Hallo, Besucher der Thread wurde 725 mal aufgerufen und enthält 3 Antworten

Milchling oder Steppentrichterling? Vollkommen überfragt ...

  • Hallöchen in die Runde!


    Beim Geocaching ist mir dieses Exemplar fast unter den Schuh geraten. Gewachsen ist er nahe dem Feldrand an einem Laubhecckenstreifen. Größe betrug ca. 8 cm. Leider kein Messer und Papier dabei, Geruch und Geschmack habe ich wegen Erkältung auch nicht testen können (und einen unbekannten Pilz würde ich eh nicht in den Mund nehmen).


    Ich bin mir absolut unsicher, welcher es denn ist. Erst dachte ich an einen Pfützenmilchling, aber ich konnte keinen Milchaustritt an den Lamellen sehen und auch der Stiel passte nicht. Von der Farbe und dem Filz an der Stielbasis dachte ich an einen Steppentrichterling, aber hier fehlt die Aufhellung am Hutrand.


    Schönen Abend noch!





    Meine Antworten kann man nie als Verzehrfreigabe ansehen.

    Alle gefundenen Pilze sind GPS-getaggt, per PN gebe ich gerne Fundorte weiter.

    Pilz-Rezepte mit Bildern:

    Judasohr als asiatischer Salat

    Schwefelporling gedünstet



    Falls mal für eine Bestimmung relevant, vorrätig habe ich: Anilin, Ammoniak 10%, Eisen-III-Chlorid, Guajak, Patentblau, Eisensulfat, Melzers Reagens, KOH 20%.

  • Hallo, Sascha!


    Keins von beidem.

    Randnotiz zu Milchlingen: Da gibt es nur bei frischen und vitalen Fruchtkörpern einen Milchaustritt zu beobachten. Das kann sehr oft fehlen bei Milchlingen. Aber Milchlinge sind ja Sprödblättler, also zusammen mit Täublingen ganz gut anhand des charakteristischen Bruchverhaltens des Stielfleisches von allen anderen Lamellenpilzen unterscheidbar. Hier fasert der Stiel beim quer durchbrechen auf, also kein Sprödblättler.
    Randnotiz zu Clitocybe glareosa: Aufgehellter Hutrand ist optional, meistens aber nicht ausgeprägt. Clitocybe glareosa sieht so aus:




    Also ganz anders als dein Fund, siehe zB Struktur (Haptik) der Hutoberfläche, Größe und Habitus der Fruchtkörper, Anzahl der Lamellen...).


    Das, was du da hast, ist allerdings kaum noch wirklich bestimmbar, weil Fruchtkörper sehr alt und stark verwittert.
    Tendenziell würde ich das für eine teilmumifizierte Lepista flaccida oder auch Paralepistopsis amoenolens halten, aber da müsste man echt frischere Fruchtkörper beobachten.



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hi Pablo,


    wieder einma danke für die detailierte Beschreibung inklusive toller Bilder. Ich werde noch zum Mumiensammler :-)


    Wünsche dir einen schönen Tag!

    Meine Antworten kann man nie als Verzehrfreigabe ansehen.

    Alle gefundenen Pilze sind GPS-getaggt, per PN gebe ich gerne Fundorte weiter.

    Pilz-Rezepte mit Bildern:

    Judasohr als asiatischer Salat

    Schwefelporling gedünstet



    Falls mal für eine Bestimmung relevant, vorrätig habe ich: Anilin, Ammoniak 10%, Eisen-III-Chlorid, Guajak, Patentblau, Eisensulfat, Melzers Reagens, KOH 20%.

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