Hallo, Besucher der Thread wurde 714 mal aufgerufen und enthält 4 Antworten

grüne Erdsterne

  • Hallihallo!


    Hey, hier bei Euch gibt es eine Menge zu lernen. Toll! Da hab ich mich heute mal in diesem Forum angemeldet, freue mich auf freundlichen Austausch, und viel neues Wissen! :cool:


    Folgende erste Frage: Am vergangenen Sonntag 23.1.2022 fanden wir Erdsterne! Vermutlich Geastrum fimbriatum, Bewimperter Erdstern? Sehr gern dürft Ihr mich berichtigen. Aber warum sind einige der Sporenkugeln grünlich bis grün? Handelt es sich hier um einen sekundären Algenbewuchs, oder grünen diese Erdsterne im Älterwerden teilweise "von sich aus"? :/ Für das Foto bin ich am Folgetag extra noch einmal dort hingereist, und hab die Allergrünsten ausgesucht und abgelichtet:





    Standort:

    Deutschland, Uckermark, mit Mooren durchsetzte Sanderfläche unweit der zum Sander gehörigen Endmoräne

    vielgestaltiger Mischwald mit Buchen, Hainbuchen, Eichen, Fichten, Kiefern, Birken, ..., welcher alle 100...200 Meter seinen Charakter ändert

    Die geschätzt 50+ Fruchtkörper stehen in einem weniger als 1m breiten und nur wenige Meter langen Streifen sozusagen als "Hotspot" oder besser "Hotstrip" ^^ neben einer Gruppe Fichten direkt entlang eines vor Jahrzehnten geschotterten Waldwegs (Kalk-Eintrag?). Aus der Ballung im Hotspot ergibt sich eine weitere Frage: Kann es sein, dass 50+ Erdstern-Fruchtkörper einem Myzel entspringen, also genau genommen ein Pilz sind? :/



    Grüße in die Runde vom Uckermark_Biber!

  • MoinMoin!


    Genau, diese grüne Färbung kommt durch Algenbesiedelung zustande. Auf solchen alten, verwitternden Fruchtkörpern kann sich so einiges an Leben ansammeln. :thumbup:

    So wie ich das einschätze (Buchenblatt als Maßstab?) sind die Erdsterne recht groß, und ums Persitom herum zeichnet sich ein deutlicher Hof ab, so daß ich da eher von Geastrum triplex (Halskrausenerdstern) ausgehen würde.



    LG; pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo!


    Vielen Dank für Deine Antwort! Ein Lerneffekt aus der Sache ist, dass Halskrausen-Erdsterne auch so ein "bewimpertes" Peristom haben. Na dann bin ich jetzt schon auf Oktober gespannt um zu sehen, ob die Halskrausen-Erdsterne dann eine Halskrause tragen werden.


    Grüße und nochmal Danke!

    der Uckermark_Biber

  • Moin!


    Es gibt eine ganze Menge von Erdsternen (Geastrum) mit gewimpertem Peristom. Die andere Gruppe sind die mit dem gefurchten / gefalteten Peristom.

    Die "Halskrause" bei Halskrausenerdsternen ist nur in einem bestimmten Entwicklungsstadium ausgeprägt. Wenn zu jung, ist die Exoperidie noch nicht entsprechend eingerissen, wenn zu alt ist die obere Schicht (so wie bei deinem Fund) verwittert und dadurch auch keine Halskrause mehr erkennbar.

    Relevant in diesem Fall ist die Größe (G. triplex ist eine der größten Erdsternarten), die ungestielte Endoperidie und eben der hier gut strukturell erkennbare Hof um das Peristom herum.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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