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Pilze auf Eichenbalken

  • Hallo MIC,


    ich selber kann dir hierbei leider nicht helfen.

    Den Hausschwamm kenne ich persönlich gar nicht.

    Aber es gibt auch hier um Forum Leute mit sehr viel Sachkenntnis in puncto Pilze, die auch den Hausschwamm vermutlich schon gesehen haben..

    Aber auch sie können aus der Ferne nur helfen, wenn du möglichst umfassend Angaben machst und gute Bilder zeigst.

    Z.B. ist das Ding feucht oder trocken, fest oder weich, wie fest, kompakt oder luftig, etc...


    Ich würde versuchen Bilder zu zeigen, die den vermeintlichen Pilz größer zeigen, möglichst in guten (Tages)Licht, und eventuell einen Schnitt durch den Fruchtkörper.

    Vielleicht kannst du ja einen Fruchtkörper vorsichtig vom Gebälk entfernen und bei Tageslicht besser und größer ablichten?


    Auf dem ersten Bild sehe ich beige Knubbel und weiße spinnwebartige Dinge, wenn es dir um diese geht und du drankommst, mach doch mal einen davon ab und nimm ihn vorsichtig mit zum fotografieren.

    Auf dem zweiten Bild (mit den dunklen Flecken) ist für mich leider kaum etwas zu erkennen. Was man sieht, wirkt allerdings nicht vertrauenerweckend. Ich glaube aber neben den braunen Flecken auch großflächig grau-grünen Schimmel am Holz zu sehen, könnte das sein?


    LG, Martin

  • Hallo MIC,

    die warzigen orangenen Gnubbel auf dem ersten Foto erinnern mich durchaus an den Hausschwamm (Serpula). Wie auch immer, der gezeigte Balken ist augenscheinlich marode und nicht mehr tragsicher und sollte dringend erneuert werden. Zuvor muss die Feuchtigkeitszufuhr unterbrochen werden, was heißen kann, dass das gesamte Dach saniert werden muss.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Spannender Tip. Nun müsste man nur noch mehr Detailfotos von der Seite erhalten.

    Martin hat das gut beschrieben, was dazu notwendig wäre ...... BG Andy

  • MoinMoin!


    Mir erscheint die Myxo - Hypothese am sinnvollsten.
    Ein Hausschwamm (Serpula lacrymans) oder ein Kellerschwamm (Coniophora spec.) ist das nicht, die hätten jeweils ganz andere Strukturen und bilden Fruchtkörper, die im Vergleich zu diesen kleinen Erscheinungen erheblich größer wären.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo, ich danke euch erst einmal herzlich für die Informationen und die Mühe. Ich hatte bisher nur diese Bilder, in der Eile ging leider nichts mehr.


    Ja, es geht mir um beide Pilze, den "Knubbel", sowie den "braunen" Pilz, der mir weniger am Balken gefällt..

    KaMaMa (Martin), CH-Andy (Andy): Ich versuche nächste Woche mal bessere Bilder zu machen mit mehr Licht, größer und Fruchtkörperschnitt. Ich schaue dann wie die Konsistenz des Pilzes ist. Ich denke auch, dass das weißer Schimmel (evtl. auch der grau-grüne) ist, der den anderen Pilz bzw. die anderen Pilze und Kleinsttiere überzieht.


    Gelbfieber und Beorn (Pablo)... ja, Arcyria obvelata hatte ich beim "gelben Knubbel" auch mal u.a. in Verdacht, aber jetzt wo Ihr es auch noch einmal sagt, erscheint mir das Ganze noch wahrscheinlicher. Diese Schleimpilze wachsen jedoch (eher)auf Nadelholz, wenn ich mich nicht irre, nicht auf Eiche, wobei auch noch Fremdholz am Balken verbaut wurde...


    StephanW Der gezeigte Balken ist tatsächlich marode und sicher nicht mehr tragsicher, die Feuchtigkeitszufuhr soll unterbrochen werden, und die Dachhaut soll saniert werden.


    Beorn (Pablo): Meinst Du das "braune Ding" ist kein Kellerschwamm (Coniophora spec), schließt Du das definitiv aus? Ich werde natürlich noch bessere Bilder bringen müssen. Der Balken ist in der Mitte von Ihnen schon durch, fast wie Butter gewesen. Ich dachte daher an der Kellerschwamm, aufgrund der Schadenssituation: Der Balken hat vermutlich durch das Wasser eine recht hohe Holzfeuchte, er ist eher gut durchlüftet, darüberhinaus ist der Pilz an der Unterseite des Balkens zu sehen. Was dagegen spricht, ist wohl die durchgehend eher dunklere Farbe, statt beige, und der fehlende weiße Rand. Viel Sporenpulver habe ich keines entdecken können, was wohl gegen den Hausschwamm spricht? Welche eichenzerstörenden Pilze kämen sonst in Frage?


    BG

    MIC

  • Hallo, MIC.


    Was ist denn auf den Bildern "das Braune Ding?"
    Das Astloch?
    Bei genauem Hinsehen ist da schon noch ein dünner Rindenpilz, der mehr oder weniger den gesamten Balken überzieht. Mit viel Phantasie kann das eventuell Coniophora arida sein - ist aebr unwahrscheinlich. Viel eher käme irgendwas aus der Ecke Hyphoderma oder Xylodon / Hyphodontia s.l. in Frage.
    Ohne mikroskopische Eckdaten sind solche Rindenpilze nicht bestimmbar.

    Der Schleimpilz (die ockergelben Dingerchen) interessiert sich eher nicht für das Holz. Der dürfte sich eher von den Fruchtkörpern anderer Pilze ernährt haben.
    Das Einzige auf deinen Bildern, was man eventuell mit einem Hausschwamm (Serpula lacrymans) in verbindung bringen könnte, wäre der Mycel- / Rhizomorphenplacken auf dem zweiten Bild rechts oben. Aber auch das ist nicht allzu wahrscheinlich, weil es ungefähr 1001 andere (und erheblich häufigere) Pilzarten gibt, die solche Mycelaggregationen bilden können. Aber auch das ist nicht wirklich bestimmbar - in dem Stadium allenfalls genetisch.


    Auf dem ersten Bild scheinen übrigens zwei Myxos (Schleimpilze / Myxomyceten sind gar keine PIlze, so am rande) zu sein. einmal die gelbockerlichen Warzenknöpfe und dann die winzigen, schwärzlichen Kügelchen am Stiel.



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    danke für Deine Antwort. Im Grunde bin ich da bei Dir, ich hatte im Nachhinein auch gedacht, dass die schwarzen Dinger auch Fruchtkörper und Sporen der "Schleimpilze" sein könnten, die da sich aufrichten (ich weiß natürlich, dass diese nicht mehr den Pilzen zugerechnet werden, trotzdem danke!). Du hast natürlich auch Recht, dass die mikroskopischen Merkmale wie Sporengröße, Färbung etc. und evtl. auch genetische Untersuchungen zielführender sind, als mithilfe der makroskopischen Merkmale ins Blaue hinein zu raten. Für mich reicht erstmal die Erkenntnis zu haben, dass es wahrscheinlich zwei Schleimpilzarten sind, und Arcyria als Gattung scheint wohl ein sehr guter Tipp gewesen zu sein, wahrscheinlich stimmt m.E: auch die Art.


    Das "braune Ding" habe ich mir jetzt näher angeschaut, habe aber anders als angekündigt noch keine weiteren Bilder mehr gemacht. Auf dem zweiten Bild unten dominiert dieser braune Pilz die Unterseite. Ich glaube, es ist ein Holzzerstörer aufgrund des Zustand des Balkens, wobei ich mir unsicher bin, ob es Weißfäule oder Braunfäule ist, womit man den Pilz auch näher einordnen könnte. Ich habe aber keinen "Bruch" gesehen, das Holz ist eher innen befallen ist, oberflächlich aber eher nicht. Es lässt sich mit dem Finger durchbrechen und zerfällt zudem pulverartig in der Hand, was für das letzte Stadium der Braunfäule / Moderfäule sprechen könnte. Daher dachte ich an einen (alten?) Kellerschwamm als "schneller und starker" Braunfäuleerreger, auch aufgrund der womöglich (zumindest augenscheinlich) hohen Holzfeuchte bedingt durch Tropfwasser.


    Ich schaue mir das Ganze mal die nächsten Wochen genauer an, evtl mit Fotos, bevor der Zimmerer den Bereich entfernt/saniert. Ich melde mich, falls etwas Neues dazu bekannt wird.


    Nochmals herzlichen Dank für die Zeit und Muße. Die Tipps haben mir sehr weitergeholfen!


    Grüße

    MIC

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