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Strohblasser Ritterling (Tricholoma album)

  • Gefunden am 22.10. Weitläufiger, unvollständiger Hexenring aus weißen Lamellenpilzen, die ich überhaupt nicht einordnen kann, unter Laubbäumen am Rand des Weges entlang des U-Bahn-Dammes zwischen Kiwittsmoor und HH-Langenhorn. In allen Teilen weiß/cremeweiß - Hut, Lamellen, Stiel. Offenbar massiv, also kein hohler Stiel, denn das eine Exemplar, das ich hochgenommen habe, war verhältnismäßig schwer. Trocken-samtig-ledrige Hutoberfläche. Roch für mich nach nichts, ich habe aber auch nicht gerade das feinste Näschen. Kein Schnittbild, leider.







    In welche Richtung könnte das gehen? Danke und viele Grüße, Anita

  • Hallo zusammen,



    erster Bauchgedanke: ein Mairitterling. Dann habe ich nach gelesen bei Geruch. Und da steht, dass er nach nix riecht. Aber ein Mairitterling hat so einen typischen Geruch. Ungefähr wie parfümiertes Mehl. Dann fiel mir ein, dass huehnchen mir schrieb, Ritterlinge haben einen Burggraben. Ist das ein Burggraben? Es sieht für mich so aus. Somit wäre ich auch bei den Ritterlingen.



    Murmel

  • podiceps

    Hat den Titel des Themas von „Keine Ahnung, was dieser weiße Pilz sein könnte“ zu „Ritterling (unbestimmt)“ geändert.
  • Hallo Anita,

    ausweislich der auf dem Foto sichtbaren Begleitpflanzen kommen der Unverschämte Ritterling (Tricholoma lascivum) oder aber der Weiße Birkenritterling (Tricholoma stiparophyllum) in Betracht. Du kannst ja einmal danach googeln und insbesondere lesen, was da über den vorschriftsmäßigen Geruch der beiden Arten steht.

    In der Artengruppe, in der wir uns bewegen, sind der mögliche Baumpartner und der Geruch sehr wichtige Unterscheidungsmerkmale.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Stephan, danke für deine Hinweise. Es bleibt schwierig.


    Mögliche Baumpartner: Dort stehen jede Menge unterschiedlicher Laubbäume - vor allem Rotbuchen und Eichen, aber auch verschiedene Arten Ahorn, Faulbaum, Kreuzdorn, Pappel, Birke, dazu Brombeeren, Holunder und andere Sträucher.

    Geruch: Wenn überhaupt ein Geruch feststellbar war, war dieser sehr mild, aber keinesfalls unangenehm. Mit der Einschränkung, dass sich meine Geruchswahrnehmung nicht immer mit der anderer Leute deckt und ich Gerüche auch nicht gerade gut beschreiben kann.


    VG, Anita

  • Hallo, Anita!


    Tricholoma stiparophyllum und Tricholoma lascivum riechen eigentlich schon ziemlich extrem. Tricholoma stiparophyllum bildet große, kräftige Fruchtkörper mit etwas mehr bzw. dichter stehenden Lamellen, im Alter auch mit gerippten Huträndern. Tricholoma lascivum wird gerne etwas grau oder ockergrau von der Hutmitte her.
    Mein Gedanke hier wäre Tricholoma album, der riecht recht dezent, beim Rubbeln am Stiel dann meistens recht deutlich nach Grünem Knolli (Kunsthonig) und die Hutoberfläche verfärbt gerne allmählich in einem warmen, ockerlichen Ton.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    Tricholoma album klingt bisher am ehesten nach meinem Fund, und was ich außerhalb des Forums dazu gefunden habe, passt auch. Wie Kunsthonig riecht bzw. der Grüne Knollenblätterpilz, weiß ich leider nicht; das kann ich also weder verneinen, noch bestätigen, aber sonst sieht es gut aus. Also mache ich daraus jetzt "Tricholoma album, bestimmt mit Restunsicherheit".


    Vielen Dank und viele Grüße, Anita

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  • podiceps

    Hat den Titel des Themas von „Ritterling (unbestimmt)“ zu „Strohblasser Ritterling (Tricholoma album)“ geändert.