Hallo, Besucher der Thread wurde 537 mal aufgerufen und enthält 13 Antworten

Pilz ohne Lamellen oder Röhren

  • Habe heute diese Pilze (Geschmacksprobe: milder Geschmack) gefunden (Nähe Meran, Fichtenwald) und habe keine Ahnung, was das für ein Pilz ist.

    Er hat auf der Unterseite keine (erkennbaren) Röhren, Unterseite ist glatt und weiß, beim Schnitt keine Verfärbung

    Kappe ist braun.

    Kann mit jemand helfen?

  • Hallo Chri54, der ganz oben rechts scheint noch intakt, schau mal, ob Du nicht "Stacheln" entdeckst (Lupe ist hilfreich). Ich schliesse mich gelBlau an mit dem Semmelstoppelpilz. Aber nicht essen, gäl:wink:l, erst wenn es ganz, ganz sicher ist. Gruss, Miesmuschel

  • Ich fahre morgen aus dem Urlaub nach Hause und werde mir die Pilze dann mit der Lupe anschauen.

    Es ist faszinierend, wie wenig Schneckenfraß es hier in Südtirol auf etwa 2000 m gibt, alte Pilze (Kuhröhrlinge, Goldröhrlinge) sind noch völlig intakt und kippen ausgetrocknet um.

  • Morgen!


    Semmelporlinge bilden große, klumpige, dickfleischige und stark ineinander verwachsene Fruchtkörper. Die sind anfangs auch rein weiß, entwickeln erst nach und nach ihre orangeockerlichen Farben (aber heller als hier) und das auch weitgehend nur auf der Hutoberseite.
    Das hier sollte einer der Schafporlinge sein, so satt (unud rasch) rotbraun verfärbend wie hier wäre Albatrellus subrubescens naheliegend. Die Arten um Albatrellus confluens, ovinus, citrinus und subrubescens sind allerdings nicht einfach auseinander zu halten, ein paar weiterführende Beobachtungen wären sinnvoll, wie zB ein Test, ob die Sporen amyloid sind und ob der Pilz im Kontext (Fleisch) Schnallen bildet oder nicht...



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo zusammen,

    ich tendiere hier eher zum Schafporling als zum Semmelporling, da der Farbton des Pilzes rosa und nicht orange ist. Eine Geschmacksprobe würde beim Semmelporling leichte Bitterkeit, beim Schafporling dagegen Milde ergeben. Ob ein Test auf Amyloidität oder auf Vorhandensein von Schnallen hier wirklich durchgeführt werden kann...? Meinen Erfahrungen nach wachsen in Kollektionen weißhütige, grauhütige und rosahütige Schafporlinge durcheinander, und spätestens beim Erhitzen in der Pfanne gilbt jeder Schafporling.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Nachdem ich heute die Pilze gebraten habe, kann ich auflösen.

    Es waren sowohl Schafporlinge (ersten 2 Fotos) und Semmelporlinge (3tes Foto). Die Pilze standen direkt nebeneinander. Probiert hatte ich nur den Schafporling

    Herzlichen Dank an alle.

    Chri54

  • Nachdem ich heute die Pilze gebraten habe, kann ich auflösen.

    Es waren sowohl Schafporlinge (ersten 2 Fotos) und Semmelporlinge (3tes Foto). Die Pilze standen direkt nebeneinander. Probiert hatte ich nur den Schafporling

    Herzlichen Dank an alle.

    Chri54

    Hallo Chri54

    Das verstehe ich nun nicht ganz, wahr das ein Rätsel?

    Hast du Mikrobilder oder anhand kannst du das nun belegen?

    BG Andy

  • Hallo Chri54,

    die Pilze auf Foto Nr. 3 sind auch Schafporlinge, denn sie sind ebenfalls rosa.

    Hast du die Pilze eigentlich deshalb gegessen, weil irgendwelche dir unbekannten Leute eine Ferndiagnose abgegeben haben?:hmmm: Vielleicht hilft es zu wissen, dass hier nach Anmeldung jeder Dahergelaufene was reinschreiben kann und dass es manchmal Stunden oder Tage dauern kann, bis zweifelhafte Aussagen kommentiert sind.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Servus!


    Auch bei älteren Semmelporlingen ist das Farbspektrum etwas anders, und die verfärben auch nicht so extrem. Zudem ist der Habitus noch etwas anders.

    So in ganz frisch und jung:





    So in älter:





    Die Mikros nur der Vollständigkeit halber, mit etwas Erfahrung sollten die auch makroskopisch schon trennbar sein.
    Mir fehlt die Erfahrung noch, ich muss also zur Bestimmung durch die Linsen gucken.

    Aber vergleicht mal den Habitus, die Hutfarben (orangeocker vs. rotbraun) und das Verfärbungsverhalten bei Verletzung der Fruchtkörper.


    PS.: Die Amyloidität der Sporen ist schon makroskopisch zu beobachten - dazu braucht man aber einen ordentlichen Sporenabwurf auf einem Glasplättchen oder Keramikteller oder einer vergleichbaren, nicht mit Melzer reagierenden Unterlage.



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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