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Weißmilchender Helmling - Mycena galopus ?

  • Hallo,


    ich bin als Anfänger ja immer froh, wenn eine Bestimmung zu klappen scheint.

    Allerdings bleibt immer eine Restunsicherheit.

    Deswegen würde ich euch gerne über eine meiner lezten Bestimmungen d'rüberschauen lassen, und erfahren, was ihr dazu meint.


    Derzeit findet sich ein kleiner, heller, sehr zerbrechlicher Massenpilz in der Streu auf dem Laubwaldboden (vornehmlich Rotbuche).

    Der glockenförmige, durchscheinend dünne Hut ist im Zentrum bräunlich, am Rande weißlich, der Rand geriffelt.

    Der hellbraune Stiel ist sehr schlank und lang.

    Die weißen Lamellen sind am Stiel angewachsen (adnex-adnat) und besitzen büschlige Cheilozystiden.

    Das Sporenpulver ist reinweiß und IKI-.

    Die Sporen sind glattwandig, hyalin, zylindrisch und messen um 10 x 4 µm²


    Ich würde hier den Weißmilchenden Helmling vermuten (Mycena galopus), wenn ich auch nicht auf ev. austretende Milch geachtet habe und deshalb leider dazu nichts sagen kann.

    Die restlichen Beobachtungen könnten zu diesem Pilz passen.


    Ich hoffe mal, wenigstens mit der Gattung richtig zu liegen!


    Was meint ihr dazu?


    Bild 1 Massenhafte Auftreten von kleinen weiß-grauen Pilzchen in der Streu. Baumbestand hauptsächlich Rotbuche.


    Bild 2


    Bild 3 5mm-Raster


    Bild 4 Lamellen angewachsen ("adnat"), zumindest oberer Stielbereich flockig bereift


    Bild 5 Hutdeckschicht aus großen Kugelzellen (>400µm) zusammengesetzt, mit teilweise inkrustierten Zellen


    Bild 6 Zystiden


    Bild 7 Hyaline, zylindrische, glattwandige Sporen, etwa 10 x 4 µm²

  • Eine typische Anfängerfrage mit massig Angaben und hervorragenden Mikrobildern inkl Sporenmaßen😁😁😁

    Bei einem Helmling wär ich auch/dann hat es sich aber auch schon.

    Respekt,

    Joe

  • Hallo Joe,


    danke für deinen Antwort!


    Ok, ich beschäftige mich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Pilze, aber wirklich weit bin ich gefüht noch nicht gekommen.

    Es ist ein weiter Weg...


    Helmling scheint also zu passen, freut mich schon mal!


    LG, Martin

  • Naja,


    vermutlich muss ich nochmal hin und auf Milchaustritt prüfen, um das abzusichern oder die Idee zu verwerfen.

    Jetzt weiß ich ja, worauf zu achten wäre.


    LG, Martin

  • Hallo, Martin!


    Ich kenne mich mit Helmlingen nicht wirklich aus. Wenn frische fruchtkörper beim Durchbrechen des Stieles tatsächlich weiße Milch abgeben, dann sollte die Bestimmung passen.
    Ansonsten ist bei Interesse an Helmlingsbestimmungen >diese Seite< Gold - Standard.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • hallo

    Ich würde trotzdem noch kurz mit diesem hier abgleichen -> Buntstielige Helmling Mycena inclinata

    BG Andy

  • Hallo Andy,


    vielen Dank für deine Anregung!

    Ich habe vor, nach meiner Genesung dort wieder vorbei zu gehen und auch diese Pilzaart nochmals genauer in Augenschein zu nehmen.


    Ich freue mich schon so darauf, wieder raus zu dürfen und zu können - im Moment geht leider nichts...


    LG, Martin

  • Ich wünsche dir ganz gute Besserung..... BG Andy

  • Hallo zusammen!


    Gestern habe ich mich in den Wald begeben und nochmals die Häublinge aufgesucht.

    Ich denke, jetzt sehe ich "a wengla" klarer:


    Die Pilze milchen tatsächlich, zumindest ein wenig!

    Tropfen bilden sich allerdings nicht, was ev. am Entwicklungsstand der FK liegen kann.

    Unter der Lupe lassen sich eingetrocknete Latex-Rückstände in Spuren am durchtrennten Stiel erkennen.

    Bild N1 Schnitt durch Stiel mit eingetrocknetem Latex auf 4 Uhr


    Die Pilze am Fundort sind gereift und zeigen ein ev. interessantes Feature, das sie jung nicht zeigten:

    Auf dem Hut finden sich rot-braune Flecken,insgesamt sind die Hüte blasser als vor einer Woche.

    Bei genauerem Betrachten der Aufnahmen sind neben Laub auch etliche Kiefern-Nadeln zu erkennen.

    Ich bin weiterhin geneigt, M. galopus, den Michweißen Helmling, als Arbeitshypothese zu behalten, zumal auch, wie verlangt, die Lamellen sehr weit stehen.


    Allerdings bleibt die Zuordnung unsicher - Helmlinge sind wohl schwieriges Terrain!

    So schöne Mikro-Fotos wie auf mycena.no kriege ich natürlich nicht hin!


    LG, Martin


    Bild N2 Helmlinge vor einer Woche auf Laub und Kiefernnadeln!


    Bild N3 Gleiches Häublingsvorkommen eine Woche später, völlig aufgeschirmt und braun-fleckig


    Bild N4 Seitansicht, Stiele schuppig und blass-graubraun


    Bild N5 Detail des flockigen Stiels


    Bild N6 Aufgespannter Hut, Blick auf Lamellen (5mm-Raster => 1 Lamelle auf 1,5-2 mm), 12 Lamellen erreichen den Stiel auf der rechten Huthälfte.

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