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Septemberfunde – Teil 7 – Öhrlinge, Weißsporstacheling?, Rotfußröhrling

  • Hallo!


    Hier mal einer, den man nicht so leicht festmachen kann, daher hier nur als Vorschlag gemeint, der


    22. Fichtenöhrling - OTIDEA ABIETINA? Dieser kann vom Eselsohr und anderen Öhrlingen offenbar nur per Mirko unterschieden werden. Ich freue mich jedenfalls über meinen ersten Öhrlingsfund! Alle blieben im Wald…


    Interessant war zu sehen, dass innerhalb der Ohren deutlich das Sporenpulver aufgewirbelt wurde, wenn man leicht daran geklopft hat. War in der Sonne gut zu sehen!


    23. Violetter Weißsporstacheling - BANKERA VIOLASCENS?? Ist so oder so ein Erstfund, was auch immer rauskommen mag.


    Maggigeruch habe ich so nicht abgespeichert, Geschmack mild. Stachel sehr weit herablaufend, Stielbasis dunkelbraun gefärbt. Gewachsen neben Fichten auf über 1500m Seehöhe. Töne beim Hut und Stiel weißlich/gräulich/bräunlich. Violett konnte ich nicht sehen, nur leichte Verfärbungen der berührten Stacheln. Im Fleisch hell bis dunkleres Grau.


    24. und hier wahrscheinlich der Rotfußröhrling - XEROCOMELLUS CHRYSENTERON. Anhand der von Veronika einmal gezeigten Schnittbilder der Rötfußröhrlinge, paßt für mich der genannte hier am besten. Was meint Ihr???


    Danke Euch und liebe Grüße!


    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Alex

    Der Rotfußröhrling finde ich auch richtig bestimmt, Xerocomus chrysenteron.


    Sehr schöner und selten Fund

    Violetter Weißsporstacheling - BANKERA VIOLASCENS

    Hierzu könntest du noch mit KOH ein test machen.

    ->Fleisch mit KOH sofort grün bis olivgrün verfärbend

    LG Andy

  • Morgen!


    Die Otidea wird eine "spec." bleiben, ohne Mikrodaten.
    Der Stacheling ist - wenn es eine Bankera sein sollte - eher fuligineoalba, wegen der filzigen Hutoberfläche mit einwachsenden Nadeln etc.

    Mit dem Maggi - Geruch ist es wie bei der Gattung Phellodon: Der kommt erst beim Trocknen richtig raus. Sporenpulver bei Bankera ist übrigens weiß (wie auch bei Phellodon), zur Unterscheidung von Sarcodon hat man also nicht nur den Maggigeruch (bei getrockneten fruchtkörpern), sondern auch die Sporenpulverfarbe im Abwurf.


    Die eine oder andere Kiefer stand da nicht irgendwo rum?



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Vielen Dank Euch allen!


    Nein, Kiefern gibt es in diesem Gebiet überhaupt keine. (daher hat der Kiefernsteinpilz in einem der letzten Berichte von mir auf eine Tanne ausweichen müssen ;-) )Danke auch für die Hinweise Geruch im getrockneten Zustand und auch die Farbreaktion mit KOH.


    Liebe Grüße!

    Alex

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  • Morgen, Alex!


    Interessant: Eventuell gibt es dann doch bei der Mykorrhizabildung einen größeren Spielraum.
    Bankera fuligineoalba ist insgesamt sehr selten, und wenn so eine seltene Art eine Bevorzugung für einen Mykorrhizapartner hat (zB Kiefer), und da schon selten gefunden wird, dann sind Verbindungen mit anderen Baumarten wohl einfach so selten, daß sie nicht oder kaum dokumentiert wurden.


    Hm.


    In den Großpilzen BaWü sind nur Funde bei Kiefer für fuligineoalba erwähnt (sind allerdings auch nur eine handvoll).
    Petr Hrouda gibt >hier< auch nur Kiefern als Mykorrhizapartner an. Insofern: Bemerkenswerter Fund, weil bei der Hutoberfläche ist Bankera violascens auf jeden Fall raus.



    LG; Pablo.

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  • Guten Morgen Pablo!


    vielen Dank für Deine interessanten Hintergründe zum Fund! :thumbup::thumbup::thumbup:
    Also gehts Du am ehesten von Bankera fuligineoalba aus? Bei der Stelle komme ich sicher wieder mal vorbei, wenn auch nicht sehr häufig. Gibt es noch was, worauf ich speziell achten sollte, falls ich ihn wieder finde( nebst trocknen und Geruch prüfen)?


    Schön langsam muss ich mir so viele verschiedene Fundstellen merken, dass ich schon aufpassen muss, dass mein Arbeitsspeicher nicht damit schon voll ist. :wink:

    Liebe Grüße

    Alex

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  • Hallo, Alex!


    Ja, ich gehe von Bankera fuligineoalba aus, vor allem wegen der Struktur der Hutoberfläche.

    Man könnte noch mikroskopieren, aber die mikroskopischen Unterschiede zwischen den beiden Bankera - Arten sind minimal.
    Die einzige Frage ist, ob es nicht auch ein Phellodon sein könnte (also mal vorausgesetzt, der sport weiß ab und riecht getrocknet nach Maggi), aber da passt eigenltich auch keine der vier Arten zu dem, was auf deinen Bildern zu sehen ist.



    LG Pablo.

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  • Super! Vielen Dank Pablo!


    ich werde mir die Stelle merken!


    Schöne Wochenende!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


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