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Ob das dieses Jahr nochmal was wird ?

  • Hallo Pilzfreunde.


    Bei mir am Wochenende nur eine Hand voll Butterpilze... Maronen sind Fehlanzeige...


    Westlich von Berlin ist nicht viel los... nur diese Dachpilze in Massen und etliche Falsche Pfifferlinge.


    Maronen sind noch nicht auffindbar. Hoffe das wird aber noch...

    Was denkt ihr ?


    Lg


    # so sehen hier alle Wälder aus

  • Hallo

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    LG Andy

  • Hallo shawn,


    bei uns hier nördlich von Hannover ist es ähnlich. Wenig Maronen, keine Steinpilze und Flockis. Sehr viele Parasole und Zitzen-Schirmlinge.

    Insgesamt sind die meisten Wälder extrem zu trocken und pilzleer.

    Was es viel gab waren Ockertäublinge und Knollenblätterpilze, sehr viele Grüne Schwefelköpfe und Fliegenpilze.

    Der jetzt vorhergesagte Regen mit 5-10 ml/qm wird wahrscheinlich nicht ausreichen, bei uns grundlegend etwas zu ändern.

    Aber wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Was aber stirbt sind die Bäume, und das macht mir große Sorgen. Denn wenn mittel-langfristig die Mykorrhiza-Partner sterben, dürfte es auch mit den Baumgebundenen Pilzarten weniger werden.

    Bei uns sterben Fichten, Kiefern und leider auch Eichen. Große Birken sind auch schon viele tot.


    VG Rolf

  • Ach so..... Man hat doch gelernt nie auf eine unbekannte Datei zu klicken.... 😉

  • Hallo,


    Also hier in Bayern gibt es grad kein Halten mehr. Am Freitag hab ich einen vollen Korb mit Maronen, Frauentäublingen, Rötelritterlinge, Lacktrichterlingen, Steinpilzen und Birkenröhrlingen heumgetragen. Gestern einen mit Steinpilzen.

    Die Bilder sind von letzter Woche.

    Bei uns stehen die Wälder grad voll mit falschen Pfifferlingen, Maronen, gelben Knollenblätterpilzen, violetten Rötelritterlinge, Dachpilzen, Lacktrichterlingen und vielen Täublingen...

    Hoffe dass es bei euch auch bald losgeht.


    Liebe Grüße

    Flo

  • Hallo Flo,


    Glückwunsch zu Deinen schönen Funden.

    Bei uns wachsen nur wenige Maronen und bis jetzt habe ich einen Steinpilz gefunden. Schopftintlinge gibt es genug. Interessant ist es, dass die allermeisten Waldstücke was essbare Pilze, insbesondere Röhrlinge betrifft, absolut leer sind, aber ich zwei Waldstücke gefunden habe, die voll mit Maronen sind. Das heißt ca. 1 ha Pilze und 20 ha drumherum keine. Für mich nicht nachvollziehbar. Mir ist natürlich bewusst, dass die Waldstücke mit geschlossenem Kronendach bei dem wenigen Regen den wir hatten, nichts hergeben können.


    VG Rolf

  • Das ist schade. Immer das mit dem Regen... Bei uns war es im Sommer so. Ich denke deshalb haben viele Arten "Nachholbedarf". Ich hoffe dass es bei euch bald wieder weitergeht, vielleicht klappt es ja mit den Winterpilzen.

  • Hallo Shawn


    Ich drücke Dir die Daumen. Nördlich von Berlin brauche ich gerade und schon seit 4 Wochen eine Sense, viele Körbe und vorher gutes Frühstück, wenn ich in den Wald gehe und muss dann immer abbrechen, weil es eben doch nicht genügend Körbe sind :saint: betrifft auch die geschlossenen Buchenwälder.


    Hoffe, ein bisschen schwappt auch zu Dir rüber.


    ReikeT

  • Hallo Flo,


    ich weiß ja nicht auf welche Geschmacksrichtung Du so stehst aber in deinem ersten Korb sind Sparrige Schüpplinge und vermutlich ein Schönfußröhrling zu sehen. Beim Röhrling kann ich mich auch irren, da die Hutoberseite nicht zu sehen ist.



    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo,


    Ja ich hatte den sparrigen schüppling mitgenommen um ihn zu bestimmen. Ich hatte keine Tüten mehr dabei und hab ihn deshalb zu den anderen gelegt (ja, vielleicht etwas leichtsinnig, ich hab aber sehr darauf geachtet beim. Putzen alle unbekannten Bruchstücke auszusortieren und es sind nur essbare Pilze zum trocken im. Ofen geladet! ). Den Schönfuß hatte ich aber definitiv nicht im Korb, hab den in unserer Region auch noch nie gesehen.


    Liebe Grüße

  • Hey in welchen Wäldern gehst du so?

    Bei mir sind alles Kiefernforsten und leider ist da größtenteils gähnende leere. Sonst waren dort um die Zeit etliche Maronen und Glucken zu finden.
    Ich glaube dieses Jahr ist es vorbei oder?

    LG

  • Meistens bin ich irgendwo zwischen Berlin, Eberswalde, Oranienburg und Schorfheide unterwegs. Brandenburgischer Kiefernwald dominiert natürlich auch hier. Mit dem für diesen Landstrich typischen Sandboden als Verwitterungsergebnis aus Zeiten, wo hier noch tropisches Meer war, fällt das Wasser nur so durch. Der Boden ist meist furztrocken. Die Pilzbandbreite ist in den hiesigen Kiefernwälder Monokulturen am niedrigsten. Entsprechend suche ich dort wenig.

    Am zweithäufigsten ist hier Buchenwald. Der nimmt schlecht Wasser an, halt das dann aber lange. Dort gehe ich vor allem suchen, wenn es lange nass war, so wie jetzt zuletzt, also 1 Woche, besser 2 Wochen regnerisch. Das ist fast nur im Frühjahr und im Herbst der Fall.

    Öfter gehe ich in Mischwälder, bspw in Buchen-Kiefern-Mischwälder. Gute Balance aus Wasser Durchlässigkeit und Speicherfähigkeit. Toll ist, wenn sich noch andere Arten gelegentlich reinmischen, Birken, Eichen, gelegentliche Pappeln bspw. Dort läuft (auch aktuell noch) die Krause Glucken Zeit auf Anschlag. Aber auch Täublinge fühlen sich gerade sehr wohl. 90% Russula Ochraleuca. Weiß nicht, ob das normal ist, ich suche Täublinge bewusst erst seit diesem Jahr zum Essen.

    Am liebsten gehe ich aber in reine Fichtenwald-Bestände, von denen es hier nur sehr wenige gibt. Diese sind mit einer dicken Moosschicht bedeckt. Das in Kombi hat 2 Effekte: es fällt viel Wasser auf den Boden, und das Wasser wird vom Moos gut gespeichert und gepuffert abgegeben. Dadurch hast Du im regenarmen Brandenburg den für hiesige Wälder leistungsstärksten Feuchtigkeitsausgleich, was effektiv die Phasen, in denen Du in den Wald kannst, verlängert. Fichte wird auch als Baumpartner von vielen Mykorrhiza Pilzen akzeptiert. Dadurch hast Du nicht nur viel Pilz sondern auch viel Vielfalt.

    Weißtannen(Misch) Wälder würde ich auch gerne als Pilzrevier kennenlernen, gibt's hier aber mE nicht.

    Viele Grüße

    ReikeT

  • Was aber stirbt sind die Bäume, und das macht mir große Sorgen. Denn wenn mittel-langfristig die Mykorrhiza-Partner sterben, dürfte es auch mit den Baumgebundenen Pilzarten weniger werden.

    Bei uns sterben Fichten, Kiefern und leider auch Eichen. Große Birken sind auch schon viele tot.

    Das hört sich sehr schlimm an. Bei uns sind es vor Allem die Fichten, die sterben und obwohl es in letzter Zeit geregnet hat, gibts in den toten Wäldern keine einzige Marone und auch sonst gibts dort keinen Pilz. Im Grenzbereich zu den Buchen gabs im Sommer wenigstens noch Täublinge und Perlpilze. Vorgestern fand ich 2 Steinpilze in einem Mischwand von Birke, Buche und Minifichten, die lebendig sind. Mir kommt es auch so vor, dass es "Inseln" gibt, wo plötzlich sehr viele verschiedene wachsen und dann wieder große Flächen nichts. Eine Insel war in einem Dorf im Gras umringt von einigen Bäumen: kahler Krempling, möglicherweise Trockenfuss-Saftling, Birkenpilz, Stäublinge (Hasenstäubling?), Wiesenchampignon. Das könnte hier an der Wasseraufnahme des Grases liegen.


    Sind bei euch auch Harvester unterwegst und roden die ganzen Fichtenwälder? Bis sich die Pilze davon erholen und wieder zu kleinen Fichten wandern wird es dauern, da der Boden dermaßen verdichtet und umgepflügt wird.

    Da wir hier teilweise Lehm und Fels haben, können viele Bäume auch nicht sehr tief wurzeln. Durch die Schneißen im Wald sind sie dem Wind extrem stark ausgesetzt und kippen.


    Nun ja, gehe mal die nächsten Tage wieder schauen, vielleicht schiebt ja der Steinpilz nocheinmal nach und nach dem Saftling möchte ich auch nocheinmal gucken, war ein Erstlingsfund:)

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