Hallo, Besucher der Thread wurde 187 mal aufgerufen und enthält 14 Antworten

Sklerotien des Mutterkornpilz an Knäuelgras

  • Hey,

    gestern bei einer Bike-Tour gerade noch im Augenwinkel bemerkt. Dactylis glomerata mit Sklerotien von Claviceps purpurea. Ein Pilz der einst aus den Einwohnern ganzer Orte Zombies machte. Doch auch Er hat noch eine andere Seite. An mir als "Spät-Hippy" ist dies Erfahrung aber vorübergegangen ;)

    LG Rigo


  • Rigo

    Hat den Titel des Themas von „Skleritien des Mutterkornpilz an Knäuelgras“ zu „Sklerotien des Mutterkornpilz an Knäuelgras“ geändert.
  • Hey,

    gestern bei einer Bike-Tour gerade noch im Augenwinkel bemerkt. Dactylis glomerata mit Sklerotien von Claviceps purpurea. Ein Pilz der einst aus den Einwohnern ganzer Orte Zombies machte. Doch auch Er hat noch eine andere Seite. An mir als "Spät-Hippy" ist dies Erfahrung aber vorübergegangen ;)

    LG Rigo


    Interessant Rigo, noch nie davon gehört....

    Habe mich im Internet kurz erkundigt.

    Entweder hast du Adleraugen oder extrem langsame Bike Tour gemacht. 😜

    LG Andy

  • Hallo Andy,

    ich bin schnell wie der Wind und muss ab und an sogar bergauf bremsen ;) Aber gut, ich gebe zu, ich fand sie bei einer Trinkpause.

    Liebe Grüße Rigo

  • Hallo

    An Gras habe ich die noch nicht gefunden. Dafür im vorigen Jahr an Getreide. Wer mal an einem Bio-Acker vorbei geht, einfach nur schauen, an Getreide werden die recht groß.

  • Hallo zusammen,


    ich hingegen habe die noch nie an Getreide gefunden, sondern nur an Gras, zuletzt auf dem Grasstreifen neben einem Roggenfeld.


    Und als ich im Juni bei Lothar zum Pilzkurs war, hatten er und Katharina es doch tatsächlich geschafft, pünktlich zum Kurs Fruchtkörper des Mutterkorns am Fruktifizieren zu haben, von Mutterkorn, das sie letzten Herbst in Erde deponiert hatten. Das war vielleicht ein Highlight für mich! :) Diese winzigkleinen Teile habe ich schon im Topf nur mit Mühe gefunden. Am Feldrand - aussichtslos...


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo,

    Meist findet man sie in der Tat an diesem oben genannten Gras und weniger an Roggen. Das kommt daher, dass die meisten Roggenfelder doch noch gespritzt werden und so derPilz unterdrückt wird. Wie Uwe schon sagte, ist dies bei einem Bio Roggenfeld anders. Wer auf Bio setzt nimmt in Kauf, dass im Mehl mehr Mutterkorn- und in der Biokartoffel mehr Gift in der Schale ist.

    Hat alles im Leben zwei Seiten.

    LG Rigo

  • Hallo Rigo,

    Wer auf Bio setzt nimmt in Kauf, dass im Mehl mehr Mutterkorn- und in der Biokartoffel mehr Gift in der Schale ist.

    Meine Information war, dass es sowieso eine recht aufwändige Aktion ist, das Mutterkorn aus dem Getreide (und damit aus dem Mehl) zu entfernen bzw. diesem vorzubeugen, egal ob konventionell oder bio, mit Pflügen, Anpflanzen von einer Roggenmischung aus solchen, die fruchtbringend sind, und anderen, die zum Bestäuben da sind, und bei Befall Entfernung mit Sieben, Rauspusten nach Kameraidentifikation, usw. Hast du da andere/weitergehende Informationen?


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,

    ich habe keine weiterführende Infos zu diesem Thema. Sieben, blasen und die Farbselektion sind die einzigen Verfahren die zurzeit Anwendung finden. Ich sehe das einmal mit den Augen eines Geschäftsmannes, und weiß, dass alle Methoden einen großen Anteil vom gutem Getreide mit entsorgen und würde so am Ende des Mahlvorganges die Ware auf ihren Anteil des Mutterkornes prüfen. Liegt alles im zulässigen Bereich, wäre es für mich ok. Der Bauer hat nur eingeschränkte Möglichkeiten z. B. für gute Bestäubung sorgen und eben die chemische Keule! Als Verbraucher bin ich ganz klar gegen diesen Bio-Wahn und wünsche mir reine Nahrungsmittel, ohne Gifte und Mutterkorn, aber auch ohne Chemie! So stelle ich höchste Ansprüche an die moderne Agrarwirtschaft, mit Bioprodukten im engeren Sinne bekommen wir 7 Milliarden Menschen nicht satt! Noch kurz- mir dreht sich der Magen um, wenn ich die Promiköche pfeifen höre, die feine Bio-Kartoffel ist man mit der Schale! Warum nur kommt in der Heimat der Kartoffel seit Jahrhunderten keine auf die Idee die Gumbeer mit der Schale zu verputzen!

    LG Rigo

  • Hallo Rigo,

    Warum nur kommt in der Heimat der Kartoffel seit Jahrhunderten keine auf die Idee die Gumbeer mit der Schale zu verputzen!

    was du mit "Heimat der Kartoffel" meinst, ist mir nicht ganz klar, da sie ja aus Südamerika stammt und "wir" in Europa erst mit Tricks auf den Geschmack gebracht werden mussten (wie ich aus der Sendung mit der Maus weiß ;)).


    Aber schon in der Generation meiner Großeltern gab es immer mal Menschen wie mich, die Kartoffeln lieber mit Schale essen. Aus älteren, wo die Schale schon recht dick ist, eher nicht, da mache ich Kartoffelbrei draus (natürlich ohne Schale) - aber Frühkartoffeln und sonstige recht frische? Jammijammi!


    Wieso Biokartoffeln mehr Solanin enthalten sollen als konventionelle Kartoffeln ist mir auch nicht klar.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,

    ich will das hier nun nicht vertiefen aber antworten möchte ich doch gerne. Ja der Peter Lustig (Löwenzahn) und die Sendung mit der Maus haben das richtig erklärt. Die Kartoffel, die sich selbst vor Fressfeinden schützen muss, weil sie nicht chemisch behandelt wird, muss mehr Gifte in der Schale ansetzen.

    LG Rigo

  • Hallo Rigo,


    auch wenn es etwas OT ist, finde ich es spannend - vielleicht kannst du noch kurz antworten:

    Die Kartoffel, die sich selbst vor Fressfeinden schützen muss, weil sie nicht chemisch behandelt wird, muss mehr Gifte in der Schale ansetzen.

    Das klingt mir plausibel. Soweit ich weiß, machen beispielsweise Tomaten das ja auch so, dass sie Giftstoffe vermehrt absondern, wenn sie von Fressfeinden (Blattläusen oder so) angegriffen werden. Und wenn ich es richtig in Erinnerung habe geben sie sogar noch Pheromone ab, um benachbarte Pflanzen zu warnen, die dann wiederum auch mehr Schutzstoffe produzieren.


    Aber was mich interessiert: Gibt es bzgl. Kartoffeln dazu Untersuchungen? Beim Googeln habe ich nichts gefunden.


    Danke schon mal und beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,

    Einer der kein Blatt vor den Mund hält ist Udo Pollmer. Ein Lebensmittelchemiker und Autor. Auf einen gezielten Beitrag kann ich nun aber nicht verweisen. Doch die Gifts der Pflanzen und wie der Mensch sie verträgt ist uA. sein Thema.

    LG Rigo

    guck hier

  • Hallo Rigo,


    vielen Dank für deine Antwort!


    Ich habe deinen Link angeschaut, und manche der Thesen, die Herr Pollmer vertritt, entsprechen auch meiner Einschätzung. Aber dann ist wieder so unfassbarer Unsinn dazwischen ("die heutige Massentierhaltung ist artgerecht, weil es Herdentiere sind"), dass es mir wohl schwerfallen wird (und ich auch schlicht keinen Bock darauf habe), bei Themen, von denen ich keine Ahnung habe, die Spreu vom Weizen zu trennen. Dann werde ich wohl doch noch mal selber nach Studien suchen müssen.


    Dennoch lieben Dank und beste Grüße

    Sabine

    • Neu
    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.