Hallo, Besucher der Thread wurde 549 mal aufgerufen und enthält 7 Antworten

Rotrandiger Baumschwamm im Stapel-Wuchs und ein engelsgleicher Fund!

  • Liebe Pilzfreunde!



    Eigentlich dachte ich, ich hätte schon alle möglichen Formen des Rotrandigen Baumschwammes gesehen - Irrtum! Der kann noch viel mehr!


    Hier im schicken Stapel-Wuchs:



    Und hier noch ein kleiner Schutzengel, der über den Wald wacht:



    In diesem Sinne!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo, Alex!


    Und jetzt kommt noch die Preisfrage:
    Warum sind diese gestapelten FomPinis unten oft schmaler als in den Schichten darüber? :hmmm:



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo!


    Gute Frage! kennst Du die Antwort? ich vermute der macht einfach das wonach ihm gerade der Kopf steht! :wink:


    lg

    alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Diese Frage würde ich von der Logik her beantworten. Die Zuwachszonen sind jung und frisch, die Poren engstehend. Jede Schicht, die darüber entsteht, drückt die darunterliegende Schicht auseinander, also breiter als die Zuwachsschicht.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hi.


    Die neuen Schichten werden allerdings immer an der Unterseite der alten fruchtkörper gebildet. Die alten Schichten (von unten nach oben = von jung nach alt) sind nicht weiter formbar. Das ist für den Pilz unmöglich, die behalten ihre Form, solange der Gesamtfruchtkörper nicht zerfällt. Diese Porlinge sind ja nicht mal in der Lage, ein schütteres Grashälmchen beiseite zu schieben, wenn es beim Fruchtkörperwachstum im Weg ist, sondern sie müssen drum rum wachsen.


    Ob es wirklich so ist, wie ich vermute, weiß ich nicht, sondern glaube nur zu wissen / zu verstehen: In dem Holzstamm nimmt das Nährstoffangebot immer weiter ab. Dem Pilz im Holz steht für die Bildung neuer Fruchtkörper (bzw. für die Bildung neuer Zuwachszonen) immer weniger Energie zur Verfügung. Darum werden die Porenschichten / neuen Zuwächse immer kleiner - zumindest in diesem Fall. Wenn ein Mycel sich noch in einem Stamm weiter ausbreiten, und dadurch neue Nahrungsquellen im Holz erschließen kann, können sich neue Zuwächse auch vergrößern, d.h. bei zunehmendem nahrungsangebot die unteren (frischeren) Schichten größer angelegt werden als die oberen (älteren).



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Ob es wirklich so ist, wie ich vermute, weiß ich nicht, sondern glaube nur zu wissen / zu verstehen: In dem Holzstamm nimmt das Nährstoffangebot immer weiter ab. Dem Pilz im Holz steht für die Bildung neuer Fruchtkörper (bzw. für die Bildung neuer Zuwachszonen) immer weniger Energie zur Verfügung. Darum werden die Porenschichten / neuen Zuwächse immer kleiner - zumindest in diesem Fall. Wenn ein Mycel sich noch in einem Stamm weiter ausbreiten, und dadurch neue Nahrungsquellen im Holz erschließen kann, können sich neue Zuwächse auch vergrößern, d.h. bei zunehmendem nahrungsangebot die unteren (frischeren) Schichten größer angelegt werden als die oberen (älteren).


    Hi Pablo,


    klingt durchaus plausibel, deine Überlegung.


    Bei diesen alten Baumstümpfen kommt das Wasser nur noch von oben hinein. Genug, dass junge FK Gutationstropfen bilden,







    Methusalix, an einem anderem Stamm aber bildet bereits kleinere Fruchtschichten aus, rechts unten sind Brandspuren erkennbar,




    Und ein paar Meter entfernt aufgenommen schaut rechts von hinten auch ein FK hervor,




    Oder zweidrei,




    Auf dieser Fläche hat vor Jahren ein Blitz in einen Baum eingeschlagen, der ist mein 'heißer' Kandidat,




    Die Aufnahmen sind aus 2017, da war noch ausreichend Substrat vorhanden. Wird noch immer sein, es wird bei uns immer trockener.


    Wo Substrat & Feuchtigkeit, da Pilze, :wink:


    LG

    Peter

    Pilzlage in Kärten: Waldbrandgefahr

  • Servus!


    Wichtiger Hinweis: Klar, auch das Angebot an Flüssigkeit dürfte da eine Rolle spielen. Pilze, die Lignin zersetzen, können wohl beim Aufspalten ausreichend Wasser freisetzen, um davon leben zu können - Aber das wären dann ja Weißfäuleerreger, und FomPini erzeugt Braunfäule. Vermutlich braucht der also schon eine gewisse zusätzliche Durchfeuchtung vom Substrat. Insofern: Zu oft zu lange zu trocken = kleinere Fruchtkörper bzw. Zuwächse. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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