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Ein Krempling, aber welcher?

  • Hallo Pilzfreunde


    Bereits die letzten Jahre fielen mir an dieser einen Stelle mitten auf dem Weg diese Kremplinge auf. Im Unterschied zu den anderen "Kahlen Kremplingen" (i.w.S.) sind diese ein gutes Stück heller ausgeprägt.


    Das Habitat würde ich aufgrund der Weinbergschnecken als kalkhaltig bezeichnen. Neben Kirschbäumen stehen unter anderem auch Eichen, Erlen, Hainbuchen und Holunder. Zudem gibt es auf der anderen Seite des Weges einige Koniferen.


    Der Geruch ist schwach ausgeprägt. Ich würde ihn als "leicht pilzig" beschreiben.



    Die Hutfarbe sieht auf dem Bild einen Tick heller aus, als es tatsächlich der Fall ist.



    Das Fleisch wird wieder etwas zu hell wieder gegeben. Die bräunliche Verfärbung (nach ca. 2 Minuten) ist naturgetreu.



    Das Vorkommen bei Erle spräche zwar für einen Erlenkrempling (Paxillus rubicundulus). Doch mir scheint der Große Krempling (Paxillus validus) besser zu passen.


    Wobei ja die Kremplinge, soviel ich weiß inzwischen weiter aufgedröselt worden sind.


    Könnt ihr dazu was sagen, in welche Richtung dieser gehen könnte? Vorab schon mal vielen Dank.


    LG Matthias

    Bei allen online "bestimmten" Pilzen handelt es sich lediglich um Bestimmungsvorschläge.


    Gezeigte Pilze zu 100 Prozent sicher nur über Bilder zu bestimmen ist nicht möglich, deren Verzehr kann im schlimmsten Falle tödlich enden!

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  • Hallo Matthias

    für einen Erlenkrempling würde ich mich hier schon entscheiden. Der sogenannte Große Krempling kommt meistens auf Wiesen vor und ist viel derber und dickfleischiger.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Matthias,


    der Große Krempling P. validus würde für mich ausscheiden. Das ist eine sehr stämmige Art, mit dickem Stiel, und einem lang eingerollten, gefurchten Hutrand. Der klassische Kahle Krempling P. involutus s.str. ist dein Fund natürlich auch nicht. Dieser kommt vorwiegend in Wäldern und nur auf sauren Böden vor.


    Ich würde Dir empfehlen einen Sporenabdruck zu machen um die Farbe des Sporenpulvers zu beurteilen. Mein Gedanke wäre, dass wenn deutliche Rottöne zu sehen sind das Ganze in Richtung Paxillus cuprinus geht. Der darf l. Christoph auch etwas schmächtiger daherkommen, kann eine schuppige oder kahle Hutoberfläche haben wächst aber vorwiegend bei Birken. Ohne Rottöne wäre einer aus dem Erlenkrempling Aggregat, die C. cuprinus durchaus recht ähneln in Betracht zu ziehen , aber dafür erscheint mir die Lamellenfarbe eigentlich zu wenig goldgelb (oder man misst die deutlich kleineren Sporen).


    Alternativ kannst du deine Frage im Nachbarforum stellen, wo Christoph Hahn gelegentlich reinschaut ;).


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

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  • Hallo Veronica, Thiemo


    Ich danke euch. Ihr habt mich schon weiter gebracht. Sporenabdruck kann ich keinen liefern. Der Pilz ist noch draußen im Wald. Aber an dieser Stelle komme ich des öfteren mal vorbei. Die letzten Jahre sind hier diese Kremplinge recht häufig gestanden. Sobald ich also wieder einen entdecke, kann ich die Sporenpulverfarbe nachliefern. Dem Tipp mit dem Nachbarforum werde ich nachgehen. :thumbup:


    LG Matthias

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  • Mal eine kleine Anmerkung zu den Weinbergschnecken, die sind hier bei uns auch ziemlich zahlreich obwohl wir (in den oberen Schichten) keine kalkhaltigen Boden haben (teils neutral, teils sauer, viel sandig) und auch die typischen, pflanzlichen Kalkanzeiger hier so gut wie nicht zu finden sind.

    Kurz gesagt, ich würde auf deren Anwesenheit eher keine Rückschlüsse auf die oberen Bodenschichten ziehen wollen.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

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