Hallo, Besucher der Thread wurde 928 mal aufgerufen und enthält 3 Antworten

Eigentlich wollte ich ja nur Färbepilze sammeln...

  • ... und hatte damit auch Glück.


    Hier eine kleine Totale auf ein Nest von Blutblättrigen Hautköpfen:



    Dann allerdings ging mir noch dieser wundervolle Erstfund ins Netz, den ich als Weißen Birkenpilz identifiziere:


    Beste Grüße

    Sabine


    P.S.: Danke für den Tipp mit dem Bearbeiten vor dem Einstellen - das hat geklappt mit dem Bilderdrehen.

  • Hallo, Sabine!


    Klar, "ein weißer Birkenpilz" ist das auf jeden Fall. Wenn die Stielbasis aber blaut (sieht so aus, oder?) dann dürfte das schon mal nicht Leccinum holopus sein.
    Ich würde da in dem Fall die weiße Form von Leccinum cyaneobasileucum (Wollstieliger Raufuß) vermuten.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    vielen Dank für deine Einschätzung :).


    Bei 123pilze ist für den Leccinum holopus aufgeführt, die Stielbasis würde blaugrünlich oder blass türkis werden, und die Fotos dazu in MycoKey zeigen auch bläuliche Verfärbungen. Das Blau bei meinen Pilzen ist schon anders, aber zumindest bei den Fotos, die ich für Leccinum cyaneobasileucum finde, hat es auch mehr türkis als blau.


    Neigt Leccinum cyaneobasileucum eher mal zu einem dunkleren Blau?


    Oder was könnte ich noch zur Artabgrenzung anstellen?


    Im "Fungi of Temperate Europe" werden beispielsweise die Sporenmaße und frei-fließende Huthaut-Elemente erwähnt zur Unterscheidung von weißlichen Raufußröhrlingen, aber Leccinum holopus scheint da überhaupt nicht vorzukommen ?(. Ich bin also verwirrt und wäre total dankbar, wenn du oder jemand anders mir bei der Aufklärung helfen könnte.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo, Sabine!


    Daß Leccinum holopus an der Stielbasis gelegentlich verfärben kann, geht wohl auf die Studien von Noordeloos und Den Bakker zurück.
    Da wurde aber vieles zusammengeworfen, was meiner Ansicht nach nicht zusammen gehört. Nach der erwähnten Arbeit gibt es auch Leccinum scabrum mit blauender Stielbasis (was aber nicht haltbar sein dürfte).
    Bei deinem Fund passt auch die Struktur der Stieloberfläche viel besser zu cyaneobasileucum; und daß holopus s.str. tatsächlich so verfärben kann, halte ich für sehr fragwürdig.

    In der Gattung ist allerdings einiges im Umbruch, die Studien von Noordeloos und Den Bakker hatten auch wichtige Details ans Licht gebracht insbesondere was die genetischen Eigenschaften der Arten dieser Gattung betrifft (Stichwort: Mikrosatelliten in der ITS).
    Daran wird aber derzeit fleißig weiter geforscht, und hoffentlich (!) auch einiges an taxonomischem Chaos ausgeräumt.



    LG, Pablo.

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