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Schleimkopf, Klumpfuß? Das sieht alles ähnlich aus

  • Hallo,


    ich möchte mich genauer mit den mir unbekannten Pilzen beschäftigen um mein Wissen zu erweitern.


    Heute bin ich über eine größere Ansammlung dieser braunen Kameraden gestolpert, sie wachsen auf einer Weise direkt am Gehweg.


    Sie wirken recht frisch, aber ich kann ihn mittels Pilzsuche nicht eindeutig bestimmen.

    Für mich wäre der Erdigrichende Schleimkopf in die nähere Auswahl gefallen, aber einen deutlich erdigen Geruch nehme ich nicht wahr - er riecht angenehm pilzig.


    Es könnte sich evtl. auch um einen Risspilz oder ein Samthäubchen handeln oder irre ich da?


    Vielleicht habt ihr ja eine Idee?


    Gruß,

    Maik

  • Hallo Bowgen,

    Schleimköpfe und Klumpfüße zählen beide zu den Cortinarien und haben beide schmierige bis schleimige Hüte und trockene Stiele. Schleimköpfe nennt man diejenigen, bei denen die Stielbasis nur verdickt bzw. keulig ist, Klumpfüße dagegen solche mit sich abrupt verbreiternder Stielbasis in Knollenform. Das hier wäre demzufolge, falls Cortinarius, ein Schleimkopf. Risspilz oder Samthäubchen kommt nicht in Frage, dagegen kann man eine Fälblingsart (Gattung Hebeloma) nicht ganz ausschließen, da würde ich gern mal den oberen Stielbereich sehen.

    Solche Pilze sind nur schwer zu bestimmen, rein per Foto geht das in vielen Fällen nicht. Hier sollte man mMn mal einen KOH-Test im Fleisch machen, ob da vielleicht etwas gelb wird. Der Erdigriechende Schleimkopf scheint es in der Tat nicht zu sein, aber möglicherweise etwas nah Verwandtes.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Stephan,


    danke für deine Rückmeldung.

    Etwas schmierig oder schleimiges ist mir am Hut nicht aufgefallen, er hat nur leicht am Papier geklebt, was ich aber für üblich halte.

    Der Klumpfuß kann es also wegen der Stielbasis nicht sein.

    Fälblinge hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm; er sieht dem Kakaofälbling doch sehr ähnlich. Einen derartigen Geruch habe ich allerdings nicht wahr genommen.


    Zumindest kann ich jetzt sagen, dass es wohl keine genießbare Variante mit diesen Eigenschaften sein kann :-)


    Er ist inzwischen schon recht vertrocknet, aber zwei Fotos wollte ich noch nachreichen: Sporenfarbe und Stielansatz.


    Gruß,

    Maik

  • Hallo Maik,

    Etwas schmierig oder schleimiges ist mir am Hut nicht aufgefallen, er hat nur leicht am Papier geklebt, was ich aber für üblich halte.

    Die Klumpfüße/Schleimköpfe sind idR nur bei feuchtem Wetter/Regen schleimig. Wenn der Hut trocknet, fühlen sie sich klebrig an, oder manchmal noch nicht mal das. Manchmal glänzt der eingetrocknete Schleim etwas (ähnlich wie eingetrockneter Schneckenschleim), das glaube ich auf deinem ersten Foto zu sehen, aber das ist rein nach Foto natürlich schwer zu beurteilen.


    Ähnliches gilt für den Stiel der Schleimfüße.


    Meistens kann man das Schleimige durch Befeuchten reaktivieren.


    Beste Grüße

    Sabine

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