Hallo, Besucher der Thread wurde 983 mal aufgerufen und enthält 9 Antworten
  • Guten Tag,


    der erste Fund wuchs an einer Eiche. Bei den Porlingen bin ich mir immer noch nicht sicher - lässt sich sagen, was das ist ?



    Der nächste ebenfalls auf Eiche, einem abgestorbenen, dünnen Stämmchen, ist recht unscheinbar und trotzdem auffällig:


    Am selben Stämmchen weiter oben dann ein Eichen-Zystidenrindenpilz (vermute ich), wegen der Trockenheit die Ränder etwas abgehoben:


    Unweit davon auf einer abgestorbenen, noch dünnen Eberesche:


    Ein Fund aus dem März ist sicher im Herbst bereits gewachsen und hat den Winter an geschützter Stelle überstanden - an einer Säulenpappel:


    Auf der anderen Seite der Pappel dann das (ein Porling ?):


    Das Wetter war trübe und an den Stellen auch nicht unbedingt gutes Licht, ich hoffe, die Fotos geben trotzdem etwas her. Danke für Hinweise, viele Grüße aus Ruhland

    Wilhelm

  • Hallo Wihelm,


    die Bilder 1-3 zeigen wahrscheinlich eine Buckeltramete. Die Hutoberfläche müsste man genauer sehen können. Die Pilze an der Säulenpappel sind vermutlich alte Austernseitlinge. Alle anderen Bilder, die die kleinen schwarzen Knubbel zeigen, sind irgend welche Eckenscheibchen, aber die vom Bild her zu bestimmen, ist kaum möglich. Gleiches gilt für den bläulichen Rindenpilz, möglich wäre ein Eichen-Zystidenrindenpilz.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • MoinMoin!


    Der Porling am Ende ist Bjerkandera adusta (Angebrannter Rauchporling).
    Peniophora quercina (Eichen-Zystidenrindenpilz) ist bei "3" schon sehr wahrscheinlich, wenn das Substrat Eiche ist.

    "1" sollte schon eine Trametes sein, aber Trametes gibbosa (Buckeltramete) kann bei der Porenform eigentlich nicht hinkommen. Am ehesten würde ich da eine Striegelige (Trametes hirsuta) vermuten, aber da müsste man mehr von den Hutoberflächen sehen. Das Substrat sieht allerdings gar nicht nach Eiche aus. Man müsste mehr vom Baum insgesamt sehen, aber tendenziell würde ich mal eher von Birke oder Weide ausgehen.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo zusammen,

    es hat eine Weile gedauert, bis ich bei besseren Bedingungen wieder dort hin kam. Aber ich konnte zwei Bestätigungen für Pablo's Fragen einholen. Jetzt sehe ich auch wie von ihm vermutet die Striegelige Tramete (Trametes hirsuta),

    und es ist wie angegeben eine Eiche (der Pilz wächst an der Totholz-Basis auf der Schattenseite):

    Das Bäumchen wurde arg misshandelt und an der mit dem Pilz fotografierten Stelle war die Baumart wirklich nicht zu erkennen.


    Auch die anderen Baumarten konnte ich bestätigen. Auf der Eberesche (IMG-0078.jpg) vermute ich nun auch ein Eckenscheibchen.


    Viele Dank allen, die sich gemüht und die geantwortet haben !

    LG

    Wilhelm

  • Hallo, Wilhelm!


    In dem Baum kann ich allerdings immer noch keine eiche erkennen.

    Rindenstruktur und Wuchsweise würden da sehr für Weide (Salix spec.) sprechen. :wink:



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    bald werden die Blätter treiben - ein paar Wochen noch. Stieleichen-Laub ist reichlich da, Birke natürlich auch, Weide nicht. Der beste Beweis wäre Laub am Zweig, aber das eine (leider nicht unbeschädigte) Blatt oben rechts in IMG_0364.jpg ist wohl auch (allein durch das bloße Vorhandensein) ein kleiner Beweis. So was schafft die Weide wohl nicht. Die Eiche ist noch recht jung, unten nur 15, oben vielleicht 7cm Durchmesser (bezogen auf die Stelle, an der das Bäumchen mal gekappt wurde). Die Knospen sind vor Ort auch typisch, auf dem Foto leider kaum erkennbar.


    An dem Wald- und Wegrand gibt es nur Hängebirke, Stieleiche, selten Roteiche, stellenweise Spätblühende Traubenkirsche und Espe. Und nebenan natürlich die Kiefern mit Eiben- und Eichen-Sämlingen im Unterholz.


    Ich nehme an, die Baumart spielt schon eine Rolle für die Bestimmung, aber ich bin mir da bei Stieleiche auch ziemlich sicher :-).


    LG Wilhelm

  • Hallo, Wilhelm!


    OK, warten wir mal ab, was der Baum so für Blätter austreibt.
    In dem Fall ist es für die Bestimmung nicht wichtig, Trametes hirsuta besiedelt so ziemlcih jedes existierende Laubholz (Nadelholz dagegen nur in seltenen Ausnahmefällen).



    LG; Pablo.

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  • Hallo Pablo,


    das eine (etwas zusammengerollte) Blatt oben rechts in IMG_0364.jpg ist von der Stieleiche, auch die Knospen sind Stieleiche und nicht Weide. Das Blatt sitzt auch immer noch am Zweig fest und liegt nicht nur auf einer Gabelung auf oder ist eingeklemmt. Allerdings ist am Nordrand des Waldes das Licht zu ungünstig, um das von unten nach schräg oben scharf auf ein Foto zu bekommen. Aber damit ist die Baumart-Frage nun geklärt :-).


    Viele Grüße

    Wilhelm

  • Moin!


    Ach, ok.
    Etwas ungewöhnliche Rindenstruktur, aber wenn das Blatt zur Eiche passt, dann ist es eben sehr wohl eine. :thumbup:



    Lg; Pablo.

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