Hallo, Besucher der Thread wurde 8,8k mal aufgerufen und enthält 15 Antworten

Echte oder falsche Reherl?

  • Griaß eich,


    eines schon mal vorweg, ich habe immer gehört in unseren Münchner Wäldern gibt es keine echten Pfifferlinge.
    OK, ich bin blutiger Anfänger aber viele Merkmale würden schon passen:


    Fleisch ist fest, knackig, weißlich.
    Stiel ist fest und nicht hohl.
    Leisten an der Unterseite?
    Farbe nicht so knallig orange.
    Keine typischen Lamellen?
    Mischwald.
    Geschmack aber nicht würzig, pfeffrig.


    Seht selbst:


    Ehrlich gesagt will ich es aber doch nicht wahrhaben, daß es echte Reherl sind.



    Servus, da monaco.

  • Hallo Monaco, ich muß auch vorweg sagen, dass ich Anfänger bin. Habe mein Pilzbuch
    "1700 Pilze" durchgesehen und habe keinen vergleichbaren Pilz gefunden.Vom Geschmack
    her kommt der falsche Pfifferling nicht hin. Der echte würde doch gut passen, wie Du ihn beschreibst. Trichterförmig fehlt etwas, das kann aber am Alter liegen. ( noch jung vielleicht?)
    Bin auch auf eine fachmännische Antwort gespannt.
    Gruß Fred


  • Hallo
    Das sind richtige Pfifferlinge. Schon mit den ersten Merkmalen (Fleisch ist fest, knackig, weißlich) unterscheidest du echte von falschen Pfifferlingen.

  • Hallo Monaco,


    das sind echte Reherl :agree:, die haben Leisten, keine Lamellen an er Hutunterseite, auch im Gegensatz zu den falschen Pfifferlingen :wink:

    Grüße aus dem schönen Niederbayern :P


    Jutta


    --------------------------------------------------------------------------
    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzberater vor Ort , Bestimmungsvorschläge meinerseits sind keine Essensfreigaben

  • Hallo Monaco,


    bei deinen Pilzen sehe ich auch echte Pfifferlinge.


    Warum sollte es in den Wäldern um München keine Pfifferlinge geben ?
    In den Wäldern rund um Augsburg war dieses ein ausgezeichnetes Pfifferlingsjahr.


    Gruß
    Brandie:)

  • Zitat von Uwe pid='18619' dateline='1416638101'

    [quote pid='18616' dateline='1416627700']Schon mit den ersten Merkmalen (Fleisch ist fest, knackig, weißlich) unterscheidest du echte von falschen Pfifferlingen.


    [/quote]
    Hallo Uwe,


    dem stimme ich zwar für fast alle Fälle zu (ich finde, die Falschen Pfifferlinge fühlen sich idR an, als wären sie aus Schaumstoff).


    Aber ich hatte auch schon mal einen, den ich von der Konsistenz her gut für einen Pfifferling hätte halten können, recht klein noch, aber ziemlich dickfleischig und fest. War aber trotzdem definitiv ein Falscher.


    Beste Grüße,
    Sabine

  • Zitat von huehnchen69 pid='18627' dateline='1416645965'

    Aber ich hatte auch schon mal einen, den ich von der Konsistenz her gut für einen Pfifferling hätte halten können, recht klein noch, aber ziemlich dickfleischig und fest. War aber trotzdem definitiv ein Falscher.


    Beste Grüße,
    Sabine


    Hallo Sabine
    Irgendwo findet man immer mal einen untypisch gewachsenen Fruchtkörper. Aber der hat ja auch Lamellen und die dürften dann farblich auch etwas anders aussehen.
    Pilze sind immer für eine Überraschung zu haben, das macht die doch so interessant! :wink: Wenn die genau so wie im Pilzbuch aussehen würden, bräuchten wir dieses Forum nicht! Und das wäre sehr schade!

  • Hallo!


    Auf deinem Bild sind Samtige Leistlinge (Cantharellus friesii) zu sehen Luzia.
    Bei dir, Donna, sieht man Bereifte Pfifferlinge (Cantharellus subpruinosus).



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    könnten die von Donna auch C. cibarius var. pallidus sein?


    http://de.wikipedia.org/wiki/Pfifferlinge


    http://tintling.com/pilzbuch/a…antharellus_pallidus.html



    Der bereifte Pfifferling lässt sich fast nicht googeln,


    http://www.granadanatural.com/ficha_hongos.php?cod=368


    Das es bei den Pfifferlingen noch viel mehr var. gibt, kann man
    in deinem Beitrag im eu. nachlesen.


    So, jetzt ist mir schwindlig, allerdings noch nicht genug.


    http://www.123pilze.de/DreamHC…eifterPfifferling1004.htm


    Schon das erste Bild benötigt kein "var."










    Die 1700 Pilze habe ich mir zugelegt, dachte, hui, fein.


    Bis ich den "Gifhäubling", Galerina marginata eingrenzen wollte.
    Da sind junge FK ohne Ring abgebildet.


    Die "gesunde Watschn" dafür habe ich schon im Nachbarforum
    kassiert.


    Schade, solche Fehlbilder stufen das Buch und die Datenbank deutlich herunter.


    LG
    Peter

  • Hallo, Peter!


    Ich nenne derzeit eben die Art aus Laubwäldern mit stämmigen Fruchtkörpern, wo der Hut vor allem jung deutlich weiß bereift ist und die Lamellenfarbe dazu kontrastiert, Cantharellus subpruinosus.
    Aber in der Gattung ist taxonimoisch einiges unzureichend geklärt.


    Die "blasse Variante" (Canthartellus cibarius var. pallens / pallescens(?))
    ist wohl eher eine Art mit insgesamt recht blassen Fruchtkörpern (auch Leisten).
    Aber da müsste einiges mal überarbeitet werden, auch bei den Datenbanken scheint da manches nicht zu stimmen.
    Wie sollo man da von einzelnen Seiten und Fachleuten erwarten, einen Namen letztgültig erkklären zu können?
    Aus meiner Sicht wäre da mal eine gute Monographie wünschenswert. Und ist in Arbeit, wenn ich das richtig im Hinterkopf habe.



    LG, pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Servus Pablo,


    mit der Monographie habe ich nichts am Hut, so weit will ich gar nicht kommen.


    Die meisten Forianer eher auch nicht.



    Meinen Schluckauf lösen die falschen Aufnahmen aus, die gehören
    durchforstet.



    Danke für deine spontane Antwort,


    LG
    Peter

  • Hallo, Peter!


    Also zumindest in Wolfgangs Portrait zu Cantharellus subpruinosus kann ich keine falschen Aufnahmen entdecken.
    Aber es ist halt immer wahnsinnig schwierig bei Projekten in der Größenordnung. Ein paar Fehler schleichen sich immer ein. Wenn du welche findest, die offensichtlich falsch sind, solltest du Wolfgang per Mail anschreiben. Ich bin sicher, die Hinweise werden gerne gesehen. :agree:
    Übrigens: Auch in so grandiosen Standardwerken wie Großpilze BWs oder Pilze der Schweiz gibt es "falsche" Bilder.
    Mykologie ist einfach enorm komplex und damit immer fehlerträchtig.
    Genau darum braucht es ja Monographien und Monographen.
    Umfassend die ganze Funga zu beaarbeiten und in ein Buch zu packen, wo dann auch alles stimmt und jeder Pilz schlüsselbar ist, ist völlig unmöglich.
    Darum greifen die Autoren von Gesamtwerken immer auf die Monographien zurück. Und dann ist der Stand eben immer nur so gut, wie die Arbeit der Monographen.
    Ich hatte mich vor kurzem mit Bernd Örtel und Ditte Bandini getroffen, die zusammen die Gattung Inocybe bearbeiten, um zu der Gattung endlich eine umfassende und stimmige Monographie zu schreiben.
    Es ist kaum vorstellbar, was da für eine Arbeit und was für ein Aufwand darin steckt.
    Und auch der einfache Pilzfreund wird später froh darum sein, wenn er dann auch Rißpilze zuverlässig bestimmen kann.
    Und sich dabei keine Gedanken machen muss, wie viele Tage, Wochen, Monate, Jahre an Arbeit dahinterstecken, zigtausende untersuchte Funde, zigtausende gelesene und verglichene Literatur / Arbeiten zu der Gattung und einzelnen Arten der Gattung, tausende Stunden am Mikroskop, tausende von Sequenzierungsreihen...


    Und warum das Ganze?
    Weil eben auch die Mykologie eine Wissenschaft ist, die in der Bearbeitung meilenweit der Forschung in anderen Reichen (Flora und Fauna) hinterherhinkt.
    Was bedeutet das für den einfachen Pilzfreund?
    Nicht viel.
    Immerhin die Hoffnung auf ein bisschen mehr Klarheit. :wink:



    LG, pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    hast eh recht.


    In einem Bereich allerdings nicht,


    Risspilze.


    Um die sollte der "einfache Pilzfreund" einen sauberen Bogen machen.



    Das die PdS auch nicht fehlerfrei sind, habe ich eben von einer Kollegin des Nw. Vereines gesteckt bekommen.


    Die 1700 werde ich trotzdem weiter empfehlen.


    Da werde ich sehr schnell fündig, ich benutze es fast jeden Tag.


    Vergleiche dann mit dem, was mir zur Verfügung steht.



    Der Deckel löst sich schon vom Inhalt,


    :P


    LG
    Peter

    • Gäste Informationen

    Einmal editiert, zuletzt von Habicht ()

    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.