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Schmetterlingstramete?

  • Zitat von JoBi pid='23287' dateline='1440693998'


    Gibt es schon Erfahrungen im Forum zum Thema Anwendung als Vitalpilz?


    Hallo JoBi,


    Meine Meinung zu den Heil/-Vitalpilzen: hilft's nix, schadet's nix.


    Wir haben auch den Chaga und das Judasohr manchmal im Tee.


    Vitaler haben die uns nicht gemacht, das macht uns eher die Suche nach den Pilzen.


    :wink:


    LG
    Peter

  • hallo zusammen , darf ich hierzu mal vorsichtig eine Frage einwerfen oder zwei 😚

    Es gibt ja viele verschiedene Trameten, und ich hätte anhand der Bilder nun auf Ockerfarbene Tramete getippt , was die Farbe hier auf den Bildern ja auch hergibt! Ich war der Meinung , dass die Schmetterlingstramete auch mehr ins schwarz und violette geht , oder ?🤔

    Hat denn diese Tramete auch diese Contexschicht in Schwarz, wenn diese so hell sind?

    Und die dunkle Schmetterlingstramete ist doch die mit den meisten Vitalstoffen oder liege ich da falsch ?
    danke schon mal

    Glg Alex

  • Hallo, Alex!


    Schmetterlingstrameten (Trametes versicolor) sind farblich extrem variabel.
    Die dünne Trennschicht zwischen Tomentum (Hutfilz) und Kontext (Hutfleisch) gibt es bei Tremetes versicolor, Trametes ochracea und (am schwächsten ausgeprägt) bei Trametes hirsuta.
    Bei Trametes versicolor und Trametes ochracea korreliert sie weitgehend mit der Farbe des Hutfilzes, zur Unterscheidung der Arten taugt das also nicht oder nur sehr begrenzt.

    Trametes versicolor und Trametes ochracea unterscheiden sich in erster Linie durch den Habitus der Fruchtkörper und die Struktur der Hutoberflächen und des Hutfilzes. Das Farbspektrum ist auch nicht ganz das Selbe, aber es gibt einen recht großen Überschneidungsbereich bzw. schließt die farbliche Variationsbreite von T. versicolor die von T. ochracea nahezu vollständig mit ein. Mikroskopisch gibt es noch einen marginalen Unterschied in der Sporenbreite (aber auch da mit Überschneidungsbereich je nach Reifegrad der Fruchtkörper) und auch die Konsistenz der frischen Fruchtkörper ist zwar ähnlich aber (ebenfalls je nach Entwicklungsstadium) nicht völlig identisch.


    Bei JoBis Fund wäre ich auch tendenziell eher bei Trametes versicolor als bei ochracea.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • hallo lieber Pablo , und wieder ein Riesen Dankeschöööön, ich bin begeistert , was Du alles weißt und mir mit einer Geduld genaust erklärst! Subber 😚 Danke

    Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe , sind diese eher an den Sporen zu unterscheiden als an der Hutfarbe !?
    Bei diesen Gattungen kann man nicht so viel falsch machen, außer das man evtl. eine schwächere Form der Tramete mit weniger Inhaltsstoffen erwischt 🤔 ( sorry wenn ich da wieder die Vitalstoffe erwähne ) ich hab mich da mal auf eurer 123Pilze durch die Trameten gekämpft, hab noch eine rote oder zinnoberrote in Erinnerung , die NICHT soweit ich mich noch erinnere ! Sorry bin noch in der Schmetterlingstrameten-Lernphase!
    Danke an Pablo 😚

    Schönes Wochenende , wir lesen uns

    Glg Alex

  • Hi,


    über die Größe der Sporen würde ich keine Unterscheidung wagen, dafür liegen die beiden Arten in der Messung zu nahe beieinander. Eher über deren Form, bei T. ochracea werden sie mit keulenförmig beschrieben, bei T. versicolor mit leicht gekrümmt. Überlasse ich Pablo ... :party:


    Eine typisch ausgeprägte T. ochracea lässt sich makroskopisch festnageln, nur findet man die seltener,


    LG

    Peter

  • Hallo.


    Eine irgendwie "keulenförmige" Spore habe ich weder bei der einen noch bei der anderen Art je gesehen. Die Sporen von Trametes ochracea waren nach meiner Erfahrung tendenziell etwas elliptischer, die von Trametes versicolor tendenziell eher zylindrisch (nicht gekrümmt, aber gelegentlich mit Hilardepression, was aus einzelnen perspektiven so wirken kann).

    Aber wie schon gesagt: Die Unterschiede in Sporengröße und Sporenform sind so diffus, daß das bestenfalls als kleines Hilfsmerkmal ins Gesamterscheinungsbild einer Kollektion zum Tragen kommt.
    Am besten klappt es in der Tat makroskopisch, und dabei am meisten Gewicht hat wohl die Strukturierung des Hutfilzes, die Beschaffenheit der Hutoberfläche (vor allem die Knubbel nahe der Ansatzstelle bei T. ochracea) und der Gesamthabitus der fruchtkörper (wobei auch T. versicolor mal dicke, im Schnitt dreieckige Fruchtkörper bilden kann und T. ochracea das nicht immer so macht).



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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