Hallo, Besucher der Thread wurde 488 mal aufgerufen und enthält 5 Antworten

Bilder aus dem Sauhag

  • Hallo liebe Pilzfreunde,


    unser Wald glänzt zur Zeit leider durch auffällige Pilzabstinenz. Wie so oft ist dann das wenige, das man findet besonders schön. Ein paar Bilder möchte ich mit Euch teilen.


    Auch hier meldet sich der Stäublings- Schleimpilz zurück:



    An einem Erlentotholz eine jugendliche Schönheit, die sich wohl doch nur als Buckel-Tramete entpuppt, allerdings, wahrscheinlich durch Witterungseinflüsse, besonders schön gezeichnet





    Und dann zum tausendsten Mal die Schmetterlings-Tramete, aber so eindrucksvoll, der Stamm, das muss man gesehen haben:





    Erstaunlich wie frisch sie noch sind, wenn sie auch für einen Tee dann doch schon etwas zu alt sind.



    Eine Schaumkraut Wiese in einem Regenquellgebiet:



    Die Erdbeeren blühen!



    LG, Diether

  • Hallo, Diether!


    Die erste Tramete, die Schönheit auf dem Erlentotholz, ist ein weiteres Kapitel aus dem Buch "sonderbare Erscheinungsformen und überraschende Variationsmöglichkeiten von Trametes versicolor". :wink:



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Die erste Tramete, die Schönheit auf dem Erlentotholz, ist ein weiteres Kapitel aus dem Buch "sonderbare Erscheinungsformen und überraschende Variationsmöglichkeiten von Trametes versicolor".

    Hallo Pablo, mag sein, wenn Du das sagst wird das so sein. Die dunkle Linie unter der Huthaut fehlt hier vollständig. Allerdings fällt es mir auch sonst bei typischen T. versicolor schwer sie zu erkennen. Meine Frage ist, soll es da mehr geben, als einfach die Unterseite der Huthaut?


    Hallo Diether, wundervolle Gegend. Jedes Jahr mindestens einmal bin ich dort. Eine meiner Lieblingswanderstrecken ist das Schaichtal von Neuenhaus nach Dettenhausen oder umgekehrt.

    Da hast Du recht, Emil, noch schöner ist der Talweg vom Großen Goldersbach. Da geht man am besten in Bebenhausen los. Herrliche Bruchlandschaften mit tollen Hochstaudenwiesen. Leider sind beide Wege in der letzten Zeit sehr überlaufen und von vielen Radfahrern benutzt. Ich bin oft im Schönbuch unterwegs und halte mich gern an die abgelegenen Wege, im ganzen ist der Wald heute ein Natur Park, große Teile sind Naturschutzgebiete, Wild Ruhegebiete und sogar Bannwälder. Da darfst du nicht die Wege verlassen. Das darf nur die Forstwirtschaft, die, wenn's mal zur Sache geht, mit ihren Vollerntern alle 25 m eine Bresche durch den Wald fräßt, dass der Boden auf hundert Jahre zerstöhrt ist. Was in so einem Gebiet mit den alteingesessenen Pilzen passiert ist nicht vorzustellen. Leider, auch auf den abgelegenen Wegen blutet mir oft das Herz.


    LG, Diether

  • Hallo, Diether!


    Trametes bildet ja gar keine "Huthaut" im eigentlichen Sinne, sondern einen Filz. :wink:

    Ist jetzt aber auch irgendwie Haarspalterei, im grunde kann man das nämlich schon so sehen, wie du es beschreibst. Also als "untere Schicht der Huthaut / des Hutfilzes". Nun ist es allerdings so, daß diese (oft sehr dünne) Schicht aus verdichteten Hyphen zwischen Filz und Hutfleisch sich in ihrer Färbung +/- analog zum Hutfilz darüber verhält. Ist der Hutfilz also sehr hell oder sogar weiß, ist an den Stellen diese Trennschicht im Schnitt kaum wahrnehmbar. Bei versicolor (und ochracea!) ist trotzdem eine Schicht aus strukturell anderen Hyphen vorhanden (anders zB Trametes pubescens), nur makroskopisch nicht erkennbar weil gleichfarbig mit dem Hutfleisch.


    Wenn du dein Schnittbild anguckst, und vor allem den Bereich nahe dem Hutrand beobachtest, wo die eine, dunkle, scharf abgegrenzte Zone verläuft, da sieht man diese Trennschicht auch im Schnittbild ziemlich deutlich. Das ist vielleicht der entscheidende Punkt: Es ist in den meisten Fällen nicht konstant innerhalb von einem Fruchtkörper ausgeprägt, sondern diese "Schicht / Linie" wird nur stellenweise im Schnittbild wirklich sichtbar. Bei einer reinen Albinoform kann die Schicht auch im gesamten fruchtkörper nicht erkennbar sein.



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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