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Lepista flaccida und Clitocybe odora

  • Hallo zusammen,


    da es derzeit bei uns mit den üblichen Speisepilzen recht mau ausschaut, suche ich gerade Alternativen. Dabei steht der Wald derzeit mit den beiden genannten Arten voll: Fuchsiger Rötelritterling und Grüner Anistrichterling.


    Zum ersten habe ich eigentlich nur die Frage, ob ihr ihn beschwerdefrei bereits gegessen habt (und natürlich gerne auch, wie er Euch geschmeckt hat).
    Zum Anistrichterling interessiert mich, ob und in welcher Dosierung er in ein Pilzgericht passt. Und darüber hinaus, ob es sich lohnt, ihn zu trocknen.

    Danke schon mal für Euren Input!


    VG Boris


  • Hallo Boris,

    ob und in welcher Dosierung er in ein Pilzgericht passt.

    meiner Meinung nach mit genau null Exemplaren. Ich habe einmal eine komplette Pilzpfanne mit denen versaut. Seit dem bleiben die bei mir im Wald.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hi.


    Anistrichterlinge sammle ich auch nicht, überwiegend weil ich kein Anis mag.


    Fuchsige Röteltrichterlinge sind Massenpilze, da würde es sich lohnen wenn sie denn schmecken. Ich nehme sie wegen eventueller Unverträglichkeiten aber nicht mit und weil ich nicht versehentlich an Paralepistopsis amoenolens geraten will. Das Acromelalga-Syndrom will ich mir wirklich nicht aus Versehen aufhalsen. Das klingt furchtbar.


    LG.

  • Hallo zusammen,


    danke für Eure Antworten! Ich habe mir - wie immer - mein eigenes Bild gemacht. Die Verkostung ist gerade erfolgt.

    Habe sie einzeln zubereitet - nur in Butter, mit Pfeffer und einer Prise Salz (aber nur bei Rötelritterling - beim Anistrichterling ganz ohne Salz).


    Fazit:


    Lepista flaccida: im Prinzip sehr fein im Geschmack - mild, nicht aufdringlich -> wenn sonst nix wächst, eine gute Alternative!


    Clitocybe odora: Wie gesagt: ohne Salz, nur ein bisschen Pfeffer. Und solo schmeckte er sogar ganz gut - man muss halt Anis mögen. Ich kann mir gut vorstellen, dass er im Mischgericht für geschmackliche Verstimmung sorgt, da er eben sehr aufdringlich schmeckt. Aber solo als kleine "Anis-Beilage" wirklich nicht schlecht!


    VG, Boris

  • Hallo Boris,


    mit dem Ockerbraunen Trichterling den ich in ein Mischgericht eingebunden habe, mit fast der Hälfte, habe ich keine verheerende Wirkung festgestellt.

    Den grünen Anistrichterling habe ich auch schon in einem Mischgericht gehabt, das er mir das Gericht verdorben (geschmacklich) hat, habe ich nicht

    bemerkt.


    Gruß Ralph

  • Hi Ralph,


    auch wenn meine gezeigten (und verspeisten) keine Ockerbraunen Trichterlinge, sondern Fuchsige Rötelritterlinge, waren, habe ich jetzt schon mal einen Hinweis zum Speisewert des Ockerbraunen Trichterlings, den ich bisher auch noch nicht gegessen habe :thumbup:

    Den Anistrichterling werde ich das nächste mal dann auch im Mischgericht probieren. Versuch macht klug!:cool:


    VG, Boris

  • Nur zur Info: Mir geht es gut - keinerlei Nebenwirkungen

    dat is ja nochmal jut jejangen!


    Lies dir bitte nochmal genau den Text in 123pilze zum fuchsigen Rötelritterling, bzw. Trichterling (es werden beide Namen auch im "Lateinischen" benutzt) durch. Sachverständige dürfen diesen Pilz nicht mehr freigeben. Das gleiche dürfte für den ockerbraunen Trichterling gelten.

    Ich mag bei dem fuchsigen den Geruch persönlich nicht und habe in auch früher gar nicht erst probiert.


    Zum Anistrichterling möchte ich noch sagen, das auch da Vorsicht geboten ist, wenn man ihn nicht 100% erkennt. Es gibt einige giftige Trichterlinge, die nach Anis riechen. Da er auch hygrphan ist, kann die Farbe variieren.


    Da du allerdings laut deinem Profil "Profi" bist, kennst du sicherlich meine Einwände.

  • Hi,


    Zitat

    da du allerdings laut deinem Profil "Profi" bist,


    Das ist insofern Murks, als dass sich das auf dieser Seite allein aufgrund der Forumsaktivität automatisch ergibt.Ich habe das also selbst nicht geschrieben.

    Aber ja: Dennoch kenne ich Deine Einwände natürlich!👍


    VG Boris

  • Anistrichterlinge sind doch lecker. Der Geruch ist viel intensiver als der Geschmack, finde ich. Die schmecken garnicht doll nach Anis. Das ist wie beim Kuchenaroma. Zuerst riecht die ganze Küche nach Anisteig und wenn die Plätzchen ferig gebacken ist, dann fragen alle was das für Plätzchen sind.

    Trocknen kann man Anistrichterlinge auch, der Geruch verfliegt.

    Fuchsiger Röteltrichterling gleich fuchsiger Trichterling?

    Die fuchsigen Trichterlinge bleiben bei mir im Wald. Man muß nicht alles essen. Sie riechen schon nicht so besonders gut.

  • Lies dir bitte nochmal genau den Text in 123pilze zum fuchsigen Rötelritterling, bzw. Trichterling (es werden beide Namen auch im "Lateinischen" benutzt) durch. Sachverständige dürfen diesen Pilz nicht mehr freigeben. Das gleiche dürfte für den ockerbraunen Trichterling gelten.

    Hallo

    Der Ockerbraune Trichterling steht auf der Positivliste der Speisepilze bei der DGfM. Bitte keine Falschmeldungen.

  • Der Ockerbraune Trichterling steht auf der Positivliste der Speisepilze bei der DGfM. Bitte keine Falschmeldungen.

    Dann lies doch bitte den Link und schaue, dass im Süden der Wohlriechenden Trichterling, Duftender Trichterling, Parfümierter Trichterling = PARALEPISTOPSIS AMOENOLENS (SYN. CLITOCYBE AMOENOLENS) ist und die Vermutung schon bestätigt wurde, dass er durch den Klimawandel nach Norden kommen kann. Daher sollten die anderen nicht mehr freigegeben werden.

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