Hallo, Besucher der Thread wurde 1,1k mal aufgerufen und enthält 3 Antworten

Meint ihr, bei diesem hier ist bestimmungsmäßig was zu reißen?

  • Hallo zusammen,


    diesen hier fand ich gestern im Fichtenwald (Rotbuchen gab es auch noch ein paar etwas weiter weg). Das Fleisch ist im Schnitt durchgehend hell, ähnlich wie der Stiel, und verfärbt sich nicht. Er riecht nach Rettich/Rüben. Geschmack habe ich nicht geprüft.



    Ich dachte zunächst an einen mir unbekannten Hautkopf, auch wenn die Farben nicht so irre "freudig" sind. Aber sie sind obendrein auch nicht in Alkohol löslich, und ich habe auch keinen gefunden, der passen würde.


    Dann dachte ich an einen Schleimkopf. Der Olivgelbe würde vom Aussehen her ganz passabel passen, aber der Geruch leider gar nicht.


    Jetzt favorisiere ich einen Gürtelfuß, aber ich habe keinen identifizieren können, der zu passen scheint.


    Habt ihr eine Idee? Ich habe ihn hier, so dass ich ggf. auch noch etwas nachschauen/prüfen könnte.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo, Sabine!


    Wird schwierig. Schleierling (Cortinarius) ist klar, aber schon bei der Untergattung gibt es ein paar Unwägbarkeiten.

    Man bräuchte idealerweise noch einen oder zwei jüngere Fruchtkörper (für die ürsprüngliche Lamellenfarbe), und dann auch noch einen oder zwei mit vollständiger Stielbasis und eine genauere Sicht auf die Stieloberfläche. Bei Hutoberfläche und Stieloberfläche wär's auch noch interessant, ob die jeweils schleimig sind, also beim Befeuchten deutlich zu schmieren anfangen. Ein Gürtelfuß (Telamonia) wäre hier möglich, aber irgendwie habe ich auch so einen vagen verdacht auf einen Schleimfuß (Myxacium), bei dem einfach die Hut- und Stieloberflächen stark abgetrocknet (und darum unschleimig) sind.
    Falls beides angefeuchtet schmierig, Lamellen und Stielspitze jung violett und irgendwo im Umkreis von 15 bis 20 Metern noch die eine oder andere Birke, dann könnte das zB ganz gut ein Blaublättriger Schleimfuß (Cortinarius delibutus) sein - aber das ist bei diesen doch recht angetrockneten Fruchtkörpern schon sehr weit aus dem Fenster gelehnt.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Lieber Pablo,


    vielen Dank!


    Leider habe ich diese Pilze zum ersten Mal gesehen, und ich habe sie auch nicht alle mitgenommen. An lila kann ich mich nicht erinnern. Bewusst gesehen habe ich dort keine Birke, aber wenn ich beim nächsten Mal dort bin, schaue ich sicherlich noch mal nach. Morgen früh schaue ich auch mal, ob beim Anfeuchten Stiel oder Hut zu schleimen beginnen.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo, Sabine!


    OK. Ich fürchte aber, die Stielbasis und das Schnittbild werden wir in der Gattung auch brauchen. Ansonsten: Nicht schlimm, kann man ja auch beim nächsten Fund noch genauer gucken. Schleierlingskollektionen ohne wirklich frische, junge Fruchtkörper dabei sind immer ein ziemlicher Graus.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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