Hallo, Besucher der Thread wurde 588 mal aufgerufen und enthält 10 Antworten

Wuchsanomalie - was könnte es sein?

  • Hallo zusammen,


    der Fund und die Bilder sind nicht von mir, ich habe aber die Genehmigung, sie hier zu zeigen. Gefunden bei Fichten auf Moos. Ein Fruchtkörper ist "sehr speziell" - der andere stand wohl aber unmittelbar daneben - vielleicht hilft das weiter.

    Wie das bei solchen Anomalien ist, ist das sicher nicht belastbar zu bestimmen - aber mindestens einmal sind es - wie ich finde - zeigenswerte Bilder und vielleicht hat ja doch jemand mehr als eine bloße Idee.

    Ich halte mich daher auch erstmal mit Vermutungen zurück.

    Frage geht natürlich an Euch alle - aber speziell Graubart würde ich hier noch markieren, da er sich ja m.W. nach mit solchen Anomalien intensiv beschäftig.


    Danke schon mal vorab für Euren Input!


    VG, Boris


    Und hier die Bilder:


  • Boah, nicht einfach! Würde auf einen Röhrling tippen, welcher ist schwer zu sagen...Kann ein Netz am Stiel erkennen, ansonsten sieht das für mich aus, als hätte sich die Hutunterseite mit den Röhren komplett nach oben gebogen. Dadurch sieht er fast schon aus wie ein Morchel...

    Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, aber starke Bilder!

    Viele Grüße

    Mahatma

  • hallo Boris

    Vielleicht könnte das der Düsterer Röhrling - Porphyrellus porphyrosporus sein. Rein von der Farbe des Hymenium.

    BG Andy

  • Hi Andy, hi Mahatma,


    danke für Eure Antworten!

    An den Düsteren Röhrling will ich nicht so ganz glauben, da der Stiel doch ein deutliche Netz zeigt. Ich habe einen alten Steinpilz "mit heftigem Sonnenbrand" vermutet - aber wie schon erwähnt: Hier wird es wohl nur bei Vermutungen bleiben.

    Danke bisweilen!


    VG, Boris

  • Hallo Boris


    Dem Finder mal ein Kompliment- und Dir Danke für´s Zeigen. Schöne Knacknuss.


    Nein, ich hab auch keine Ahnung- wie auch, bin ja noch nicht so lange dabei. Einzig die Sache mit dem "Riesen-Pfifferling"- ein Pilz, der seine normale Wachstums- und Lebensdauer meiner Meinung nach eigentlich überschritten hat, weil ausnahmsweise die äusseren Bedingungen wie z.B. das Wetter, die Temperaturen/ Sammler etc. dies erlauben, liefert mir einen Denkanstoss.


    Der Zerfall geht ja meist schnell bei Röhrlingen, bzw. sie werden schnell gefressen / gesammelt- das muss ich Dir nicht sagen, machst das länger als ich- ist nur zum Gedanken sammeln.


    Was, wenn weder das eine noch das andere passiert und kühle. trockene Wetterphasen und ein geschützter Standort das Weiterwachsen begünstigen, statt dem gewohnten Prozess?


    Wenn es ein "Steinpilz" wäre, dann wäre auch interessant, wie lange es keinen Regen, aber genug Bodenfeuchte gab, um Schnecken abzuhalten aber den Pilz am Leben zu erhalten. Bild 2 lässt mich auch auf Steinpilz tippen, aber eben, bin da noch Anfänger.


    LG von der Miesmuschel

  • Hallo Boris, hallo Community,

    bin absolut fasziniert von deinem Fund, auf den ersten Blick dachte ich: Das sollte wohl mal eine Marone werden!? War gespannt auf die Auflösung durch die entsprechenden Spezialisten, aber scheint ja nicht so einfach zu sein.

    Dein “sonderbarer“ Pilz hat eine Netzzeichnung am Stiel, was bei mir die Frage aufwarf: Woher kommt ganz allgemein die Netzzeichnung bei Pilzen? Ist das ein Abdruck von den Röhren der sich beim Längenwachstum des Stiels streckt und das Netz länglich erscheinen lässt? Gibt für die Netzzeichnung bei Pilzen eine (andere) offizielle Erklärung?

    Beim gezeigten Pilz passt die Netzzeichnung auf jeden Fall zu den “Röhren“ des “sonderbaren“ Pilzes.

    VG Tömme

  • Hi all

    Absolut faszinierend. Solch krassen Deformationen kenne ich nur, wenn beispielsweise die Forstwirtschaft einen Tropfen Diesel auf einen jungen Fruchtkörpern aufgefampft hat.

    War in dem Gebiet frischer Holzeinschlag?

    Lieben Gruß,

    Reike

  • Hallo Zusammen


    Darf ich euch bei der Gelegenheit auch diese Bilder zeigen? Ich hatte einen ähnlichen Fund, bei welchem ich nicht sicher bin, ob es sich um einen alten düsteren Röhrling handelt, da recht atypisch. Das Fleisch verfärbte sich auch nach längerem nicht.


    Was denkt Ihr darüber?


    Herzliche Grüsse

    Corinne



    ———————————————————————————————————————————————————————————————————————-------------

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für

    Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo Corinne

    Das ist jetzt ein typisches Exemplar eines Düstere oder Porphyr-Röhrling Porphyrellus porphyrosporus

    Danke auch für den Querschnitt nun sehe ich eindeutig Ähnlichkeiten mit jenem Fund von Boris. Nur ist dieser halt nicht ganz der Norm gewachsen. BG Andy

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.