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Zauberpilze zur Heilung

  • Hallo, ich bin ganz neu im Thema und hier im Forum. Vor allem interessiere ich mich für das Zauberpilz Forum, weil ich lernen möchte Spitzkegelige Kahlköpfe zu Heilungszwecken zu erkennen. Ich habe allerdings kein Vertrauen wildfremden Menschen meinen Personalausweis zu senden. Könnt ihr das verstehen?


    Vielleicht wäre ja ein Telefonat, ein Video Chat oder etwas ähnliches, wo ihr mein Gesicht seht, eine Alternative? Ich habe kein Problem mich zu zeigen oder etwas über mich zu erzählen, aber mir ist Datenschutz wichtig. Ich kann auch verstehen, dass das für ein ein hekles Thema ist. Aber wie heißt es, fragen darf man immer.


    Ich bin weiblich, 42 Jahre alt, komme aus NRW und interessiere mich mein ganzes Leben lang schon Psychologie und Bewusstsseinsforschung. Seit Jahren der schweren Erkrankung interessiert mich auch das Thema Heilung. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Selbstheilung bei manchen Erkrankungen die einzige Option ist, weil unsere Medizinforschung einfach noch nicht so weit ist, alles zu wissen. Manchmal muss man selbst zum Pionier werden. Und das sollte erlaubt sein. Alles andere empfinde ich als unnatürlich. Ich arbeite schon viele Jahren mit den üblichen psychologischen Methoden an der Auflösung meines Entwicklungstraumas und meiner PTBS. Ich glaube jedoch dass ich Hilfe von einem nicht menschlichen Wesen brauche.


    Wie gesagt, ich bin eine absolute Pilzanfängerin und habe vermutlich noch einen langen Bestimmungsweg vor mir. Ich habe mich auch in diesem Forum angemeldet,w eil es mir manchmal hilft über meine Erfahrungen zu kommunizieren, weil zusammen lernen Kraft gibt. Ich sehe es so, den Psilocybe semilanceata sicher bestimmen zu können ist mein Langzeitziel. Auf dem Weg dahin, freue ich mich auch, über das sichere Unterscheiden von Speisepilzen und ganz allgemein über Naturerfahrung und Pflanzenbestimmung. Ich muss dazu sagen, bin absolut mykophob und habe den Kontakt zur Natur (zur Inneren und Außeren) leider als Kind verloren. Ich habe mir durch intensives psychologisches Arbeiten einen Teil meiner inneren Natur, nämlich den Kontakt zu meinen Emotionen zurück erobert, aber als spiritueller Mensch weiß ich, meine Natur liegt auch jenseits meines Ichs. Das ist die andere Seite. In meiner Familie hat niemand Pilze gesammelt, weil alle große Angst hatten sich zu vergiften. So ist die Beschäftigung mit Pilzen für mich ein Weg zurück zu meiner äußeren Natur.


    Wo fange ich denn da an? Ich habe mir den großen BLV Pilzführer zum Einstieg gekauft, aber ich habe gesehen, dass ist wirklich nur ein Lexikon. Ein Lexikon, welches mir als Anfänger nicht erklärt, wie ich beginne Pilze zu unterscheiden. Wie lerne ich denn Pilze sicher zu bestimmen? Welche Bücher könnt ihr mir zu dem Thema Psilocybe semilanceata bestimmen empfehlen, damit ich irgendwann in der Lage sein könnte, bis zu meinem Langzeitziel zu gelangen?


    Mich haben immer schon die geistigen Zustände, Klarträume, Außkörperlichen Erfahrungen, die Suche nach Erleuchtung mehr interessiert, als die materielle Sicht der Welt. Es mangelt mir leider an Menschen die das verstehen. Vor 7 Jahren hatte ich eine tiefgreifende spirituelle Erfahrung, die im Grunde genommen dem Verlauf einer Pilzerfahrung sehr ähnlich war. Ich habe das allerdings mit Meditation geschafft und war lange Zeit der Ansicht dass ich den Weg zur Selbsterkenntnis, selbstständig und kontrolliert bewältigen möchte. Dann hatte ich die Erkenntnis, dass das dann immer nur ein Teil der Selbsterkenntnis und auch der Heilung sein wird.


    Nur bin ich seitdem nie wieder so stark auf die andere Seite durchgebrochen. Damals bin ich gestorben und wieder Auferstanden. Das kennen bestimmt auch Menschen die den Ego Tod mit Pilzen erlebt haben. Leider konnte ich nicht alles integrieren. Die Erfahrung ist schon sehr lange her. Meine Idee ist, dass eine erneute intensive Erfahrung mich heute in einem reiferen Zustand (also nachdem ich jetzt 7 Jahre tiefenpsychologisch Therapie hinter mir habe) und mich ganz gut selbst regulieren kann, nochmal zu machen. Vor allem kamen damals auch traumatische Erfahrungen hoch. Leider war ich damals völlig überfordert mit all dem. Heute hätte ich die persönliche Kraft und die psychologische Reife, mit solchen Erfahrungen in einem sicheren Setting umgehen zu können. Mir geht es nicht um Spaßkonsum, sondern um Heilung und persönliche und spirituelle Entwicklung. Ich suche eben einen Weg dahin. Ich habe mal gehört, man wird vom Pilz gerufen. So kommt es mir vor. Diese Bedürfnis hat mich vor kurzem zu dem sehr interessante Buch Narrenschwämme von Jochen Gartz verschlagen. Nur bin ich mir sehr sehr unsicher bei der Bestimmung.


    Heute war ich im Wald und habe einen Lamellen Pilz gefunden, der dem Psilocybe semilanceata aus meiner naiven Sicht ähnlich sah. Er wuchs aber nicht auf einer Weide, sondern am Wegesrand. Leider habe ich nicht an ein Foto gedacht. Er hatte graue Lamellen, keine violetten. Dabei habe ich gemerkt, ich habe nicht die Fähigkeit Merkmale zu differenzieren. Wie kann ich das lernen? Ich bräuchte ein Buch, wo der Psilocybe semilanceata mit seinen Doppelgängern auch irgendwie aufgezählt wird. In den typischen Drogen Büchern, gibt es so weit ich weiß nie eine umfassende Aufklärung über die genaue Bestimmung. Der Jochen Gartz sagte zb man könne den Psilocybe semilanceata im Grunde nicht verwechseln, aber genau das habe ich ja heute erlebt. Als totaler Anfänger hat man nicht die nötige Differnzierung. Es ist eher so als hätte ich eine starke Mustererkennung, sio nach dem MOtto dünner Stiel Spitzgegelig, das isser. Wie baue ich mir denn so eine Differnzierung auf? Mein Mustererkennungsprogramm im Kopf hat gesagt das ist er, mein Freund sagte nee guck doch mal der ist ja ganz anders. Vielleicht habt ihr ja ein paar Buchtipps für mich.


    Im Übrigen finde ich persönlich, dass unserer gesellschaftlicher Umgang mit dem Thema Psychedelika ändern sollte. Es gibt viele Kulturen, zb im Südamerikanischen Schamanismus, wo Psychedelika für heilungszwecke gebraucht werden. In unserer Kultur sind Menschen selbst oft wie ein Objekt missbraucht worden und das führt dann dazu, dass wir aus Unkenntnis dazu neigen, psychoaktive Pflanzen und Pilze wieder missbrauchen. Es ist im Grunde ein Spiegel des Selben. Man löst diese Trauma aber nicht, indem man das Thema verbietet, sondern indem man beginnt eine sinnvolle und fürsorgliche Aufklärung in Gang zu setzten. Das ist ja im Grunde der Grund warum Menschen zu Schamanen gehen und dort irgeneine Pflanze oder einen Pilz konsumieren, nicht weil der Schamane der bessere Chemiker ist, sondern weil er einen liebevollen und fürsorglichen Umgang mit der Substanz vermittelt. Für Schamanen sind Pffanzen und Pilze Wesenheiten und keine Objekte, die man zur Belustigung gebraucht. Wir sollten wirklich lernen diesen Haltung auch in unserer Gesellschaft zu kultivieren und deshalb müssen wir öffentlich darüber diskutieren. Ich glaube sowieso dass unsere Gesellschaft zur Zeit dabei ist sich diesbezüglich zu verändern. Gefahren und Potentiale neu abzuwägen. Über Gefahren und den möglicht sicheren Umgang, zb Set und Setting aufzuklären, statt pauschale Verbote auszusprechen.

    Ich habe zu dem Thema Psilocibin in der Therapie gegen Depressionen vor kurzem eine sehr interessanten Fernsehbericht gesehen. Darin ging es unter anderem auch um eine Studie mit Psilocebin bei Depressionen, bei Menschen bei denen keine Therapie anschlägt, die 2023 abgeschlossen sein soll. Das war die Sendung Scobel auf 3 Sat. Die Sendung hieß: Psilocybin, Psychedelika & LSD - Microdosing: Drogen als Medizin - Scobel. Man findet sie auf Youtube.


    Ich freue mich jedenfalls falls mir hier jemand helfen kann meinen Weg zu finden. Vielleicht erstmal mit dem passenden Buch? Vielleicht habe ich ja auch eine Diskussion angestoßen, weil es Zeit ist das Thema anzustoßen.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Liebe Steffi,


    ich kann das mit dem Datenschutz natürlich nachvollziehen. Bitte verstehe aber auch uns, denn wir sind in der Pflicht bei Verstößen gegen das BtMG einen Namen und die Adresse zu liefern.

    Der Bereich den Du meinst ist für ich aber vermutlich eh nicht interessant, darin befinden sich gerade einmal 4 Themen mit zusammen 11 Beiträgen.

    In solch öffentlichen Foren über Pilze zu sprechen die unter das BtMG fallen ist schwierig, keiner will die Verantwortung tragen und man steht immer mit einem Bein im Gefängnis.


    So sehr ich deine Beweggründe auch verstehen kann denke ich, in diesem Forum wirst Du nicht viel Hilfe erwarten können.


    Ich schließe das Thema an dieser Stelle und hoffe Du verstehst das, Beorn unser Moderator und eine Koryphäe was die Pilzbestimmung angeht kann trotzdem noch antworten, vielleicht hat er einen Tipp für Dich, der an anderer Stelle ans Ziel führt.


    Herzliche Grüße aus Regen

    Frank

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