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Funde von 2021 und ihre Aufarbeitung

  • Hallo zusammen, ich habe abschliessend zum Jahr 2021 meine Bildersammlung durchstöbert und konnte die folgenden Pilzfunde nur teilweise zuordnen.


    Vielleicht kann ja jemand noch den einen oder anderen Tip für die Bestimmung geben :)


    Pilz 1 Ist vielleicht ein Schwefel-Ritterling?


    Fundzeitpunkt 29.10. Der Fundort war Mischwald, sowohl Laub als Nadebäume waren vorhanden. Der Geruch stark aber konnte ich nicht zugeordnet werden. Eine Geschmaksprobe wurde nicht gemacht.

    FK grösse / Hut ca 10- 12 cm, Lamellen mit Burggraben und gelb. Der Stiel ebenfalls geldlich. Huthaut ohne Schüppchen.







    Pilz 2 Milchling mit milder Milch


    Fundort: Mischlaubwald: Rotbuchen und Eichen. Brauner Hut und auffälliger verfärbung der Lamellen bei Berührung. Da dachte ich schon an Brätlinge?

    Aber der Geruch hätte Fischig sein sollen. Dieser war aber eher neutral und unauffällig. FK 8 -10 cm Hutbreite.






    Pilz 3 Ein Riesenschirmling vielleicht ein junger Sternschuppiger - Maccrolepiota Fuliginosa


    Fundort: Mischwald; Gruch angenehm wie beim Parasol; keine bis schwache Natterung am Stiel und abweichende Hutschuppen die ich vom Parasol gut kenne.

    Verschiebarer Ring;




    Pilz 4: Vielleicht ein schwarzhütiger Birkenpilz

    Es gab einige Abweichungen vom üblich zu findenen Birkenpilz. Der Hutfabe ist etwas dunkler und beim abschaben der Schuppen am Stiel färbte sich das Fleisch etwas gelblich.

    Die Fruchtkörper war etwas überständig.




    lg Rainer

  • Hallo

    Also so auf die schnelle, auf den ersten zwei Bilder ein Ritterling -> der Schwefelritterling erkennt man gut am stechenden Geruch.


    Die nächsten Bilder ein Milchling

    Siehe die rosaverfärbende Milch.

    Evt. Lactarius acris


    Beim nächsten bin ich bei dir.

    Macrolepiota fuliginosa


    Und beim letzten sehe ich eine Marone.

    Imleria badia


    Schöne Weihnachtszeit

    BG Andy

  • Hallo,


    ich stimme Andy in allen Punkten zu, außer:


    Der Milchling scheint mir jedoch ein anderer Korallenmilchling als Lactarius acris zu sein. Es sei den die Verfärbung kommt wirklich sofort und nicht erst nach 1-2 Minuten. Da bräuchte es aber mehr Info bzw. sogar Mikroskopie der Sporen um sich auf eine Art festzulegen. Ich würde jetzt den Rauchfarbenen Milchling Lactarius azonites vermuten.

    #4 Der Stiel ist nicht bräunlich gestreift, wie bei Maronen üblich. Das sieht schon nach einem der Rauhfußröhrlinge aus.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Ahoi!


    Der Raufuß kann nicht Leccinum melaneum sein, denn bei dem müsste die Stielrinde zumindest an der Stielbasis (nicht die Schuppen, sondern der Untergrund unter den Schuppen!) schwarz sein. Eine schwarze Hutoberfläche kann dagegen auch bei Leccinum scabrum (Gemeiner Birkenpilz) vorkommen.

    Die Kollektion hier ist allkerdings nicht bestimmbar. Bei allen Raustielröhrlingen ist ein Schnittbild (Beobachtung direkt nach Schnitt und 10-15min nach dem Schnitt) eine der Mindestvoraussetzungen für eine Einordnung.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hey Andy,


    Pilz 1: Kann man nur anhand der makroskopischen Merkmale auf Tricholoma Sulp, schliessen? Für eine Geruchszuordung ist es zu lange her :/


    Pilz 3: Milchling mit milder weisser Milch! Lactarius acris werde ich mir mal näher anschauen.

    Die Verfärbung der Lamellen hat sehr schnell eingesetzt. Das war aus meiner Sicht sehr auffällig, da ich bisher nur Milchlinge ohne verfärbung der Lamellen gefunden

    habe und in der Regel mit bitterer und/oder scharfer Milch.


    Pilz 4: Mein erster Eindruck war ein unbeklannter Röhrling, etwas überständig nun gut. Die Schuppen sind eher schon fast unauffällig, aber nicht so wie ich dies bisher

    von den Leccinum Funde kenne. Der Baumpartner ist definitiv eine Birke und der Fundeort war ein Friedhof.

  • Hey Thiemo,


    Milchling: die Verfärbung hat aus meiner Sicht sehr schnell eingesetzt, soweit ich dies noch bewerten kann. Die Bilder aus der Suchmaschine sehen sehr gut aus. Das könnte

    rein optisch passen. Der Geschmack wird aber als sehr scharf angegeben. Probiert habe ich nur die Milch, die war definitv mild.

  • Hey Pablo,


    wenn Leccinum scabrum so aussehen kann, wird es wohl so sein. Ich sehe Ihn als sehr ungewöhnlich FK, Farbe der Huthaut sehr dunkel, das Verhältnis aus Hutgrösse und Stiellänge

    die schwach ausgeprägten Schuppen am Stiel. Die Farbe der Röhrenöffnung sehr Braun, dies kenne ich bisher nur heller.


    Von Schnittbilder des Röhrlings habe ich leider aufgrund eines Missgeschickes verloren. Diese waren aber unaufällig. Nur beim abschaben der Stielrinde konnte ich eine leichte Geldverfärbung feststellen.

  • Hi,

    Probiert habe ich nur die Milch, die war definitv mild.

    Wenn die Milch mild war kannst du deinen Fund als Rauchfarbenen Milchling Lactarius azonites abspeichern. Lactarius acris, ruginosus & pterosporus scheiden schon allein deswegen aus, dass die Milch deutlich scharf geschmeckt hätte. Lactarius romagnesii sieht ganz andes aus.

    LG Thiemo

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  • Morgen!


    Bei den Raustielröhrlingen habe ich ja auch nicht gesagt, daß das Leccinum scabrum sein muss. Wobei die ungewöhnliche Porenfarbe auf mich den eindruck macht, als wäre das eine Folge von Witterungseinflüssen. Sieht aus, als hätte es da in den Tagen / Nächten vor dem Auffinden mal recht knackige Tiefsttemperaturen gehabt. So an die oder knapp unter null bodennah. Sollte die Porenfarbe aber physiologisch so sein wie auf dem Bild zu sehen, dann würde der in eine ganz andere Sektion gehören - in dem Fall wäre aber das Schnittbild nicht "unauffällig" gewesen, sondern hätte spätestens nach 10 Minuten recht deutliche Verfärbungen in irgendeiner Weise irgendwo gezeigt.


    Die Schwefelritterlinge sind in dem Fall schon nach dem Aussehen der Fruchtkörper gut bestimmbar. Das passt schon, auch ohne Kenntnis des Geruches.



    LG; Pablo.

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  • Hallo zusammen,


    hab das eben nur schnell überflogen und denk mir, wow, das sind aber schöne Hasenröhrlinge. Die Röhren zwar etwas dunkler, aber hab ich auch schon gesehen wenn sie älter waren.

    Erst danach lese ich das da die Meinungen total auseinander gehen.


    Ich bleib mal dabei, würde mich interessieren.


    Herzliche Grüße aus Regen

    Frank

  • Hallo Frank,


    der Hasenröhring hätte aber im Schnittbild eine Kammerung gezeigt, diese wäre mir sofort aufgefallen. Des weiteren sehe ich für meinen Fund schwarze Schuppen, wenn auch nur im unteren Stielbereich, auf einen sehr braunen Stiel. Damit wären wir wieder bei der Gattung Leccinum. Irgendwie passen die in keine Schublade.

    Vielleicht ist es ja eine neue Art ^^


    Wenn Sie im nächsten Jahr wieder erscheinen gibt es hier ein Update mit Schnittbildern!

  • Hallo magicman,


    das mit der Kammerung ist mir schon klar, aber weder steht dazu etwas im Beitrag noch sieht man ein Schnittbild.

    Wie gesagt, das waren einfach nur meine Gedanken beim überfliegen der Bilder.


    Herzliche Grüße aus Regen

    Frank

  • Hallo, Rainer!


    So wie das aussieht, spricht das noch eine Nuance mehr für ganz normale Birkenpilze (Leccinum scabrum).

    Allerdings fehlt beim Schnittbild etwas Entscheidendes: Die Stielbasis. Die gehört immer mit dazu, es gibt einige andere Birkenpilze, die dort im Schnitt nach einer Weile (~10min) blaue Flecken entwickeln.



    Lg; Pablo.

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