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Champignon, welcher?

  • Hallo an die Pilzgemeinde


    Kann mir jemand sagen, um welche Art es sich handelt. Ich vermute Wiesenchampignon.


    [ul][li][size=2][font="Verdana, sans-serif"] Durchmesser des Hutes / [/font][/size][size=2][font="Verdana, sans-serif"]von 6 bis 20 cm
    [/font][/size]
    [/li][li][size=2][font="Verdana, sans-serif"][size=2]Beschaffenheit des Hutes / leicht schuppig[/size]
    [/font][/size]
    [/li] [li][size=2][font="Verdana, sans-serif"]Länge des Stiels / [/font][/size][size=2][font="Verdana, sans-serif"]von 7 bis 18 cm[/font][/size][/li] [li][size=2][font="Verdana, sans-serif"]Beschaffenheit des Stiels (zB. fest, hohl, wattig, gekammert, etc.) / brüchig leicht f[/font][/size][size=2][font="Verdana, sans-serif"]aserig[/font][/size][/li] [li][size=2][font="Verdana, sans-serif"]Beschaffenheit des Hutes (zB. schmierig, trocken, glatt, rau, etc.) / [/font][/size][size=2][font="Verdana, sans-serif"]trocken[/font][/size][/li] [li][size=2][font="Verdana, sans-serif"]Verfärbung des Fruchtkörpers auf Druck / [/font][/size][size=2][font="Verdana, sans-serif"]keine verfärbung[/font][/size][/li] [li][size=2][font="Verdana, sans-serif"]Verfärbung des Fruchtkörpers im Schnitt / [/font][/size][size=2][font="Verdana, sans-serif"]keine verfärbung[/font][/size][/li] [li][size=2][font="Verdana, sans-serif"]Farbe der Lamellen / jung [/font][/size][size=2][font="Verdana, sans-serif"]fleischrosa / alt dunkelbraun [/font][/size][/li] [li][size=2][font="Verdana, sans-serif"]Beschaffenheit der Röhren/Lamellen / [/font][/size][size=2][font="Verdana, sans-serif"]siehe Foto[/font][/size][/li] [li][size=2][font="Verdana, sans-serif"]Geruch / [/font][/size][size=2][font="Verdana, sans-serif"]pilzig kein Anisgeruch[/font][/size][/li] [li][size=2][font="Verdana, sans-serif"]Standort / [/font][/size][size=2][font="Verdana, sans-serif"]auf einer Wiese [/font][/size][/li][/ul]


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  • Hallo !
    an einen Wiesenchampignon glaube ich hier nicht der hier sieht mir doch gilbend aus ich denke der riecht möglicherweise doch etwas süßlich ....
    Gruß Harry

    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzberater vor Ort , Bestimmungsvorschläge meinerseits sind keine Essensfreigaben

  • Hallo Harry


    Ich habe noch einige Fotos von frischeren Fruchtkörpern hochgeladen. Vielleicht hilft dies. Was meinst du mit süsslichem Geruch? Ich kann Gerüche so schlecht bestimmen. An der Stielwurzel war keine Gilbung sichtbar.


    Gruss morina



  • Hallo morina,
    dein Champignon ist kein Wiesench.-da hat Harry völlig recht, und du schreibst ja auch nicht, dass du ihn auf einer Wiese gefunden hast. ich denke, dein Pilz gehört in diese Art, auch wenn deiner nicht so groß ist.


    http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/Schafegerling.htm

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Dankeschön,


    [ul][font="Verdana, Arial, sans-serif"][li][size=3][font="Verdana, sans-serif"]Standort / [/font][/size][size=3][font="Verdana, sans-serif"]auf einer Wiese [/font][/size][/li][/font][/ul]Gefunden habe ich die Egerlinge am Waldrand auf einer Wiese.


    [ul][font="Verdana, Arial, sans-serif"][li][size=3][font="Verdana, sans-serif"]Geruch / [/font][/size][size=3][font="Verdana, sans-serif"]pilzig kein Anisgeruch[/font][/size][/li][/font][/ul]
    Ich habe den Geruch wohl so umschrieben, nach dem kleinschneiden der Pize kam mir aber ein säuerlicher Geruch entgegen.


    Ist es Möglich dass verschiedene Egerligsarten vermischt am gleichen Ort aus dem Boden schiessen?

  • Hallo.


    Großfrüchtige, gilbende Arten, bei denen der Geruch oft schwach ist oder schnell verloren geht, wären auch Agaricus urinascens (Großsporiger Anischampignon) und Agaricus osecanus (Rundsporiger Anischampignon). Makroskopisch kann man die beiden vom Schafchampignon (Agaricus arvensis) sowieso nicht unterscheiden, kulinarisch ist die Unterscheidung ebenfalls bedeutungslos.
    Nur Karbolis sollten es halt wirklich nicht sein, das muss man sicher ausschließen können, was manchmal auch nicht liecht ist, wenn die nicht mehr gilben und auch nicht nach Krankenhaus riechen wollen.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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  • Hallo


    Wenn es wirklich Karbolchampignons gewesen wäre, so hätte man dies wohl bei den noch jungen Exemplaren am Geruch erkennen sollen?


    Die Stielbasis müsste wohl einen stärkeren Gelbton aufweisen, als dies auf den Fotos ersichtlich ist?


    Wegen dem für mich nicht klar definierbaren Geruch, werde ich meinen Fund wohl besser nicht verwerten.


    Besten Dank für die Bemühungen


    FG morina

  • Hallo, Morina!


    Leider ist beides (Geruch und Gilbung) bei Karbolis nicht immer gleich stark ausgeprägt. Mir sind ab und an auch schon Kollektionen begegnet, die weder so rochen, wie sie sollten, noch so gilbten, wie sie sollten. Dann wird's eben schwierig und zu einer Erfahrungssache.


    Allerdings: So wie deine Pilze aussehen (Art und Ausprägung des "Trocknungsgilbens" auf Hut und Stiel, Ausprägung des Ringes, Form von Hüten und Stielbasis) sind es erfahrungsgemäß tatsächlich eher keine Karbolis, sondern eine der gilbenden Anis - Arten. Da gilt das Gleiche wie bei Karbolis: Gilben und Geruch sind nicht immer ausgeprägt.



    LG, Pablo.

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  • Ich hoffe ich darf mich hier anschliessen, ich hab heute auch was gefunden, was ich als Schafchampi ansehen würde. Hat aber einen wesentlich dickeren Hut wie der obige. Durchmesser 10-12cm.


    Kann das hinkommen, ich dachte erst Riesenchamp, hab aber dann gesehen, dass er einen bräunlichen hut hat.

  • Hallo,


    so ein dicker Champi ist mir vorgestern auch am Waldrand in den Korb gesprungen, leider teilweise verwurmt.


    Vermute mal, daß aufgrund des reichlichen Regens die Champis fast doppelte Größe erreichen. Derzeit sind sie manchmal sogar an gemähten Straßengräben zu sehen, so groß, daß sie einem Pilzfreund bei Tempo 80 noch ins Auge springen.


    Nur ernten kann man sie am Straßenrand wegen der Schadstoffe natürlich nicht.


    Auch die Perlpilze sind dieses Jahr bei uns teilweise riesig. Einige Exemplare haben ca. 20cm Durchmesser.


    Ich bin mal gespannt auf die krausen Glucken!


    LG


    PilzHex`

    _________________________________________


    Lieber in die Pilze als ins Fitness-Studio!

  • Hallo, Uli!


    Am besten ist es, für eigene Funde ein eigenes Thema zu eröffnen. Sonst gehen in einem Thema nachher die Diskussionen zu unterschiedlichen Fuinden durcheinander, das wird schnell unübersichtlich.


    Bei Champis ist es wichtig (um überhaupt in die richtige Gruppe zu kommen), wie sie verfärben im Längsschnitt (Schnittbild sollte vollständig sein), beim Kratzen am Hut, beim Kratzen am Stiel. Dazu ist der Geruch sehr wichtig, da gibt es drei Möglichkeiten: Nach Anis / Marzipan / Bittermandel oder nach "Supermarktchampignon" oder nach Krankenhaus / Desinfektionsmittel / Jod / Karbol.


    Das sind die Details, die man zu allererst prüfen muss. Ein Champi aus der Gruppe um den Schafegerling (Agaricus arvensis, gehört zu den gilbenden Arten mit Anisgeruch) ist das nicht, was du gefunden hast. Ich denke eher, daß der zu den schwach rötenden Arten aus dem Umfeld um Agaricus bisporus (Zuchtchampi) oder Agaricus bitorquis (Stadtegerling) gehört.



    LG, Pablo.

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  • Hab da heute auch vermutliche Champignons gefunden. Bin mir aber nicht sicher ob es sich um einen Anisegerling oder einen Carbolegerling handelt?
    Der Stiel ist weiß bräunlich die Kappe weißlich leicht gilbernd, die Manschette liegt an und der Pilz ist verschlossen im Durchschnitt ist der Pilz komplett weiß und die Lamellen sind hell rosa, Geruch ist angenehm. Bei Durchschnitt des Pilzes färbte sich der Rand der Kappe gelblich.
    Beim Fund des Pilzes war der Pilz mit kleineren Fliegen versehen, was aber auf den Bildern zu sehen ist.

  • Hallo Martn1990,


    du hast keine Karbolchampignon vor dir, sondern schön gewachsene Anischamp, auch Schafchamp.(Agaricus arvensis) genannt. Dieser Pilz verfärbt sich allmählich durch Anfassen oder Drücken gelblich. Der Karbolegerlig dagegen verfärbt sich plözlich gelb wie eine Citrone, wenn du die Stielbasis durchschneidest oder am Hut kratzt.
    Deine Egerlinge müssen einen angenehmen Geruch haben, z.B. nach Anis. Da dein Pilz verschlossen ist, also von einer Teilhülle umgeben, kannst du auch sehen, dass an dieser Teilhülle (Ring) ein kleines "Zahnrad" zu sehen ist. Das ist ebenso ein gutes Erkennungsmerkmal.


    Hier das von mir beschriebene "Zahnrad"
    http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/Schafegerling.htm

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

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  • Hallo Martin1990,


    nun, die Fliegen sind eben auch gierig nach den Leckerbissen des Waldes. Diese Egerlinge sind auch sehr schnell madig, selbst die kleinen Pilze, die gerade mal aus der Erde hervor schauen, können schon völlig vermadet sein. Möglich, dass "deine" Fliegen etwas damit zu tun haben, muss aber nicht sein.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo,
    möglich wäre natürlich auch, dass ein Fuchs sein Revier markiert hat, ein niedliches Eichhörnchen Pipi gemacht hat, eine Seniorenwandergruppe...
    Soviel auch zum immer wieder diskutierten Thema des Pilzewaschens, vor allem unsere Fernsehstarköche und andere Größen bestehen ja immer darauf, dass man Pilze nicht wäscht, da sie sonst an Geschmack verlören...
    Grüße Grübling.

  • Hallo Grübling,


    stimmt, deine Vorschläge sind alle möglich:wink:. Was das Waschen von Pilzen betrifft, das sollte jeder handhaben wie er möchte. Ich wasche meine Pilze, wenn sie es nötig haben und ich nicht auf Sand herum kauen will, ansonsten putze ich sie mit einem groben Pinsel.


    Hallo martin1990,


    deine Frage nach der Zubereitung und ob du die hier vorgestellten Pilze essen kannst, musst du dir schon selbst beantworten. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, ein Pilzgericht herzustellen und Tante Google weiß viele davon und jedes noch so kleine Pilzbuch gibt darüber Auskunft.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




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