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Riesenporling?

  • Hallo matyves,


    Denke schon, dass es ein Riesenporling (Meripilus giganteus) ist. Sollte sich bei Druck an den jew. Stellen auch dunkel verfärben! (sieht man auch andeutungsweise auf den Bildern!) Ich selbst kenne leider nur den Bergporling, alles andere ist bei meiner geografischen Lage nicht wirklich zu finden.


    Zur Verwendung kann ich auch nicht viel beitragen, da ich die Art nicht verwende. Möchte aber auf folgenden [size=3]Link[/size] von Saskia / DocMarten Beitrag #12 verweisen! Sagt eigentlich schon alles über den Porling aus :wink:


    Das Exemplar auf den von Dir gezeigten Fotos erscheinen mir jetzt jedenfalls viel zu alt für etwaige Kostversuche!


    VG
    Claudia

    Meistens fange ich dort mit der Suche an wo andere aufgeben :happy:

  • Hallo Matyves,
    falls die Buche nicht im Wald steht und der Eigentümer bekannt ist, wäre auch hier ein Hinweis zum Pilz nicht schlecht. Da er in der Hauptsache von den Wurzeln lebt, fallen die Bäume (sehr oft Buchen) irgendwann auch ohne Sturm und Unwetter einfach um ...
    Viele Grüße aus Mecklenburg
    Jan

  • Hallo Matyves,


    das ist sogar ein sehr schöner Riesenporling und scheint auch jung zu sein. Wenn das Messer ohne Widerstand durch den Pilz sich führen lässt, ist er jung. Man kann diesen wie Schnitzel zubereiten, ebenso wie den Schwefelporling. Ich mag ihn recht gern. Wenn der Pilz älter ist, kannst du ihn auch in ein Tuch binden und auskochen, ergibt eine gute Brühe. Getrocknet ist er natürlich zäh, aber Pilzpulver lässt sich auch daraus gewinnen.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




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  • Schönes Thema! Und seit gestern für mich auch ein schöner Pilz. Nach den z.T. sehr abwertenden Kommentaren, muß ich mal in Veronikas Kerbe hauen und eine Lanze für den Riesenporling brechen! Ein wunderbar würziger, leicht zu reinigender und einfach bzw. vielfältig zuzubereitender Pilz. Mangels Alternativen habe ich ihn gestern erstmals auch mal bewusst wahr- und mitgenommen. Da es am Tag zuvor bereits "richtige" Schnitzel gab, lag es auf der Hand, zuerst einmal die Pilzvariante davon auszuprobieren. Gesäubert, Pfeffer & Salz, panieren und ab in die Pfanne - Hammer! Also, ich habe keinen Unterschied zum Original feststellen können. Ganz im Gegenteil, in diesen Schnitzeln war fast mehr Geschmack!
    Beim Zuschneiden, wie Veronika schon erwähnte, habe ich quer zur Faserung alles weggeschnitten, was dem Messer einen größeren Wiederstand leistete. Das wäre, selbst nach längerer Zubereitung, zu zäh zum kauen.
    Aus den zarten kleineren Randstückchen(zu aufwendig zu panieren), ca. 1cm breite Streifen, habe ich dann noch ein, fast noch leckereres, Pilzgeschnetzeltes zubereitet: einfach nur mit Speck- oder Schinkenwürfeln anbraten, würzen, einen Schuss Tomatenmark, mit Sahne aufgiessen und kurz aufkochen. Kartoffeln dazu - mehr geht nicht!
    Für die Zweifler: Probiert es mal! Nicht umsonst ist diese Köstlichkeit z.B. in Tschechien und der Slowakei eine regionale Spezialität bzw. fast ein Nationalgericht.


    LG Thomas

  • Wie würdest du denn den Geruch beschreiben? Manchmal schmecken LM gut riechen aber abartig -wie zB Esrom. Vllt war es auch so, dass der Riesenporling, den wir damals fanden, eine lange Trockenperiode durchgemacht und sich danach wieder voll Wasser gesogen hatte. Solche Pilze sehen dann gut aus, sind aber trotzdem schon verdorben. Das gibt es zB beim Nelkenschwindling recht häufig.
    Saskia

  • Hallo Saskia,
    Esrom ist zwar ein cooler, aber in der Regel nicht ganz passender Vergleich.:happy:
    Ich habe den Geruch eher, so wie auch gemeinhin beschrieben, als sehr angenehm pilzig empfunden. Wie sich dieser allerdings bei extremen äußeren Bedingungen oder in fortschreitendem Alter verändert, vermag ich nicht zu sagen.
    LG Thomas

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