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Fund bei Regen

  • Liebes Forum


    ich habe vor ein paar Tagen diesen Fund (es gab leider nur ein Exemplar) gemacht.

    -Standort: neben Buche im nassen Boden bei Regen im Laubwald

    -Geruch: Gurkig, mehlig eher unangenehm

    -Stiel: faserig

    Lammellen: rosa, wellig, angewachsen

    Hut: leicht gebuckelt

    aufgrund der Nässe konnte ich die Basis nicht mehr erkennen.


    Ich dachte noch an den elfenbeinweissen Frühlingsröthling, den hätte ich noch nicht gefunden.


    Kann man anhand der Aufnahme allenfalls trotzdem einen Anhaltspunkt setzen, ob ich überhaupt in der richtigen Gattung bin?


    Beste Grüsse

    Corinne







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    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für

    Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Lieber Jan


    Danke dir fürs Feedback.
    Dann wäre ich in der richtigen Gattung. Sorry nochmals für die Qualität der Aufnahmen, der Regen machts immer schwierig.

    Liebe Grüsse

    Corinne

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  • Danke auch dir Uwe, also scheint die Richtung von Jan bestärkt.

    Liebe Grüsse Corinne

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  • Hallo Corinne,

    vergleiche deinen Fund doch mal mit Lepista glaucocana. Und denke dir den Mehlgeruch weg, der würde für die Gattung Lepista nicht passen. Wenn du dagegen auf dem Mehlgeruch bestehst, kann es keine Lepista sein.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Lieber Stephan und Uwe


    Danke auch euch vielmals.


    Ehrlich gesagt, hatte der Fund für mich wirklich einen sehr ausgeprägten gurkig mehlig unangenehmem Geruch. Deshalb dachte ich gar nicht an einen Ritterling.

    Aber ihr erkennt alle einen Lepista und ich verlasse mich mehr auf eure Einschätzung als auf meinen Geruchssinn, da der bei Regen allenfalls den Fund auch beeinträchtige.

    Rötelritterlinge (sicher den violetten) hatte ich schon gefunden, dachte deshalb auch nicht, dass ich hier dieselbe Gattung vor mir habe, und ich tendierte somit auf den elfenbeinfarbigen Riesenrötling, rein aufgrund den geschriebenen Kriterien, die für mich alle passten, gefunden habe ich ihn natürlich noch nie (ist ja wohl auch eher selten)


    Das Einzige bleibt wohl, erneut im Standort zu schauen, ob es brauchbarere Objekte gibt zur Aufnahme für euch.

    Danke erneut allen und beste Grüsse

    Corinne

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  • Servus!


    Hm, das ist dann ein komischer Fall. Denn wie Stephan auch würde ich vom Aussehen her ebenfalls zunächst an Lepista glaucocana denken - irgendwie gurkig oder mehlartig hat der aber für meine Nase noch nie gerochen. Allerdings gibt es gelegentlich auch Pilze mit abweichender Geruchsausprägung (aus welchen Gründen auch immer), ob das in diesem Fall vielleicht auch so´sein könnte? Zumal wenn das Jürgen Marqua auch mal so beobachtet hat (siehe Link von Uwe)?



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo zusammen,

    die von der Optik mMn am besten hinkommende Lepista glaucocana riecht süßlich nach altem, eingetrockneten Putzlappen, von mir aus auch gewürzartig wie z. B. Cortinarius percomis, aber nicht nach Mehl-Gurke. Ich glaube den Pilz gut zu kennen und habe schon oft an dem Pilz gerochen, aber nie Mehl-Gurke-Geruch festgestellt. Die Geruchsangabe auf der verlinkten Website kann ich für meinen Teil nicht nachvollziehen, denn ein Pilz riecht nicht manchmal so und manchmal anders, sondern immer gleich. Abweichende Gerüche sind vielmehr ein Indiz für eine andere vorliegende Art, und in entsprechenden Beschreibungen sind dann eventuell verschiedene Arten zusammengeschmissen. Beorn Jürgen Marqua hat den Geruch nicht selber festgestellt, sondern er zitiert lediglich die von LUDWIG angegebenen Möglichkeiten. Über seinen eigenen Geruchseindruck bei seinem Fund schreibt er nichts.

    Wenn darauf bestanden wird, dass Mehl-Gurke-Geruch vorgelegen hat, müsste man eher bei den Schönköpfen (Calocybe) suchen, in dieser Gattung kommt öfters Mehlgeruch vor.

    Wie auch immer, die abschließende Bestimmung des Pilzes liegt ohnehin bei Corinne, die den Pilz vor sich hat und an ihm gerochen hat, alle anderen können lediglich Ideen äußern und Hilfsvorschläge machen. Der ins Spiel gebrachte Riesenrötling hat jedenfalls gelbliche und nicht violettliche Lamellen.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

    2 Mal editiert, zuletzt von StephanW ()

  • Ehrlich gesagt, hatte der Fund für mich wirklich einen sehr ausgeprägten gurkig mehlig unangenehmem Geruch. Deshalb dachte ich gar nicht an einen Ritterling.

    Diesen logischen Schluss verstehe ich wiederum nicht. Sehr viele Ritterlinge riechen doch mehlig-gurkig.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Moin!


    Aha, da hatte ich wohl was überlesen, und dachte daß die Geruchsangabe zur Fundbeschreibung gehört...

    Geruchs"artefakte" sind mir allerdings tatsächlich schon gelegentlich begegnet, wobei manchmal sehr schwer festzustellen ist, woran das jeweils liegt. Der Steinpilz mit komischen säuerlich - würzigen Fuchspipigeruch ist dabei noch relativ einfach erklärbar, erheblich interessanter waren einige Funde von Porlingen, die normalerweise (auch für meine Nase) einfach nur "säuerlich - porlingsartig" riechen, aber in Einzelfällen (Antrodia kuzyana ---> Ananas! oder Fibroporia gossypina ---> Nimm2-Fruchtbonbons!) hatte ich schon ab und an sehr merkwürdige Überraschungen. Aber klar, in den meisten Fällen sind Gerüche schon ziemlcih spezifisch ausgeprägt.

    Nur: Eine Calocybe (Schönkopf) oder auch einen Ritterling (Tricholoma) mit solchen Violettönen in den Lamellen kenne ich ehrlich gesagt nicht. Das wäre aus meiner Sicht schon ein verhalten, das auf Lepista (Rötelritterling) hindeutet.

    Am Rande eine Anmerkung: Die Gattungen Lepista und Calocybe haben nicht viel mit den Ritterlingen der Gattung Tricholoma zu tun, auch wenn der Begriff "Ritterling" in eingen volkstümlichen Namen drin steckt. Daß das getrennt werden muss, ist aber auch noch nicht allzu lange bekannt; da spielt zB eine Rolle, daß Tricholoma Mykorrhizapilze sind, Calocybe und Lepista aber Zersetzer. Auch die Sporen sehen etwas unteschiedlich aus (Tricholoma glatt, Lepista & Calocybe meistens ornamentiert).



    LG, Pablo.

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  • der Fund für mich wirklich einen sehr ausgeprägten gurkig mehlig unangenehmem Geruch.

    Hallo Corinne,

    ich kann mir schwer vorstellen, daß ein Geruchsgemisch zwischen Mehl und Gurke unangenehm empfunden wird. Bei mir ist die Tendenz der Geruchsempfindung eher zunehmend positiv. Selbst biologische Abgase haben mit der Zeit ihren einstigen Schrecken weitgehend verloren. Ob sowas altersbedingt ist?

    Gruß - Franz :)

  • Hallo Franz

    Haha somit bringt das Alter neben Weisheit anscheinend noch weitere Annehmlichkeiten mit sich..😊


    Ich bedanke mich jedenfalls bei allen Beteiligten für ihre weisen Stellungnahmen und ich bin dadurch sicher, dass ich einen regendurchnässten Lepista Fund vor mir gehabt haben muss.


    Ich hoffe fest, an dem Standort einen Nachfolgeexemplar zu finden, damit ich euch nächstes Mal besseres Material liefern kann.
    beste Grüsse Corinne

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