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Pilze in alter Sandgrube (3.10.2015)

  • Hallo liebe Pilzfreunde!


    Bei einem Spaziergang in eine alte Sandgrube bei Kirn (Nahe, Rheinland-Pfalz)
    habe ich neben einigen Fliegenpilzen noch weitere Pilze gefunden.
    Der Bewuchs besteht fast ausschließlich aus Kiefern und Erika, einige Stellen sind sehr feucht.


    Ich hoffe die Bilder reichen für eine Artbestimmung aus.


    Bild 1: Pilzgruppe am Rand der Sandgrube (hier stehen auch Eichen und Buchen).
    Länge der Stiele ca. 8-10 cm.
    Bild 2: Hutdurchmesser ca. 8-9 cm vielleicht ein Porling?
    Bild 3+4: Lamellenpilz Hutdurchmesser ca. 5-6 cm.
    Bild 5: eventuell ein Sand-Porling? Hutdurchmesser ca. 10-11 cm.
    Bild 6: kleiner Pilz mit Hutdurchmesser ca. 1,5-2 cm.
    Bild 7: könnten das Saftlinge sein? Hutdurchmesser von ca. 2 - 7 cm.


    LG Fred









  • Hallo Fred,


    Bild 1 sieht mir nach altem Grünblättrigen Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) aus.
    Bild 2 ? Das Foto allein von oben sagt nichts aus, ich habe auch keine Vermutung.
    Bild 3 und 4 könnten Milchlinge sein, welche ?
    Bild 5 ist scheint mir ein Sandröhrling zu sein (Suillus variegatus).
    Bild 6 ist auch schwer zu sagen, ich denke hier an einen Risspilz (Inocybe spec).
    Das letzte Bild zeigt Rötliche oder Braunrote Lacktrichterlinge (Laccaria laccata oder proxima).Der Standort dieser Pilze ist sehr eigenartig. Normalerweise findet man sie im Laub- und Nadelwald.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo, Leute!


    In der Tat, da sind schwierige geistige Verrenkungen erforderlich, um noch ein Haar in der Suppe zu finden. :wink:
    Freilich, den Lacktrichterling wird man ohne ein paar mikroskopische Eckdaten ohnehin nicht ansprechen können. Das Gleiche könnte für den Rißpilz gelten, wobei da auch schon makroskopisch mit ein paar mehr Details möglciherweise schon eine Richtung erkennbar wäre.


    Der Reizker sieht mir für einen Edelreizker (Lactarius deliciosus) doch etwas seltsam aus. Insbesondere ehlen mir die prachtvollen, leuchtenden Farben in den Zonierungen. Da würe mich mal interessieren, wie sich die Milchfarbe so im Laufe der Zeit verändert und auch ob da irgendwo bläuliche Farbtöne bei ganz jungen Pilzen zu sehen sind, also auch ohne Einfluss von Schädigungen.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Fred,


    der Reizker (Bild 3 und 4) sieht mir schon sehr nach L. quietcolor aus. Wie Pablo schon schrieb wären die Verfärbungen der Milch sehr aufschlußreich.


    http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/BlauerReizker.htm


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo
    Das ist ja wieder ein lustiges "Pilze raten". Da möchte ich dann auch mitraten.
    Im zweiten Bild sollte ein Sandröhrling sein. Im sandigen Kiefernwald gibt es keine anderen Pilze mit solcher Hutoberfläche.
    Die Lacktrichterlinge wachsen gerne mal scheinbar auf Sand. Findet man so hin und wieder auch bei uns!


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