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Bitte um Bestimmungshilfe!

  • Gestern habe ich im Mischwald auf einem Fichtenstumpf diese orangen Pilze gefunden. Leider kann ich sie überhaupt nicht zuordnen. Sie scheinen aus 4-5 "Blättern" zu bestehen. Jeder Pilz ist etwa 1 bis 2 mm groß.



    Außerdem habe ich noch ein Bild aus dem Juni beigelegt. Leider war ich bei dem Foto in Eile und habe keine weiteren Bestimmungshilfen. Hoffe, dass die eher ungewöhnliche Hutform mit den Einschnitten hilft.



    Vielen Dank im Voraus

    Timm



    Vielen Dank im Voraus

    Timm


  • Hallo Timm,


    beim ersten Fund würde ich mein Glück in der Gattung "Dacromyces" (Gallertträne) suchen. Doch ohne sind da die meisten Arten ohne Mikroskop nicht bestimmbar.


    Dein zweiter Fund erinnert mich an Megacollybia platyphylla (Breitblattrübling). Und damit wird es spannend. Denn mittlerweile gibt es auch ein "Breitblatt" (Clitocybula marginata) mit dunkler Lamellenschneide, die ich auf deinem Bild zu erkennen glaube.


    Das Thema wurde im BMG-Forum ( Megacollybia marginata - eine zweite Megacollybia in Europa! ) ausgiebig diskutiert.


    Grüße Gerd

  • Hallo Graubart,


    vielen Dank für deine Hilfe. Ich bin deinem Link gefolgt. Wirklich spannend. Da ich den Pilz im Bayerischen Wald entdeckt habe und in dem Forum nur 20 km von meiner Fundstelle ebenfalls eine dunkle Lamellenschneide gefunden und dokumentiert wurde, ist deine Vermutung sehr gut möglich.

    Mit den Gallerttränen werde ich mich jetzt dann mal auseinandersetzen.


    Grüße Timm

  • Hallo, Timm!


    Wunderschöne Aufnahmen! :thumbup:
    Diese ganzen Gallerttränenverwandten sind oft ganz schön verzwickt. Zudem sind in der Gruppe wohl noch eine ganze Reihe offener Fragen hinsichtlich Taxonomie und morphologischen merkmalsausprägungen offen. Zu den GAllerttränen im weiteren Sinne gehören ja auch Gattungen wie Calocera, Ditiola, Guepiniopsis, wobei die Unterschiede eher vage sind. Bei deinem Fund könnte es sich durchaus auch um junge Fruchtkörpern von "Hörnlingen" (Gattung: Calocera) handeln, Laubholzhörnlinge sehen im Initialstadium der Fruchtkörper schon sehr ähnlich aus.
    Ist aber wie gesagt schwierig.


    Bei dem anderen könnte ich mir optional zum vorgeschlagenen Breitblatt (im weiteren Sinne) auch einen Helmling vorstellen, wegen dem recht glatt erscheinenden Stiel. Ein Rosablättriger (Mycena galericulata) wäre vom Aussehen her schon auch möglich, denke ich.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Vielen Dank Pablo und Rigo für eure Beiträge!

    Beim zweiten Bild war es kein Fichtenzapfen und vom Eindruck eher ein Rübling als ein Helmling - aber das ist natürlich schon vage.

    beim ersten Bild hatte ich auch schon an einen Spaltförmigen Hörnling - aber der soll selten sein und wächst wohl eher auf Laubbaumstümpfen. Andererseits habe ich Gallerttränen noch nie in so einer Form gesehen.

  • Hallo zusammen,


    an einen Breitblattrübling erinnert mich der zweite Pilz ehrlichgesagt nicht wirklich.


    Aber hierfür tausend Dank:

    Dein zweiter Fund erinnert mich an Megacollybia platyphylla (Breitblattrübling). Und damit wird es spannend. Denn mittlerweile gibt es auch ein "Breitblatt" (Clitocybula marginata) mit dunkler Lamellenschneide, die ich auf deinem Bild zu erkennen glaube.


    Das Thema wurde im BMG-Forum ( Megacollybia marginata - eine zweite Megacollybia in Europa! ) ausgiebig diskutiert.

    Denn witzigerweise habe ich gerade gestern eine Kollektion von Breitblättern mit heim genommen und dort teilweise dunkle Lamellenschneiden entdeckt und dachte schon, ich wäre doof, dass ich Schwarzschneidige Dachpilze mit Breitblättern verwechsle. Dann habe ich mich aber doch noch auf Breitblätter festgelegt, da aber schon im Pareys stand "Schneiden bisweilen graulich", dachte ich, das sei ein ganz normales Merkmal, das mir bisher bloß nicht aufgefallen ist.


    Dann werde ich mal einen Beleg anfertigen...


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo, Timm!


    Wunderschöne Aufnahmen! :thumbup:
    Bei deinem Fund könnte es sich durchaus auch um junge Fruchtkörpern von "Hörnlingen" (Gattung: Calocera) handeln, Laubholzhörnlinge sehen im Initialstadium der Fruchtkörper schon sehr ähnlich aus.
    Ist aber wie gesagt schwierig.


    G, Pablo.


    Hallo Pablo, hallo Timm,


    perfekt, die Gattung Calocera (Hörnlinge) würde auch sehr gut die priemförmge Auswüchse erklären.


    @ Timm:

    Die Gattung Calocera enthält nur 5 europäische Arten, die auch in der BRD nachgewiesen wurden:


    (1) an Nadelholz:

    - C. viscosa (Klebriger Hörnling)

    - C. furcata (Gegabelter Nadelholz-Hörnling)

    - C. pallidospathulata (Blasser Hörnling)


    (2) an Laubholz:

    - C. cornea (Priemförmiger Laubholz-Hörnling)

    - C. glossoides (Zungenförmiger Laubholz-Hörnling)


    Grüße Gerd

  • Vielen Dank noch mal fürs Miträtseln. Bin nach wie vor beim Spalt- oder Zungenförmigen Hörnling. Am Wochenende werde ich die Stelle noch mal aufsuchen und nachschauen, was sich dort entwickelt hat und ob es auch wirklich ein Nadelholzstumpf war.

  • Vielen Dank noch mal fürs Miträtseln. Bin nach wie vor beim Spalt- oder Zungenförmigen Hörnling. Am Wochenende werde ich die Stelle noch mal aufsuchen und nachschauen, was sich dort entwickelt hat und ob es auch wirklich ein Nadelholzstumpf war.

    Halo Timm,


    Macht nix, wenn sich nicht viel getan hat. Nimm einfach das Holzstück mit den Fruchtkörpern mit und lege es daheim auf ein nasses Tuch. Wenn du das Tuch immer nass hälst, dann kannst du die Entwicklung der Fruchtkörper bis zum Vergammeln beobachten.


    Grüße Gerd

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