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Breitblättriger Weißtäubling (RUSSULA DELICA s.I )

  • Hallo Liebe Pilzfreunde

      

    Ich möchte gerne wissen, ob ich mit dem Breitblättriger Weißtäubling (RUSSULA DELICA) richtig liege?


    Fundort: Mischwald, an einer Lichtung, bei einem Holzstapel

    Begleitbäume: Fichten, Buchen

    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    halbkugelig, ausgebreitet, im Zentrum vertieft, ziemlich fest
    Huthaut- Konsistenz: matt
    Huthaut-Farbe:
    weisslich, schmutzig, ockerfarbig

    Huthaut-Abziehbarkeit: kaum abziehbar

    Fleischfarbe unter Huthaut: weiss
    Hut-Frassstellen-Rand-Verfärbung: keine
    Hutrand
    : eingerollt
    Lamellen:
    weiss, cremefarben, gegabelt, Zwischenlamellen
    Lamellensprödigkeit: brüchig
    Lamellenschneiden:
    glatt
    Lamellen-Stielübergang: leicht herablaufend angewachsen
    Stiel:
    zylindrisch, weiss, braunfleckig bei Berührung, längsaderig, wattig, fest, leicht blaugrün bei dem Übergang zu den Lamellen
    Stielbasis:
    ist in der Erde geblieben
    Fleisch:
    weiß,
    Größe: Hutdurchmesser
    10cm; Stiellänge 4cm, Stieldurchmesser ca. 20mm
    Sporenpulverfarbe:
    Ia - Ib Tabelle Fr. Marxmüller

    Geruch: unangenehm

    Geschmack: Lamellen scharf

    Reaktion Stielcortex mit Eisensulfat: nach 30sec orangerosa

    Reaktion Stielcortex mit Guajak: nach 5sec dunkelblau


    Reaktion Stielcortex mit Eisensulfat: nach 30sec orangerosa

    Reaktion Stielcortex mit Guajak: nach 5sec dunkelblau

    Es könnten noch andere in Frage kommen:

    Schmalblättriger Weißtäubling (RUSSULA CHLOROIDES)

    Gelbblättriger Weißtäubling (RUSSULA PALLIDOSPORA)


    Vielen Dank für die Antwort schon im Voraus.



    LG Hubi

  • Hi.


    Die Weißtäublinge sind auf Artebene momentan noch unbestimmbar, aber die Richtung schaut gut aus. Wenn du schon so eine schöne Doku machst, kannst du ja gleich noch ein Exsikkat anfertigen, in der Hoffnung, dass die Arten für uns normalsterbliche wenigstens mit dem Mikroskop bestimmbar bleiben.


    LG.

  • Hi Hubi,


    das ist nix Besonderes, man könnte auch einfach sagen "trocknen". Je nach Fruchtkörpergröße, den Pilz in etwas kleinere Stückchen schneiden/zerteilen (kleine, dünne Pilze kann man im Ganzen trocknen, große wie deinen Täubling bekommt man aber nicht im Ganzen getrocknet) und dann wahlweise auf die Heizung, in den Ofen mit Löffel in der Tür und geringer Hitze oder in den Dörrautomaten so um die 40°C rum. Im Sommer reicht auch das Fensterbrett, mittlerweile dürfte das aber nicht mehr so gut gehen. Wenn man sequenzieren will, sollte man den Dörrautomaten wählen und möglichst zeitnah trocknen nach dem Pflücken.

    Danach eintüten, beschriften und einlagern, ich mache mir noch 'ne Excel-Liste zum schnelleren Auffinden.


    Dann kann man den Pilz wieder vorkramen und weiter untersuchen, wenn die Sektion bearbeitet ist.


    LG.

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