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Hilfe zum heutigen Fund

  • Hallo liebe Pilzfreunde,


    war heute vor meiner Haustüre im Pfälzer Wald bei Neustadt an der Weinstraße unterwegs und habe diese Pilze auf einen umgefallenen Laubbaum gefunden. Ich denke es sind Austernseitlinge. Kann das jemand bestätigen?


    Gibt es vllt. noch einen guten Rezeptvorschlag oder Link zu einem guten Rezept? Des Weiteren würde mich interessieren, wie ich diese Pilze am besten haltbar machen kann? Einfrieren oder trockenen?


    Vielen Dank schon mal & frohe Weihnachten...


    Liebe grüße Mischa




  • Hallo Mischa!

    Zitat


    Ich denke es sind Austernseitlinge. Kann das jemand bestätigen?


    Dein Gedanke passt schon, dennoch sind´s halt nur Bilder, die man sieht.


    Ich denke, Einfrieren wird besser sein als Trocknen.
    Zum Trocknen nimmt man eher sehr aromatische Pilze wie Röhrlinge.


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

  • Hallo Ingo,


    Zitat


    [font="Verdana, Arial, sans-serif"]Dein Gedanke passt schon, dennoch sind´s halt nur Bilder, die man sieht.[/font]


    [font="Verdana, Arial, sans-serif"]Ja, das ist mir klar, dass niemand im Forum einen Essensfreigabe verantworten kann. Das Risiko trage ich ja selber. Nach Durchsicht im Forum und verschiedener Pilzbücher kann ich aber 99,9% Wahrscheinlichkeit die Verwechslung mit einem giftigen Artgenossen ausschließen.[/font]



    [font="Verdana, Arial, sans-serif"]Vllt. starte ich einfach mal mit einer kleineren Dosis :-) ...[/font]



    [font="Verdana, Arial, sans-serif"]Danke & viele Grüße Mischa[/font]

  • Hallo Mischa,


    die Art ist absolut korrekt bestimmt. Pleurotus ostreatus, Austernseitlinge. Da bleibt auch kein Fragezeichen offen zu dem, was auf deinen Aufnahmen zu sehen ist.



    Hinsichtlich der Verzehrbarkeit gibt es, wie du ja ohnehin schon weißt, keine Essenfreigabe über das Internet, aus verschiedenen Gründen.


    Wegen der Art an für sich aber brauchst du dir aber keine Gedanken zu machen.


    Deine Funde sehen weder mehrfach durchgefroren noch sonst irgendwie überständig aus. Mit viel Erfahrung kann man auch aus Bildern viel herauslesen, was eine Bewertung des Fundes "in echt" aber niemals ersetzen kann.


    Meine Funde, die ich nicht gleich verzehrt habe, wurden in mundgerechte Streifen geschnitten und dann eingefroren. Bei Verwertung direkt gefroren in die Pfanne. Ich setze gleich auch noch einen Link mit Rezeptvorschlag unter meinen Beitrag.


    Über die Verwertbarkeit deiner Funde entscheidest du selbst eigenverantwortlich, ein Pilzfreund dem du traust oder dem PSV oder Pilzberater deiner Wahl.





    Frohe Weihnachten und LG,



    LG, Markus


    http://www.pilzforum.eu/board/…ighlight=Austernseitlinge

  • Hallo Mischa!

    Zitat


    Das Risiko trage ich ja selber. Nach Durchsicht im Forum und verschiedener Pilzbücher kann ich aber 99,9% Wahrscheinlichkeit die Verwechslung mit einem giftigen Artgenossen ausschließen.


    Mir fällt ein giftiger Doppelgänger oder insgesamt gesehen irgendwas Giftiges, womit man den Austernseitling verwechseln könnte, auch nicht ein.
    Also bei den Pilzen auf dem Bild, da handelt es sich schon um Austernseitlinge, ohne Frage.


    Auf was ich immer noch scharf bin, ist eine Definition des Geruchs.
    Also ist klar, mit "pilzig" braucht mir keiner zu kommen. Den Austernseitlings-Geruch erkenne ich auf jeden Fall mit verbundenen Augen.
    Er ist dezent und positiv, aber was besseres als "angegriffene Eisen(geländer)stange bei Frost" ist mir noch nicht eingefallen.


    Macht euch mal Gedanken, wie man den Geruch in Worte fassen könnte und vermeidet bitte "pilzig"!


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

    Einmal editiert, zuletzt von Ingo W ()


  • Hallo Ingo,


    eine sehr interessante Frage. Ganz junge Austernseitlinge sind ja fast geruchsneutral, insbesondere zur kalten Jahreszeit.
    Während ich heute heimgelaufen bin nach der Austernernte, hätte ich mir links und rechts ein Stück Austernseitling in die Nasenlöcher schieben können, das hätte aber keineswegs zur Erhellung hinsichtlich einer Beschreibung des Geruchs beigetragen.
    Den Geruch würde ich auch sofort wieder erkennen. Aber beschreiben ? Mir fällt nichts Vergleichbares ein, wenn ich ehrlich bin.
    Wenn die Fruchtkörper älter sind, wird der Geruch deutlicher,
    schärfer. Aber Ammoniak kommt auch nicht wirklich hin, denke ich, aber schon etwa in die Richtung.


    Vielleicht kommen wir noch drauf.


    LG, Markus

  • Hallo zusammen!


    Die Seitlingsgerüche sind in der Tat schwierig. Bei den drei im Sommer fruchtenden Arten (inclusive Pleurotus ostreatus) wurde ja sogar schon ein Bestimmungsmerkmal draus gebastelt, was aber leider nicht funktioniert.


    Bei den meisten Funden, die mir im Winterhalbjahr begegnen (wenn es Pleurotus ostreatus ist), kommt "metallisch" am ehesten an eine brauchbare Charakteristik des Geruches dran.
    Hat aber nichts mit dem metallischen im Sinne von cristatoid (Dickschaliger Kartoffelbovist, Stinkschirmling) zu tun, sondern ist halt eben so eine Eisenstange, die man mit den Händen bei kaltem Wetter etwas warmreibt. Wirklich schwer zu erklären und auch irgendwie flüchtig bei den Seitlingen.


    PS.: Nicht erschrecken, wenn ich "weitere Seitlingsarten" erwähne. Die sind allesamt ebenfalls essbar. :wink:



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

    Einmal editiert, zuletzt von Beorn ()

  • Hallo,


    angeregt von diesem Thread habe ich gestern auch mal intensiver an Austernseitlingen gerochen (bisher nie gemacht, da für die Bestimmung nicht wirklich nötig).
    Metallisch (vorbelastet von diesem Thread) könnte man den Geruch schon nennen. Wobei ich zugeben muss, normal hätte ich eher "schwach-pilzig" geschrieben:P


    Viele Grüße
    Thomas


    PS: Ich gehe jetzt mal vors Haus und reibe unser Treppengeländer.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

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