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Wer kennt diese Pilze?

  • Hatte an gleicher Stelle schon mal welche gefunden. Sie wachsen am Stämmchen einer jungen Linde auf dem Grasstreifen, der die Straße vom Gehweg trennt. Ich halte sie für eine Spezies der Champignons. Mittlere Größe 13cm vom Stielgrund bis zum Scheitel, Hutdurchmesser ca 5 cm, Stiel weiß und wie das Fruchtfleisch sehr fest. Geruch schwach, nicht nach Anis. Farbe bleibt auch im Anschnitt weiß.
    Ich hab ihn auch schon mal geschmort und gekostet, aber er bleibt hart und schmeckt nach nichts - anders kann ich es nicht erklären.






    Bin gespannt auf Eure Antworten.


    Grüßle
    Gertrud

  • Hallo Gertrud!


    Agaricus (Champignon) sollte stimmen, aber das weißt du ja schon.
    Ich hätte auf den Riesen-Champignon getippt. Muss man aber sicherlich noch feinabstimmen.


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

  • Hallo Ingo, danke für Deine Antwort! Was mich nur stutzig macht ist, dass die Pilze so auf einem Haufen wachsen, quasi aus einem "Stamm" kommen. Das hab ich bei Champignongs noch nie erlebt. Außerdem wird der Geruch jetzt unangenehm (ich hab sie aufgeschnitten in der Küche stehen), so mehr Richtung Kartoffelkeller, wie die Knollis - nicht sehr lecker.
    LG
    Gertrud

  • Hallo Gertrud!


    Aha, das wären starke Gegenargumente.


    Beim Geruch achtest du aber schon drauf, dass du nicht die anhaftende Erde oder Substrat riechst?


    Vielleicht hast du ja sowas neckisches wie Agaricus phaeolepidotus (PerlRebhuhn-Champignon). Das wäre einer der Giftigen, welche schwach nach Karbol riechen.


    Um eine Verfärbung bei Champis nicht zu übersehen, ist es vorteilhaft statt zu schneiden besser zu drücken oder zu reiben, also so in der Art wie mit dem Fingernagel Kerben eindrücken (nicht Kratzen). Und das am besten an der basalen Stielrinde.


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W ()

  • Hallo.


    Das mit dem Geruch ist schon sonderbar.
    Es kann aber sein, daß sich in den Pilzen irgendwas zersetzt, dann riechen die auch anders und meist unangenehm.


    Optisch kann ich da nichts anderes als einen Agaricus augustus erkennen.
    Die Reb- und Perlhühner sollten doch keinen so grob schuppigen Stiel unterhalb des Ringes haben?
    Auch sind es eher schmächtige Pilze.
    Eine Gilben erkenne ich hier auf dem zweiten Bild am Hutrand und auch auf dem dritten Bild. Dieses warme Ockergelb der Gilbung passt auch nicht zum chromgelb glbender Karbol - Verwandter.
    Da müsste sich - wenn er schon am Hut gilbt - auch ein sehr deutliches Gilben der Stielbasis zeigen.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo!


    Hört sich gut an, was du schreibst (bis auf das "schmächtig" der Perlhühner).
    Ahja, Grobschuppigkeit unter dem Stielring: Interessant!
    Da siehst du mal wieder, was ich für eine Ahnung habe bei so großen Pilzen. :bignews:


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

  • Hallo, Ingo!


    Kann auch sein, daß die mehr variieren können, als mir klar ist.
    Ich kann bisher auf die horrende Summe von 1 (eins) Aufsammlungen von Agaricus moelleri (Perhuhn) zurückblicken. Das waren in der Tat recht magere Pilze (etwa wie Agaricus essettei in der Größe) mit eher glattem Stiel. Ansonsten das übliche: Schuppiger Hut (aber grobschuppiger als hier), stark gilbende Stielbasis und Heftpflaster - Geruch.


    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo!


    Zu allem Überfluss habe ich wohl auch noch Rebhühner (A. phaeolepidotus) mit Perlhühner (A. moelleri) verwechselt.
    Naja, wissentlich habe ich beide noch nicht live-haftig gefunden, insofern sollte ich womöglich einfach meine gesammelten Dosenbecher bestimmen gehen.


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

  • Hallo, Heinz!


    Prima Bild! So ungefähr sah das auch aus, was ich vor ein paar Jahren gefunden hatte. Mit ebenso einem chromgelben Anlaufen an der Stielbasis (und darüber).


    Das Gilben bei den Pilzen von Gertrud ist sehr schwer zu sehen. Das sind nur ein paar kleine, gelbliche Flecken auf Bild 2 oben am Hutrand und auf dem dritten Bild an der Stelle, wo die Schuppen etwas verletzt sind. Dort ist es mehr so ein bräunliches Gelb, das mir eben von A. augustus sehr bekannt vorkommt. Im Schnitt kenne ich die Art nur sehr langsam gilbend, teils erst nach einer Stunde. Die Hutoberfläche aber gilbt schneller, wenn man kratzt.



    LG; pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    die von mir gezeigten Pilze fand ich in einem sehr dunklen Nadelwald (meiner Meinung nach in Fichte, war ich heut mal wieder) an der Grenze zu Laubwald. Buche, Eiche usw.
    Die Chromgelbe Farbe erschien sofort nach dem Schnitt. Wie man allerdings sieht, alles sehr feucht. Hatte gerade geregnet. Ich denke, meine Erfahrung, meine Idee: Farbreaktionen sind stark von der Luftfeuchtigkeit abhängig. Mit anderen Worten von Hydrogenium- Wasserstoff und den bei Regen aus der Luft gebundenen anderen reaktiven/aktiven Stoffe.
    Man denke hier zum Teil an den Sauren Regen. Wenn ich mich recht erinnere, hat mal ein Fotograf seine Bilder im Rhein entwickelt (chemische Reaktion). Is aber schon sehr lange her. Auch solche Gedanken habe ich, wenn ich Pilze betrachte.
    Desweiteren, solche Schnitte an Pilzen mache ich meistens mit einem sehr alten Messer. Der Eisenanteil (Ferrum) ist wesentlich höher als bei den neuereren Stahlklingen. Alte Eisenklingen sind wesentlich besser zu schärfen, und für mich einfach besser.


    Wenn ich mir vor Augen halte, das es ja Reagenzien gibt, mit denen man Farbrektionen auf den Pilzen hervorruft, warum nicht auch andere Faktoren, die in der Natur, bzw in der Art und Weise liegen, wie ich meine Pilze ernte, womit ich sie Ernte. PH Wert des Körpers-also der Finger, mit denen ich den Pilz anfasse usw.


    LG. Heinz

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