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Hainbuchentäubling (RUSSULA CARPINI)geändert auf Weißstieliger Ledertäubling-RUSSULA ROMELLII richtig liege?

  • Hallo liebe Pilzfreunde

    Ich möchte gerne wissen, ob ich mit dem

    Hainbuchentäubling (RUSSULA CARPINI (Weißstieliger Ledertäubling-RUSSULA ROMELLII) richtig liege?


    Fundort: ca. 500 müM Mischwald: Buchen und Weisstanne
    Wuchsform:
    einzeln, gesellig
    Hutform:
    konvex, abgeflacht, vertieft, Oberfläche glatt, matt
    Huthaut-Konsistenz: klebrig, glänzend
    Huthaut-Farbe:
    creme, bräunlich bis weinrot
    Huthaut-Abziehbarkeit: 1/3 abziehbar
    Fleischfarbe unter Huthaut: weiss
    Hut-Fraßstellen-Rand-Verfärbung: keine
    Hutrand:
    leicht gerieft
    Lamellen:
    orangecreme, Y-Gabeln, Zwischenlamellen, Querlamellen
    Lamellensprödigkeit: brüchig
    Lamellenschneiden:
    normal
    Lamellen-Stielübergang:
    angewachsen
    Stiel:
    weiß, mit braunen Flecken, Längsstreifen, wattig, zusammendrückbar
    Stielbasis:
    bräunlich, leicht keulig,
    Fleisch:
    weiß,
    Größe: Hutdurchmesser
    6-10cm; Stiellänge 5-7cm, Stieldurchmesser ca. 10-15mm
    Sporenpulverfarbe:
    IVb - IVc Tabelle Frau Marxmüller

    Geruch: neutral,

    Geschmack: mild

    Reaktion Stielcortex mit Eisensulfat: positiv

    Reaktion Stielcortex mit Guajak: positiv

    Reaktion Stielcortex mit Penol: negativ bis schwach



    Vielen Dank für die Antwort schon im Voraus.


    LG Hubi






  • Hallo Hubi

    Sehr schön Dokumentiert.

    Was mir beim Hainbuchtäubling immer auffällt ist der Stiel sehr wattig und hohl, und sehr fragile.

    Mal schaue was unseren Experten dazu meinen......

    Bei der Chemie Anwendung, die einen sagen auf der Hutseite testen die anderen am Stiel.

    Wichtig ist auch wie schnell die Reaktion der Reagenzien reagieren.

    Auf jedenfall kein R. vesca weil SPP Dottergelb.

    LG Andy

  • Hallo Hubi,


    An einem Hainbuchen-Täubling Russula carpini mag ich hier nicht glauben.
    Was mich stört:


    - Habitus zu kräftig
    - keinerlei Gilben des Fleisches (nächster Tag?)
    - und vor allem keine Hainbuchen von dir als Baumpartner genannt. (Anmerkung Buche ist nicht mit Hainbuche verwandt)

    Hier mal ein Vergleich:
    Russula carpini


    Aber mit deiner Dokumentation stimmt die Sektion höchstwahrscheinlich: Ledertäublinge. Das sind milde, Ockersporer und eben meist recht kräftig im Wuchs. Da Eisen(II) nicht graugrün ausfällt kann man auch die ähnlich gebauten Heringstäublinge ausschließen. Da Phenol negativ ausfällt, wie wär's denn mit Russula romellii?

    Tipp zur Methodik:
    Die Chemikalien werden auf der Stielrinde und ggf. auf en Lamellen aufgetragen. Nicht im Stielfleisch. Du schreibst ja auch "Cortex" also Stielrinde :wink:.
    Bei Guajak ist die Zeit bis zum Farbumschlag ausschlaggebend. Das Blau stellt sich immer ein, nur ob sofort, nach 3, 10 Sekunden oder Miuten ist wichtig.

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hallo Andy und Thiemo


    Danke für die Tipps Einschätzungen


    Mein Gedanke war, dass die Hainbuche auch zur Verwandtschaft der Buchen gehört.


    Russula romellii hatte ich auch kurz auf dem Schirm, aber wegen den gilbenden Lamellen auf Bild 5 entschied ich mich für capini. Mir fehlen vor allem noch die optischen Funderfahrungen von den Täublingen.


    Ich war heute nochmals am Fundort und habe das Habidat genauer beobachtet. Es war eher feucht und an einem Südhang, vor allem in der nächsten Umgebung von Buchen und Weisstannen, nirgends eine Hainbuche. Das passt tatsächliche viel besser zu Russula ramellii.


    Danke für den Tipp zur Methodik, da habe ich wieder etwas dazugelernt.


    LG Hubi

  • Hallo Hubi,

    meine Idee zu deinem Pilz ist der "Kurti", also Russula curtipes (Kurzstieliger Ledertäubling).

    Was Thiemo oben schrieb: ohne Hainbuche kein Hainbuchentäubling, mag ich unterstützen. Dagegen passt R. curtipes perfekt in das von dir angegebene Habitat.

    R. curtipes und R. carpini sind sich optisch durchaus sehr ähnlich, so dass man die beiden leicht verwechseln kann. Also wie gesagt: Baumpartner checken.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo StephanW


    Nach meinem Dafürhalten ist der Stiel bei Russula romellii weisser, keulliger.

    Und beim Russula curtipes soll er ockergelb sein, die Huthaut soll auch nur wenig abziehbar sei und die Basis eher verjüngt.

    Somit würde ich bei Russula romellii bleiben


    LG Hubi

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  • Hubi

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