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Fund an einen Radweg bei einen Bergahorn

  • Hi,

    Ich hab in Zuge einer Bruch und Standsicherheitskontrolle einen Pilz an einem alten Bergahorn endeckt.
    Nun stellt sich die Frage was für einen Pilz ich hier gefunden hab.

    Wurzelstock eines Bergahorns, von einen Alleebestand.
    Funzeitpunkt 25. November

    Mit freundlichen Grüßen
    Till

  • Hallo Till,


    wuchs der Pilz denn tatsächlich am Baum, oder wuchs der in der Erde?


    Mich erinnert er mit den schokoladenbraunen freien Lamellen an einen der Champignons. Der hätte allerdings nicht wirklich etwas mit dem Baum zu tun und wäre in der Erde gewachsen.


    Beste Grüße

    Sabine

  • MoinMoin!


    Sind die Lamellen denn tatsächlich frei? Nach dem Bild könnten die auch breit angeheftet und dann beim Aufschirmen leicht vom Stiel abgelöst sein. Bei Champis ist das gerade bei so alten fruchtkörpern normalerweise noch wesentlich deutlicher ausgeprägt mit den freien Lamellen.

    Vorstellen könnte ich mir hier eine der Psathyrella - Arten mit kräftigen, fleischigen Fruchtkörpern, die inzwischen in der eigenen Gattung "Homophron" geführt werden müssten.

    Also entweder Homophron cernuum oder Homophron spadiceum (und da habe ich leider keine deutschen Namen im Kopf) - wobei ich nur spadiceum aus eigenen Funden kenne, der sieht allerdings schon sehr ähnlich aus und passt auch von der Wuchsweise (meistens büschelig, seltener aber auch Einzelfruchtkörper am Stammfuß alter, teils noch lebendiger Bäume).



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,

    Sind die Lamellen denn tatsächlich frei? Nach dem Bild könnten die auch breit angeheftet und dann beim Aufschirmen leicht vom Stiel abgelöst sein. Bei Champis ist das gerade bei so alten fruchtkörpern normalerweise noch wesentlich deutlicher ausgeprägt mit den freien Lamellen.

    Hmm, gute Frage. Ich hatte mir das zweite Bild aufgerufen und rangezoomt, und hätte erwartet, dass bei ehemals angehefteten Lamellen am Stiel etwas zu entdecken wäre in Form von Graten/Rillen o.ä., wenn die Lamellen nicht frei wären, sondern losgerissen.


    Aber wenn du das schon so gesehen hast bei gelösten ehemals angehefteten Lamellen, beharre ich nicht auf dem "frei".


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo, Sabine!


    In der Tat habe ich versucht, es auch aus diesem Bild herauszupuzzeln. Und bin zu dem Schluss gekommen, es nicht wirklich einwandfrei erkennen zu können. Das ist eben immer einfacher, wenn man den Pilz direkt in der Hand hat. So etwas, wie von dir beschrieben (irgendeinen "Abdruck" an der Stielspitze, wie ja auch bei Wulstlingen oft erkennbar) sehe ich aber eben auch nicht wirklich, meine nur, daß die Lamellen da etwas zu eng am Stiel stehen, also enger als das bei voll aufgeschirmten Champis sonst der Fall ist. Sicherlich habe ich auch schon vom Stiel ablösende Lamellen ohne erkennbaren Abdruck gesehen, aber das auf Bildern zu beurteilen, traue ich mir nicht zu.
    Die Idee mit dem Faserling sollte auch nur ein Hinweis sein, in welche Richtung man auch denken könnte.



    LG; pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo

    Also ich weiss zwar nicht in welche Richtung dein Fund geht, aber was ich weiss das Lilatausendblatt ist es nicht. Dieser würde ja weiss aussporen und das kann ich mir bei deinem nicht vorstellen.

    Mein Tipp zu deinem Fund - > Richtung Agaricus.


    LG Andy

  • Servus beinand,


    ich hatte mich zurückgehalten, weil der Pilz abgerissen wurde, die Stielbasis fehlt, keine saubere Beschreibung dabei ist und alles so nur Herumgerate ist. Ich kann mehr ausschließen als positiv tippen...


    Agaricus kann es m.E. nicht sein. Die Lamellen sind sehr rotbraun und an freie Lamellen glaube ich nicht. Dafür wäre ein Querschnitt durch den Fruchtkörper (und dabei durch die Hutmitte) nötig, um die Anwuchsweise von der Seite zu sehen. Hier wurde nur quer was vom Hut abgeschnitten, was nichts bringt. Ich sehe auch kaum/keine Velumspuren am Stiel.


    Hebelome / Fälbling passt m.E. auch nicht. Da gibt es zwar Arten mit rotbraunen Lamellen bzw. rotbraunem Sporenpulver, aber die Kombination Hutfarbe, heller, glatter Stiel, etwas glänzend - das passt nicht. Ahorn bildet auch keine Ektomykorrhiza.


    Das Tausendblatt (Baeospora myridophylla) kann es - wie schon geschrieben wurde - überhaupt nicht sein. Weißes Sporenpulver, viel kleinere, zarte Fruchtkörper, an Nadelholz und helle, cremefarben-violettliche Lamellen... da passt gar nichts zusammen.


    Ich würde auch bei Psythyrella im weiteren Sinn suchen, so z. B. bei Homophron (was auch schon erwähnt wurde). Ich sehe aber den Hut nur auf einem "Fernbild", unscharf, im Hintergrund. Sonst nur Handschuhe und Teilansichten von unten - ohne weitere Informationen... bei einem Braunsporer... daher (sorry) der Mühe nicht wert, da unlösbar (es sei denn, jemand kennt zufällig genau diese Art und es reichen dann die einzelnen Puzzlestücke). Ich kenne mich mit Psathyrella s.l. nicht gut aus, daher passe ich.


    Liebe Grüße,

    Christoph

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