Hallo, Besucher der Thread wurde 797 mal aufgerufen und enthält 6 Antworten

Letzte Woche, in den Murauen

  • Schönen Nachmittag; die Aufnahmen sind von letzter Woche, Murauen bei Bad Radkersburg. Auf einem liegenden Ast ein Rindenpilz (Welcher Baum weiß ich nicht). Alles Weitere siehe die Fotos, Sporen waren leider keine zu sehen, auch bei den Schnallen war ich nicht sicher. Wegen der aufgeworfenen Ränder und den Zystiden mit Krusten am Ende denke ich an den Eichenrindenpilz, Peniophora quercina. Danke für alle Antworten und Korrekturen - schönen Gruß, Iwolgin.

  • Hallo, Iwolgin!


    Ungewöhnlich blasse Fruchtkörper, aber auch das ist möglich bei stark vertrockneten Peniophora quercina.
    Wenn das Substrat nicht Eiche (oder Esskastanie oder Rotbuche) sein sollte, müsste man das genauer bestimmen und bräuchte dann auch wirklcih die Sporen - und ein Präparat in Sulfovanillin, ob da nicht doch irgendwo Gloeozystiden verborgen sind.
    An Eiche (oder Esskastanie oder Rotbuche) würde ich das aber unkritisch als "vertrocknete / verwitterte" Peniophora quercina stehen lassen wollen. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo.


    Das Sulfovanillin färbt die Gloeozystiden und Gloeopleren Hyphen bei allen Russulales violett - bei einer Reihe anderen Rindenpilzen auch. So sind die gut zu erkennen, auch wenn sie sonst bei manchen Arten unauffällig aufgebaut sind. Peniophora quercina hat aber normalerweise keine - darum auch keine Reaktion. Aber es gibt makroskopisch ähnliche Peniophora - Arten, die eben solche Gloeozystiden bilden.
    Ob man dann tatsächlich mit Vanillin und konzentrierter Schwefelsäure herummixen will, muss man allerdings selbst entscheiden. Ich verwende das Zeugs relativ selten.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo, Iwolgin!


    Das müsste dann aber eine gut sortierte Apotheke sein, und vor allem auch bereit, die benötigten Mengen der beiden Substanzen herauszugeben. Von beidem brauchst du nämlich nur sehr wenig, und mit 10ml H2SO4 65% sowie ca. 1g Vanillin wird eine Apotheke kaum einen Umsatz erzielen können...

    Hinweis am Rande: Im "Myko-service" von Andreas Gminder kostet ein Fläschchen von jedem (Schwefelsäure als65%ige Lösung und Vanillin als kristallines Pulver) jeweils 2,90 eu.

    Die Menge reicht für Dutzende Anwendungen, weil du jeweils immer nur einen Tropfen H2SO4 und einen winzigen Krümel Vanillin brauchst. Tendenziell gibt die Schwefelsäure irgendwann den Geist auf, bevor du auch nur die halbe Flasche verbraucht hast. :wink:



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • DANKE, Pablo, Du hattest natürlich recht, der Apotheker hat das gar nicht gekannt bzw. sich quergelegt. Das mit dem Myko-Service werde ich aber machen; irgendwie haben es mir die Rindenpilze angetan. Gruß - Iwolgin

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