Hallo, Besucher der Thread wurde 297 mal aufgerufen und enthält 6 Antworten

Zwei Kandidaten

  • Im überwiegend Buchenwald fand ich heute diese zwei Kandidaten:


    Zum einen vermute ich ich den Wurzelnder Schleimrübling. Da ich diesen aber stehen ließ, konnte ich die wurzelartige Verlängerung nicht prüfen. Ich hoffe die Fotos reichen für eine Einschätzung. Keine Geschmacks- und Geruchsprobe genommen. In einem der Bücher las ich, dass der Hut essbar, allerdings geringwertig ist. Hat da jemand Erfahrungen, ob der sich lohnt?


    Den anderen Fund schreibe ich den Ritterlingen zu. Was genau zeichnet Ritterlingen aus oder grenzt diese ab? Ich unterstelle mir, es sei der schärfliche Ritterling. Geruch war unauffällig. Keine Geschmacksprobe genommen.


    Grüße Pilziwald

  • Hallo Pilziwald,


    der Schleimrübling sollte passen. Beim Ritterling wäre eine Kostprobe sinnvoll gewesen, der schärfliche wird nach sehr kurzer Zeit sehr scharf.


    Ich zitiere mal aus dem Gattungs-Schnellkurs von Wolfgang: Pilz - Gattungen Schnellkurs (Gruppeneinteilung der Pilze - Schwammerl)

    Herzliche Grüße aus Regen

    Frank

  • >1

    In einem der Bücher las ich, dass der Hut essbar, allerdings geringwertig ist. Hat da jemand Erfahrungen, ob der sich lohnt?

    >2

    Was genau zeichnet Ritterlingen aus oder grenzt diese ab?

    Hallo Pilziwald,

    zwei gute Fragen.

    Zu >1

    Der Hut ist essbar, der Stiel freilich nicht. In der Pfanne in heißem Öl gebraten hat der Pilz bei mir mehr Geschmackspunkte als die meisten Röhrlinge, also wenn man den mal in großen Mengen findet, kann man das schon wagen. Bitte immer genau in die Lamellen reinschauen, da sitzen oft gelbe Maden drin.

    Zu >2

    Ritterlinge sind negativ definiert, als Gattung innerhalb der Ritterlingsartigen, die keine mikroskopischen Besonderheiten haben, also inamyloide, acyanophile, nicht ornamentierte Sporen, keine siderophile Granulation, keine Lamellenzystiden... Und dazu weißes Sporenpulver. Dagegen können Ritterlinge durchaus Velum haben, es gibt ein paar beringte oder gestiefelte Ritterlinge.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

    Einmal editiert, zuletzt von StephanW ()

  • Hallo Pilziwald,

    Ritterlinge sind Mykorrhizapilze sie wachsen immer auf Erde und in Nähe ihrer Austauschpartner der Bäume. Von der Größe sind sie mittelgroß bis groß und relativ dickfleischig. Das Fruchtfleisch ist fest aber faserig brüchig. Der Lamellenansatz ist meist ausgebuchtet angewachsen, nennt man auch Burggraben, seltener herablaufend oder breit angewachsen und haben weißes Sporenpulver. Sie können bestimmte Gerüche haben und Geschmack diese sind wichtig für die Bestimmung. Vorkommen tun sie in der Regel später im Jahr bis in den Frühwinter hinein. Mit den Ritterlingen muß ich mich auch noch befassen, da habe ich auch noch nicht viel Erfahrung.


    Liebe Grüße Annerose

  • Hallo Pilziwald,

    für mitteleuropäische Speisepilzsammler haben die echten Ritterlinge (Tricholoma) eigentlich keine Bedeutung. Der geschmacklich beste unter ihnen, der Grünling, ist in den letzten Jahren stark in Verruf gekommen, da es wohl mit seiner Beteiligung zu etlichen Todesfällen kam, weshalb vom Verzehr abgeraten wird.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Geschmacklich hervorragend finde ich auch den Schwarzfasrigen, zudem noch relativ leicht zu bestimmen.

    Schwarzfaseriger Ritterling, Schneeritterling, Ru゚kopf (TRICHOLOMA PORTENTOSUM)


    Herzliche Grüße aus Regen

    Frank

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