sehr sicher bin), den Rest lass ich aussporen. Schnittbild hab ich noch keins, bzw. ich warte noch auf eine Verfärbung die bisher noch ausbleibt. Auch bei mir standen in unmittelbarer Umgebung (Umkreis von 10-20 m) normale Rauhfüße rum mit mittelbrauner und schwarzbrauner Färbung aber bei den Gesellen hier tippe ich auf die Moorbirkenpilze.


    :love: - liche Grüße aus dem bayrischen Wald
    Lexi


    Man kann jeden Pilz essen - manche davon allerdings nur einmal ;)

  • Hallo!
    War bisher nur mitlesend,dieser Beitrag inspiriert mich aber zu einer Wortmeldung.Habe ebenfalls einen "weissen Birkenpilz"gefunden.Anscheinend das Jahr der Exoten.Eine kurze Beschreibung:
    Der Pilz stand unter einer Schonung aus Birken und Kiefern ,eventuell auch noch anderen Laubbäumen(ESpe???).
    Eher saurer Heideboden.Inder Nähe Rotkappen Birkenpilze Stonis Fliegenpilze etc.
    Er war vergesellschaftet mit einen größeren Anzahl weißer Knollenblätterpilze.Beim flüchtigen suchen ging er farblich
    als ein solcher durch,was ihm bis heute wahrscheinlich das Leben rettete.
    Mir erschien er etwas zu kräftig und siehe da es war ein Mitläufer.
    (mimikry in der Pilzwelt???)
    Ernsthaft:er erschein mir wie eine Kreuzung zwischen Steinpilz ,Rotkappe und Kornblumenröhrling.
    Aber nichts passt richtig.
    -Hut farbe weiss aber glatt, keinerlei Flocken o.ä.
    -Huthaut scheint auf Druck dezent braun zu werden
    -Blaut im Stiel sehr wenig nach längerer Zeit und verblasst dann wieder
    -Röhren weiss wie junger Stoni
    -Stiel ohnen Netzzeichnung aber mit dunklen Flocken .
    -Insgesamt stabiler kräftiger Pilz
    In einem anderen Forum meinte man Moorbirkenpilz.Dafür ist er mir ehrlich gesagt zu kräftig,Ein fast-Pilzsachverständiger tippte nach Ansicht auf "Albino-Rotkappe".
    Was sagt Ihr,oder um mich der unbeantworteten Frage von Katinka anzuschließen-gibt´s albino pilze überhaupt.
    Besten Dank vorab
    Lui
    P.S Anbei fotos bildet euch selbst eine Meinung

  • Hallo,


    ich habe heute auch so einen gefunden, aber stehen gelassen. Er wuchs ganz für sich alleine und ziemlich kruppelig, aber er sah aus wie ein "Albino-Birkenpilz". Es waren Birken, Kiefern und Fichten in seinem Umkreis.


    LG
    katinka

  • Hallo,


    Liu's Fund paßt auf Grund des leicht blauenden Stieles klar zu Leccinum cyaneobasileucum. Bei Michaels Exemplar fehlt mir aber diese Verfärbung. Daher bin ich skeptisch. Bei Lexis Funden fehlen leider die Schnittbilder:( um etwas sagen zu können.


    Der Moorbirkenpilz (Leccinum holopus) wächst eigentlich nur im Moor oder ähnlichen Biotoen. Es gibt auch noch einen Weißen Birkenpilz (Leccinum albellum), von dem ich aber keine Unterlagen habe:angry:.



    Hallo katinka,



    natürlich gibt es auch bei Raufüßen Albinoformen:agree: wie hier der Espen-Rotkappe. Dieses Bild wurde von Rainer Wald aus Monheim aufgenommen.



    VG Jörg

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  • Guten Morgen,


    [font="Verdana, Arial, sans-serif"]Bei Lexis Funden fehlen leider die Schnittbilder[/font]


    ja die können auch nicht mehr geliefert werden, mein Akku machte schlapp und somit hab ich den Pilz dann gleich verarbeitet sonst wär er mir ausgetrocknet. Hat aber keinerlei Verfärbung aufgewiesen, einzig die Druckstellen an Stiel und Hut wurden ziemlich schnell hellbraun was man auf dem Bild auch ein bisschen erkennen kann. Wenn ich nochmal welche finde (und sei es erst nächstes Jahr) dann lad ich meine Kamera definitiv vorher auf :( Hab ja einige zum aussporen stehn gelassen ;) Und da die so im Dickicht wuchsen, bezweifle ich dass die schnell von anderen gefunden und abgerupft werden. Pilz-Eigenschutz nennt man sowas ;)


    Hab grad im Kosmos nochmal nachgeguckt, hier wird der Moorbirkenpilz und der weiße Birkenpilz zusammengefasst. Gibt es da dann überhaupt Unterscheidungen?


    Kosmos:
    Vorkommen - in Mooren und feuchten Wäldern im Torfmoos unter Birken. Weiter steht hier, dass er geschützt ist... Ooops... Dann lass ich beim nächsten Mal die Finger komplett davon...


    Im BLV wird da nur auf die weiße Form hingewiesen, ansonsten die Merkmale des "normalen" aufgezeigt.


    Nun ja, auf jeden Fall ein schöner Pilz der wirklich das Herz höher schlagen lassen kann wenn man ihn findet - egal welcher es schlussendlich ist :)


    PS: das Bild mit den weißen Rotkappen ist echt genial... Da sieht man die "Laune der Natur" mal wieder ziemlich deutlich. Wenn ich da die Finderin gewesen wäre, hätte mich der Jäger wohl in der Annahme auf ein wildes Tier erschossen, weil ich bestimmt einen Freudentanz mit lautem Juhuuu Schreien aufgeführt hätte :D

    :love: - liche Grüße aus dem bayrischen Wald
    Lexi


    Man kann jeden Pilz essen - manche davon allerdings nur einmal ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Lexi512 ()

  • Hallo Heuler22 (und alle anderen)!
    Besten Dank für die Rückmeldung.
    Gestattet mir eine weitere Anmerkung.
    Wenn es aber die reine Form eines Leccinum cyaneobasileucum sein soll
    passt die Hutfarbe nicht. Meiner war wirklich reinweiss eben wie die ihn umgebenden Weissen Knollis.Also vielleicht eine Albinoform des obigen??
    Oder doch Albino von Leccinum aurantiacum.Bei MICHEL HENNING steht u.a.Stiel läuft an Druckstellen graublau,grünlich oder schwärzlich an.Das würde also,neben dem stabilen Habitus auch passen.
    Ansonsten noch eine ketzerische Frage:
    Wenn auf dem Foto von Reiner Wald eine Albino-Rotkappe zu sehen ist,
    also ein Pilz dem die Pigmente fehlen,wie kommt es dann zu den schwarzen Stielschüppchen?? Bin wirklich an ernsthafter Antwort interessiert und will nicht mäkeln.Gibt`s partielle Albinoformen.
    Macht mich bitte schlauer!
    Bis dahin
    Pilz heil und allzeit volle Körbe
    Lui!

  • Hallo Lui,
    Ich habe keine Ahnung , wie es sich in diesem speziellen Fall verhält, aber es ist schon möglich , daß ein Lebewesen (Tier , Pflanze , Pilz) eine ganz bestimmte Chemische Verbindung wegen Gendefekt nicht synthetisieren kann , in diesem Fall den roten Farbstoff der Huthaut. Da der Farbstoff der Stielschüppchen eine andere chemische Basis hat , ist dieser nicht betroffen.
    (nur ein Erklärungsversuch)
    Grüße Norbert

    Das Pilzwissen kriecht mir nach , hoffentlich holt es mich mal ein .

  • Hallo!
    Besten Dank dir Norbert!
    Erklärungsversuch leuchtet durchaus ein.Ob es so ist werd ich nicht mehr rauskriegen.Geschmacklich hat sich der Gendefekt jedenfalls nicht ausgewirkt.Hoffentlich führt nicht mal ein Gendefekt/Mutation dazu das plötzlich normal gestaltete Stoni´s giftig sind!! .Bis zum Beweis des Gegenteils nehmen wir mal an das im Kochtopf nur gutartige Mutanten landen.So muss meine frische Ladung Stonis und Konsorten reinigen.
    Bis zum nächsten Kontakt
    Lui!


    P.S
    Hat jemand ein gutes Rezept für Edelreizker????
    Habe zum ersten mal welche gefunden und irgendwie im Hinterkopf das die geschmort viel von ihrem Genusswert einbüssen??
    Vorab besten Dank.

  • Hallo Lui!
    Mir wurde auf die Frage der Zubereitung von Fichtenreizkern empfohlen, sie mit etwas Zwiebel in Butter zu braten, Pfeffer und Salz, fertig. Das habe ich ausprobiert und es war super lecker. Ich denke, das kann man mit den Edelreizkern auch so machen.
    Guten Appetit und schöne Grüße,
    Tuppie

    Schöne Grüße aus dem Hessenland,
    Tuppie
    [hr]


    Suche Steinpilz - finde Bitterschwamm...

  • Hallo Tuppie!
    Besten Dank für Dein Rezept.Haben es mit etwas Speck wariiert und
    ich muss sagen das ganze war superlecker.Da lass ich jedes Röhrlingsgericht stehen.Bin richtig heiss noch mehr zu finden,aber heute wird´s wohl rein wettertechnisch nichts.Schade!Bin eh nicht sicher ob ich noch mal soviel Glück habe.Sind hier nicht so dicht gesäht.Aber wehr´s nicht versucht hat schon verloren.Ich hoffe auf trockenes Sonntagswetter.Bis dann und allen Mitlesenden und Dir ein stressfreies Wochenende von
    Lui!
    P.S.
    Was ich da im Hinterkopf mit dem Genusswert hatte war nur bedingt richtig.Geschmort a.ä. zubereitet alles toll(s.o.) aber zum Trocknen sollen sich Reizker nicht eignen.Also lieber frisch essen, schmeckt eh am besten!

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    Einmal editiert, zuletzt von lui ()

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