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Lupe vs Taschenmikroskop

  • Hi,


    und frohes neues Jahr!


    Ich hatte eigentlich vor mir eine Lupe zuzulegen um Details an Pilzen (und vielleicht auch anderen Gegenständen, Pflanzen, ...) mal etwas genauer unter die Lupe nehmen zu können als nur mit dem bloßen Auge, z.B. feine Oberflächenstrukturen usw. Dabei bin ich bei einer kurzen Internetrecherche auf die Existenz von Taschenmikroskopen gestoßen, etwas von dem ich bislang noch überhaupt nichts wusste. Klar, ein Ersatz für ein "richtiges" Mikroskop sind die sicher nicht, aber taugen die sozusagen als Lupe Extra? Die Dinger sind schon ziemlich günstig zu haben, z.B. das Carson MM-300 ist für ca. 20€ zu haben und bekommt allgemein gute Bewertungen. Hat jemand von euch Erfahrung mit sowas?


    KopfPilz

  • Hallo,


    ich hab mir das MM-300 jetzt einfach mal bestellt. Der kleine Preis und die guten Bewertungen haben mich neugierig gemacht, auch wenn eigentlich niemand in den Bewertungen das Ding für Pilze verwendet hat (stattdessen Geldscheine/Briefmarken, Platinen, Alltagsgegenstände, ...). Ich werde nochmal davon berichten, wenn es da ist und ich ein bisschen Erfahrung mit dem Ding gesammelt hab.


    KopfPilz

  • Okay, das Gerät ist mittlerweile da und ich habe auch schon etwas damit gespielt. Da mir die Erfahrung mit "richtigen" Mikroskopen fehlt, kann ich leider nicht beurteilen, wie sich das Taschenmikroskop im Vergleich dazu verhält, aber folgendes kann ich berichten:

    • Man sieht definitiv Details, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind sei es an Salzkörnern, Blättern, Pilzen, ... Auch sieht man mehr als typischerweise mit einer Lupe, wobei ich hier keinen guten Vergleich zur Hand habe.
    • Die Optik scheint ordentlich und definitiv mehr als für den Preis zu erwarten wäre. Selbst mit der höchsten Vergrößerung (120x) bekommt man mit etwas Geduld noch eine gestochen scharfe Abbildung.
    • Die Arbeit mit dem Gerät ist etwas schwieriger und weniger intuitiv im Vergleich zu einer Lupe: wegen (a) Umkehrabbildung (b) Formfaktor (c) Scharfstellen nötig (d) größerer Zoomfaktor.
    • Freihändige Benutzung ist frickelig, aber möglich, d.h. man braucht eine ruhige Hand. Besser funktioniert es, wenn man einen Krümel vom zu betrachtenden Objekt auf einer festen Unterlage plaziert
    • Das Gerät ist tatsächlich sehr klein und leicht, somit durchaus zum mitnehmen geeignet.

    Fazit: Ein schönes Nerd-Spielzeug ist das Taschenmikroskop auf jeden Fall. Exakte Sporen vermessung o.ä. wird damit sicher nicht gehen. Inwiefern es trotzdem eine Hilfe bei der Bestimmung von Pilzen sein kann, wage ich mich gerade noch nicht zu beurteilen, aber da man ja durchaus mehr Details erkennt als mit dem bloßen Auge kann ich mir vorstellen, dass es in einigen Fällen schon eine Hilfe sein kann.

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