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diverse Röhrlinge

  • Hallo Zusammen,


    als Anfängerin halte ich mich noch immer an Röhrlingsarten, auf meiner heutigen Expedition fand ich neben reichlich Maronenröhrlingen einige, bei denen ich mir nicht so sicher war.
    Bild 1-3: vielfarbiger Birkenpilz? (Wiese direkt neben Mischwald
    Bild 4-6: Rotfußröhrling? Alle 3? (Mischwald)
    Bild 7-9: weiß ich nicht..(Ganz dichter Kiefernwald)
    Bild 10-12 Maronen oder doch einer kleiner Steinpilz? (Mischwald)
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    So, nun freu ich mich auf Aufklärung von Euch!


    Viele Grüße,
    Bianca

  • Abend Bianca,


    Bin zwar selbst erst auf Lerntour, aber auf den ersten 3 Bildern denke ich eine ausgewachsene Rotkappe ausgemacht zu haben. 4-6 würde ich ebenso nennen, Rotfußröhrlinge. Bild 10/11 der größere von beiden für mich ebenfalls ne Marone. Aber wie schon erwähnt, lerne selbst noch.


    Grüße
    Bernd

  • Hallo, Bianca!


    Wenn du zu Pilz 1 noch eine irgendwie gefleckte, marmorierte Hutoberfläche hast, dann kannst du den als Leccinum variicolor (Vielfärbender Birkenpilz) abspeichern.
    Pilz 2: auf den ersten beiden Bilder ist Xerocomellus chrysenteron (Gemeiner Rotfuß) zu sehen. Auf dem dritten Bild links und unten jeweils Xerocomellus pruinatus (Bereifter Rotfuß).
    Neben einer etwas anderen Hutoberfläche (gibt allerdings Übergänge) ist das rote Stielfleisch bei X. chrysenteron gegenüber dem rein gelben (ohne rote Fasern bei X. pruinatus) ein sicheres Unterscheidungsmerkmal.
    Pilz 3: Wurde ja schon richtig bestimmt (Chalciporus piperatus).
    Pilz 4: Den größeren Fruchtkörper kannst du als Boletus badius (Maronenröhrling) abspeichern. Den kleineren wahrscheinlich auch, obwohl mir der irgendwie sonderbar vorkommt. Ich kann es nur nicht festnageln, an was das liegt.


    Allgemeines: Prima Anfrage mit guten Bildern, vor allem die Schnittbilder sind gut zu beurteilen und sehr hilfreich!


    Unterschied Rotkappen (da gibt es mehrere Arten) und Birkenpilze (auch da gibt es mehrere Arten) siehe Hutfarbe. :wink:
    Braun ist irgendwie anders als rot.
    Weiße Birkenpilze gibt's natürlich auch ein paar Arten.



    LG, pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo, Bianca!


    Zitat


    [font="Verdana, Arial, sans-serif"]Könnte der kleine auf 10 und 11 nicht doch ein kleiner Steinpilz sein?[/font]



    Nein. Das nicht weiße Fleisch im Schnitt schließt alle Steinpilzarten aus.
    Ich denke schon, daß das eine Marone ist, aber nach wie vor stört mich irgendwas an dem. Eine belastbare Alternative will mir aber nicht einfallen.



    LG, pablo.

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  • Ist nicht einmal wirklich eine Idee. Der Stiel erinnerte mich nur irgendwie an den Stiel meines ersten Sandröhrlings den ich letzte Woche gefunden hatte. Allerdings meine ich auf Deinen Bild am Stiel auch eine leicht blaue Verfärbung zu sehen, was den schon wieder ausschließen würde. Die Röhren haben dort auch eine andere Farbe als bei Maronen, auf der Aufnahme kann ich aber selbst mit Vergrößerung die Röhrenfarbe nicht eindeutig erkennen.
    Ist vermutlich eh völlig abwegig, war nur so ein Gedanke ;-)

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo, Thomas!


    Der Gedanke ist doch gut. :agree:
    Passt hier zwar nicht, aber gerade darum muss man die Ideen ja ansprechen, damit man das auch durchgehen kann, warum was nicht passt.
    Denn zu einem Sandröhrling passen durchaus einige Details (Wuchsform, Hut - und Stielfarben).
    Allerdings blauen Sandröhrlinge meist mehr oder weniger stark (kann aber wie bei Maronen auch fehlen) und die Röhren sind gerade bei jungen Pilzen ziemlich dunkel und irgendwie oliv (hier sind sie ja fast weiß). Dazu ist das Fleisch von Sandröhrlingen noch intesiver gelblich gefärbt als hier.



    LG, Pablo.

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  • Danke Pablo, dass bezüglich durchsprechen sehe ich genauso. Nur so lernt man ständig dazu, wobei ich mich ärgere das ich vergessen hatte, dass die auch blau verfärben habe ich doch gerade erst selbst Bilder davon hier gepostet (Fundbericht Hessen, mit schwacher Blaufärbung) ;-). Aber gerade dadurch, werde ich das nie wieder vergessen.
    Das die Röhren hier weiß sind kann ich irgendwie auf meinem Laptop nicht wirklich erkennen - spricht aber ja wirklich vollkommen dagegen. Die Röhren bei meinen Sandröhrlingen war ganz klar dunkel, wobei ich mir jetzt bei meiner Bestimmung nicht mehr ganz sicher bin, dass Fleisch war nämlich bei denen im Schnitt weiß (http://www.123pilze.de/000Forum/showthread.php?tid=10&page=8)


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  • Hallo, Thomas!


    Das ist interessant!
    Waren deine Pilze zufällig auch recht trocken?
    Ich habe nämlich bei mir auf der Platte gerade dieses Bild gefunden:

    Die sind ziemlich eingetrocknet und auch hellfleischig.
    Ich muss da mal mehr drauf achten, am besten stufen wir das Merkmal vorerst als unsicher / variabel ein. :happy:



    LG, Pablo.

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  • Zitat

    Waren deine Pilze zufällig auch recht trocken?


    Eigentlich nicht, der abgebildete war noch sehr frisch und sah relativ jung aus.
    Ich hatte noch mehr (jüngere und ein altes Exemplare) gefunden, leider hatte ich von denen kein Schnittbild angefertigt (bis auf den Alten landeten die im Kochtopf).
    Notiz an mich: In Zukunft bei Erstfunden unbedingt Schnittbild von allen Altersstufen anfertigen.
    Ich bin morgen wieder an der Fundstelle und schau mal ob dort noch ein paar zu finden sind.

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    Einmal editiert, zuletzt von ThomasL ()

  • Habe einige heute gefunden, leider kann ich die Bilder erst morgen abend einstellen. Vorab: Es war einer dabei, der relativ weiß war (wie die verlinkten Fotos von mir) und andere die eher gelb-orange waren.


    Bezüglich Blaufärbung. Mein Fund hatte auch nach längerer Zeit nur eine schwache Blauverfärbung.

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  • Hallo, Thomas!


    danke für die Bilder. :agree:
    Dann wissen wir jetzt also das sicher, daß die Tramafarbe nicht immer konstant gelb sein muss.



    LG, Pablo.

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