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Mal wieder ein bisschen kleine Welt?

  • Hallo!


    Für solche Becherchen werden sich wohl die wenigsten hier interessieren, aber hübsch sind sie dennoch.

    Mollisia olivaceocinerea (Braungraues Weichbecherchen), wächst an meist liegenden Laubholz-Totästen und fällt u.a. durch kleine Tröpfchen in den um 10 µm langen Sporen auf.
    An der Unterseite eines liegenden Eichenastes in Hessen.



    Trichopeziza mollissima (Gelbhaarige Trichopeziza), ein Becherchen, das gerade im Frühjahr/Frühsommer gern an vielen, oft etwas dickeren liegenden Kräuterstängeln zu finden ist.
    Sie wuchs an Rhododendron in Rheinland/Pfalz.



    Orbilia aurantiorubra (Orangerotes Knopfbecherchen) auf Weidenast, ein Hesse mit recht dünnen Sporen:


    Diese Orbilia eucalypti (Scharlachrotes Knopfbecherchen) ....

    .....sieht makroskopisch nicht sehr viel anders aus, ist aber größer und hat auch andere Sporen:

    Wuchs in Mecklenburg-Vorpommern, ebenfalls an Eiche.


    Farblich recht unauffällig haben wir hier Hyalorbilia inflatula (Schüsselförmiges Hyalin-Knopfbecherchen).....

    .....wächst für gewöhnlich an liegendem Morschholz von Laubbäumen.


    In einem sehr morschem Eichenstumpf (Thüringen) ist das Weichbecherchen gewachsen:


    Und das Weichbecherchen zeigt hübsch die verschiedenen Farben je nach Abtrocknngsgrad:


    Völlig per Zufall hatte ich auch was Großes gefunden, womit ich in meiner Region gar nicht gerechnet habe.....

    Hygrophorus marzuolus (Märzschneckling); das Vorkommen scheint dieses Jahr allgemein nicht schlecht zu sein, was man so in den Pilzforen liest.


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W ()

  • Hallo Ingo,


    es ist schön daß Du wieder einmal ein paar deiner Becherchen zeigst. Deine zwei letzten Bilder zeigen aber eine andere Art als dein erstes oder? Ist das M. lividofusca (ich habe ja von denen überhaupt keine Ahnung:wink:)? Die sehen irgendwie anders aus als meine Funde. Die sind meine einzigen Becherchen-Funde in diesem Jahr und von Märzellerlingen kann ich nur träumen. Zumindest weiß ich dank Nando wo ich die, wenn ich wieder Zeit habe, finden kann.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Jörg!

    Zitat


    Deine zwei letzten Bilder zeigen aber eine andere Art als dein erstes oder? Ist das M. lividofusca.....?


    Ja genau, ist beides was um Mollisia lividofusca (Bleigraues Weichbecherchen).


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

  • hallo ingo,
    danke für die einblicke in "deine" kleine welt:agree:.
    ich nutze deinen beitrag jetzt kurzerhand aus und stell mal folgende fotos von heute rein.
    gefunden an lebender lärche an den schnittstellen der äste (wertastung vor ca 5 jahren). größe im 1 max 2 mm, rand leicht eingerollt.
    bestimmung ohne mirko nicht mgl- aber vlt eine grobe eingrenzung auf grund der baumart möglich (lärche ist ja nicht sooo der vielpilzbaum).


    danke &lg joe

  • Hallo Ingo,


    auch ich bin von der kleinen Pizwelt fasziniert und deine Bilder zeigen mir, was ich alles noch nicht gesehen habe in natura. Man müsste 10 Leben haben, um in die Pilzwelt noch tiefer einsteigen zu können.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo joe!


    Hättest du ruhig als separate Anfrage ins Forum stellen können.
    Ich weiß nicht, ob du Pilze der Schweiz hast.
    Die Gattung der Gezeigten heißt Sarea, in PdS als Biatorella. Dort ist Biatorella resinae (Harzbecherchen) beschrieben, und das dürfte deiner sein.
    Die wachsen in Verbindung mit Harz und man kann die Gattung als auf dem Weg zu den Flechten bezeichnen.
    Deshalb werden die Asci auch mächtig blau mit Lugol:
    http://asco-sonneberg.de/pages…?group_id=9611&position=2


    VG Ingo W

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  • Hallo, Ingo!


    Soso, nun gehörst du also auch zu denen, die mit Photomontagen und Berichten die Legende des fabelhaften "Märzellerlings" weiter befeuern.
    Nur zu, auch wenn ja eigentlich jeder weiß, daß dieser Pilz in Wirklichkeit gar nicht existiert. :wink:



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hi Pablo!

    Zitat


    Nur zu, auch wenn ja eigentlich jeder weiß, daß dieser Pilz in Wirklichkeit gar nicht existiert.


    Oder wie meine Arbeitskollegen sich zu sagen trauten, als ich mit stolzer Brust meinen 1. Märzellerling präsentierte:
    "Ist das nicht einfach ein übriggebliebener Pilz aus dem Herbst?"


    Schätze, die meinen wohl sowas wie die Schwärztäublinge.
    Naja ......und "März" und "Schwärz" und "-ling" hintendran ja sowieso..........so groß wird der Unterschied dann wohl doch nicht sein.


    Ja....also überzeugt!.......Alles überbewertetes Fabel-Gefasel aus dem Reich der Wichtigtuer..................blöder schwärzlich vergammelter Komisch-Pilz!!
    Keine Ahnung, was mich da geritten hat, den überhaupt mitzunehmen.


    VG Ingo W

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    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W ()

  • Hi!


    Eben.
    Zumal das ja noch nicht mal ein richtiger Pilz ist, weil er nicht an Holz wächst. Und weder krustenförmig daran ausgebreitet ist, noch Poren bildet. Und erst recht keine Schläuche. :wink:


    Allerdings fällt mir gerade ein, daß ja oben am "Weißen Stein" einige Weißtannen stehen...
    ... vielleicht sollte ich da die Tage mal nach tannenbewohnenden Krusten suchen und vielleicht als Beifang ein - zwei Becherchen mitnehmen.



    LG, Pablo.

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  • Hallo Pablo!


    Warum ich ja eigentlich nicht mit dem "Fabel-Pilz" gerechnet habe, ist ja, dass ich mir dessen Biotopansprüche ganz anders vorgestellt habe.


    Am Fundort waren weder Tannen noch Buchen, sondern hauptsächlich Kiefern, paar Fichten, vielleicht eine Jung-Eiche.
    Dieser schwärzlich-braune rundliche "Stein" hat so neben einer Waldstraße rausgeschaut, aus Reflex habe ich da mal rangelangt ohne wirklich was Pilziges zu erwarten. Dunkler Stein eben, bloß weicher.


    In dem Gebiet findet man eher Stachelings-Arten und kann Blaubeeren pflücken.


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W ()

  • Hallo.


    Interessant.
    Von "Kalk" bzw. "basischem Untergrund" wird ja immer wieder mal geprochen, das muss allerdings wohl auch nicht stimmen ("Blaubeeren pflücken").
    Die Stelle, die ich im Auge habe, ist im Grunde dominiert von Fichten, dazwischen einzelne Douglasien, Tannen und ein paar Buchen.
    zwischen den Heidelbeeren wachsen Maronen und Fichtensteinpilze, aber an den Wegrändern eben auch Lachsreizker.
    Mal gucken. Andererseits muss ich auch dringend in ein anderes Waldstück, wo ich letztes Jahr wohl einen Pilz fehlbestimmt habe.
    Im grunde aber ist das alles nicht so wichtig, weil interessant ist es ja eigentlich überall.



    LG, Pablo.

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  • Zitat von Ingo W pid='29961' dateline='1459800618'

    Hallo Pablo!


    Warum ich ja eigentlich nicht mit dem "Fabel-Pilz" gerechnet habe, ist ja, dass ich mir dessen Biotopansprüche ganz anders vorgestellt habe.


    Am Fundort waren weder Tannen noch Buchen


    Hallo Ingo,


    das muß ja auch nicht sein wie Nando hier beweist:


    http://www.pilzforum.eu/board/…sachsen-vogtland-erstfund


    da waren nur Fichten:P.


    VG Jörg

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