Hallo, Besucher der Thread wurde 6k mal aufgerufen und enthält 5 Antworten

Alle sollen es wissen!!!

  • Hallo Pilzfreunde, sicher habt Ihr meinen Beitrag über die Nebelkappen
    verfolgt, bei dem wir über einen Schüppling zu einem Baumstamm
    gekommen sind, der Zweifel an der Baumart aufrief.
    Der Pablo sagte sofort, dass dieser liegende Baumstamm nur eine
    Pappel sein kann.
    Ich habe nach den für mich sichtbaren Anzeichen geurteilt und
    gezweifelt.
    Ich habe mich umgesehen und habe im ganzen Wald keine Pappel
    mehr sehen können. In der Nähe der liegenden Bäume standen überall
    Kiefern, die ebenfalls eine Borke haben, die bei laienhafter Betrachtung
    gleich aussieht, wie die der Pappel.
    Der Stamm ist 18 Meter lang und unten 80 cm dick. Er ist mehrfach
    zerschnitten. Also konnte der Baum nur dort aufgeräumt wurden sein und dann geschnitten. Nun habe ich nach weiteren Beweisen gesucht, um
    die Aussage von Pablo zu bekräftigen, oder meine Annahme zu bestätigen.
    Weitere Pilze habe ich eingestellt, die auf Laubholz wachsen. Wieder
    eine Bestätigung für Pablo.
    Nun habe ich die bindende Antwort.
    Ich habe den Revierförster ausfindig gemacht und ihm die Stämme
    geschildert. Er wußte sofort, welche das sind.
    Seine Aussage:"Im ganzen Wald steht keine einzige Papppel mehr


    aber es liegen drei Pappeln dort im Wald!"


    Zwei hat der Wind gefällt und eine wurde gelegt. Es war gut so, denn die
    sollten sowieso weg, weil sich die Pappel so stark vermehrt.


    Ich spreche dem Pablo meine Hochachtung aus und wir haben uns nie gestritten, sondern nur den Standpunkt dargelegt.
    Er ist der absolute Fachmann für mich, nun auch in der Baumkunde!
    Liebe Pilzfreunde, ich wollte Euch nicht langweiilen und wir haben gesehen, was alles zur wirklichen Pilzkunde gehört. Gern hätte ich auch
    noch mehr andere Meinungen gelesen. Wir sind ein Forum und da kann man doch sagen, was man denkt. (bedenken was man sagt, sollte man natürlich auch)
    Ich bedanke mich nochmals bei allen, die mit am Thema gearbeitet haben.
    Lieben Gruß Fred

  • Klasse, dass das noch aufgeklärt werden konnte.
    Pablo: Auch von mir Respekt.
    Mangels Kenntnis konnte ich mich aber eh nicht beteiligen.
    seid herzlichst gegrüßt
    Thomas

    Auch von mir selbstverständlich keine Essensfreigabe. Sämtliche Darlegungen und Aussagen sind subjektiv und unverbindlich.

  • Diesen Abschlussbericht habe ich erst nach meiner letzten Wortmeldung gelesen - nun doch keine Tatortbesichtigung mehr!

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo, Fred!


    Danke. :happy:
    Zweifel sind auch immer richtig, so kommt man am besten und am sichersten voran.
    Ich finde das gut, wenn man unterschiedliche Ansichten hat, diskutiert und wenn man schreibt / sagt was man denkt!
    Was genauso gelten würde, wenn ich nicht richtig liege.


    Der Förster ist übrigens auch ein Pfundskerl, wie es scheint. Der kennt seinen Wald genau, wenn er prompt weiß, von welchen drei Stämmen du redest.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Zitat

    "Gern hätte ich auch noch mehr andere Meinungen gelesen. Wir sind ein Forum und da kann man doch sagen, was man denkt. (bedenken was man sagt, sollte man natürlich auch)"


    Ich kann zwar die meisten Bäume im Sommer problemlos bestimmen und auch im Winter habe ich bei den gängigen Arten kaum Probleme (besonders bei den Nädelbäumen ;-), bei länger liegenden Totholz wird es dann aber dann schnell schwierig, insbesondere wenn es sich außerhalb der von mir als Brennholz verarbeiten Arten bewegt.
    Dies hat mich davon abgehalten hierzu was zu schreiben und ich denke das war auch für andere der Grund sich hier zurückzuhalten.
    Die einzige Meinung die ich dazu hatte, war das man aus den sonst so vorhandenen Bäumen kein Ausschlusskriterium für liegendes Stammholz machen kann. Gerade sich schnell vermehrende Arten, die der Förster nicht (in großer Anzahl) haben möchte, werden gerne mal selektiv ausgeputzt und bleiben dann u.U. auch einfach liegen weil sie forstwirtschaftlich / kommerziell betrachtet "keinen großen Wert" haben - wodurch sie zu einer wertvollen Ressource für die Natur werden.


    Auf alle Fälle vielen Dank für diesen Thread. Er hat mir gezeigt, dass es neben Gebüschen noch eine zweite Baustelle für mich gibt: Baumbestimmung im Winter verbessern und vor allem Baumbestimmung bei Totholz.
    Gut das ich mir schon vor ein paar Tagen folgendes Buch gewünscht habe (jetzt ist es da und macht einen sehr guten ersten Eindruck, daher hier schon mal eine Empfehlung):
    Rita Lüder, Grundkurs Gehölzbestimmung: Eine Praxisanleitung für Anfänger und Fortgeschrittene


    Zitat

    "Pablo: Auch von mir Respekt. "


    Da schließe ich mich unbedingt an!


    Zitat

    "Ich finde das gut, wenn man unterschiedliche Ansichten hat, diskutiert und wenn man schreibt / sagt was man denkt!"


    Und dies ist endlich mal ein Forum wo das völlig sachlich möglich ist. Dafür allen hier mein größter Respekt!

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasL ()

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    Einmal editiert, zuletzt von ThomasL ()

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