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Fund vom letzen WE

  • Wenn ich mich nicht geirrt habe, wäre der unter den Speisepilzen richtig eingeordnet. Sonst bitte ich um Korrektur. Ich habe aus dem einen Fruchtkörper zur Diagnosehilfe nur einen kleinen Keil herausgeschnitten und den Rest an Ort und Stelle gelassen, so häufig sind sie hier nicht. Biotop: kalkhaliger Boden, altes Buchen- und Eichengehölz.
    Saskia

  • Hallo Saskia,


    hast du eine Aufnahme von der Unterseite? Wenn nicht ist es für mich trotzdem ein Leberreischling, gratuliere dir zu diesem Fund.


    Fistulina hepaptica ist in Kärnten sehr selten anzutreffen, lediglich einen Standort konnte ich bisher ausmachen.


    Aufnahmen dazu,


    von oben,




    von unten




    Querschnitt, ein Schmetterling





    Eher eine Ente als eine Ochsenzunge,






    Die Färbepilze warten noch auf den Schweinsbratenpilz, der hat sich noch nicht gezeigt :wink:


    LG
    Peter

  • Ein Foto von unten habe ich leider nicht, weil ich keinen ganzen Fruchtkörper entfernen mochte. Der Keilschnitt hatte aber die gleiche typische Struktur, wie Peter sie auf seinen schönen Fotos gezeigt hat. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass es ein Leberreischling ist.
    Vor vielen Jahren habe ich an einer alten Eiche in ca. 500-800m Entfernung schon einmal eine ganz klassische riesige Ochsenzunge entdeckt. Das war damals mein pers. Erstfund und dieser ist der zweite.
    Saskia

  • Nein ich habe den Pilz vor Ort gelassen, weil er selten ist und die Fruchtkörper auch noch ziemlich klein waren. Mich würde aber auch interessieren, wie er schmeckt.
    Die Farbwiedergabe auf meinem eigentlich schlechten Handyfoto ist übrigens orginalgetreu. Der Pilz war im Gegensatz zu dem von Peter wirklich richtig hellrot, fast genau dieselbe Farbe wie die sog. Glaskirschen, eine frühe Süßkirschenart.
    Saskia

  • Hallo Claudia u. DocMarten,


    der Geschmack des Leberreischlings ist säuerlich. Ich habe ihn vor langer Zeit probiert und werde ihn fortan im Walde stehen lassen.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Saskia,


    die Farbe bei deinem Fund passt. Zwei Wochen konnte ich diesen Pilz beobachtet, an mehreren Eichen/-bzw. deren Stümpfen.


    Mit roten Gutationstropfen an der Oberfläche habe ich nicht gerechnet,


    1)



    Einen Tick reifer bilden sie die typische Form aus, so wie sie auf deiner Aufnahme zu sehen ist,


    2)



    Bei diesem handtellergroßem, vollreifem Exemplar erst hat sich die rote Farbe gezeigt,


    3)





    @ Hallo Ingo,


    deiner Meinung, das sind kaputte roten Schuhe, kann ich einiges abgewinnen. Es könnte sich dabei sogar um die Tanzschuhe einer Teilnehmerin vom letzten Gnolmenball handeln. Eine verwegen These, gestehe ich ein. Von der Schuhfarbe auf die Haarfarbe zu schließen wäre schlicht an den Haaren herbeigezogen :wink:


    Aber, bei den Gebrüdern Grimm ist nachzulesen, ein Gnolm, pardon, ein Prinz hat sich mit damit ein Gnolmin, ähh... Prinzessin geangelt, :D



    LG
    Peter

  • Hallo!


    Also wegen Saskias Leberreischlinge: ich habe dann schon auch erkannt, dass die " roten Tanzschuhe" Leberreischlinge sind, denn das Bild kann man ja großklicken und dann ist es auch rchtig rum und man versteht die Perspektive.
    Sollte jetzt keine Kritik oder ein Zweifel an der Bestimmung sein, das passt schon.


    Zur geschmacklichen Werteinschätzung kann ich mich voll Veronika anschließen.
    Sicherlich können Kochkünstler immer was draus machen, aber mir war der säuerliche Geschmack einfach nicht recht, da mache ich lieber ein Glas Gurken auf.
    Auch meine Leberreischlinge bleiben demnächst an der Eiche.


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

  • Danke ebenfalls für die Rückmeldungen und für die Pilzentwicklungsfotos. Ich koche zwar mit viel Säure und esse auch gerne saure Gurken, aber den Leberreischling lasse ich erst mal an Ort und Stelle.
    Ich hatte schon mal so ein olfaktorisches Aha Erlebnis mit dem Riesenporling, der bekanntlich als essbar gilt. Selbst die allerjüngsten noch zarten Konsolen dieses Monsters haben für mich so abstoßend gestunken, dass ich den Pilz nie probieren würde, außer in Kriegszeiten bei absolutem Eiweißmangel vllt. Mir wurde richtig übel davon. Hat den schon mal jemand probiert?
    Saskia

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