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  • Ich war vor zwei Tagen zum zweiten Mal bei "meinem" Austernseitlingsstamm und musste feststellen, dass ich dieses Mal zu spät dran war: einige FKs, die deutlich drüber waren, einige FKs schon ausgerollt aber noch grau, Lamellen schon beige und die Konsistenz etwas gummiartig. Nur eine halbe handvoll junge FKs waren noch da. Ich bin in dem Revier dann weitergestiefelt und habe noch vier große gefällte Buchen- und Eichenstämme mit Austern dran gefunden, Reifestadium wie oben. Es waren zum Schluss nur knapp zwei handvoll essbare Austern übrig. Wäre ich rechtzeitig dort gewesen, hätte ich mich für den halben Winter versorgen können.
    Nun ist dieser Wald mit den Austernstämmen weder weit weg noch besonders nahe dran. Ich kann dort nicht ständig vorbeifahren und gucken. Bei meinem ersten Besuch kurz nach unseren ersten richtigen Frösten im November, waren noch gar keine FKs vorhanden.
    Habt ihr einen Tipp, wann der günstigste Sammelzeitpunkt mit Berücksichtigung des Klimas ist? Wie lange nach dem Frost? in welchem Wintermonat? etc.
    Saskia

  • Hallo Saskia,


    ja, dieses Problem kenne ich auch und manchmal könnte man heulen, weil man eben zu spät oder zu früh kommt. Einen richtigten Tipp gibt es da eigentlich nicht. Anfang Dez., wenn die Temperturen niedrig sind, aber noch nicht frostig, schaue ich immer mal und dann immer so alle 1 bis zwei Wochen. Ist nicht einfach, den richtigen zeitpunkt zu finden.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Saskia,


    einen wirklichen Tipp kann ich dir da auch nicht geben obwohl die bei mir Massenware sind. Als Beispiel kann ich dir eine mir bekannte umgestürzte Buche nennen die 2014 bis Mitte Dezember gar nichts trug aber am 11. Januar 2015 voller Austern war. Im folgenden Herbst war der schon Mitte November trächtig wie hier auf en ersten fünf Bildern zu sehen ist:


    http://www.pilzforum.eu/board/thema-austernernte


    In dieser Saison habe ich übrigens an dem noch gar nichts gefunden.


    Schau einfach ab Ende Oktober deine dir bekannten Stellen wöchentlich einmal ab und du wirst fündig werden. Das kann ich versprechen.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Saskia,


    meine bisherigen Beobachtungen nach kommen finde ich die bei mir (Kreis AB/Da-Die) schwerpunktmäßig November / Dezember. Danach hatte ich oft nur noch wenige Einzelfunde.
    Allerdings beruhen diese Angaben auf relativ wenig Fundstellen. Sind also nicht wirklich aussagefähig.
    Im Spessart und den Höhen des Odenwalds habe ich auch bis in den April hinein noch größere Mengen gefunden (allerdings immer schon "über").
    Interessant ist auch, dass ich an einer Fundstelle nur noch verfallene Exemplare fand, an einer anderen gerade mal 200m weiter waren sie gerade erst am kommen. D.h. bei sehr ähnlichen Umgebungsbedingungen (Microklima könnte sich natürlich geringfügig unterscheiden) können sie zeitlich auch stark versetzt auftreten.
    An dem einen Stamm waren gestern immer noch welche (ca. 6 Wochen später), an dem anderen dagegen seit dem nichts mehr.

    Hier mal eine Beobachtung von mir, bei der ich gleich noch das Wetter im Beobachtungszeitraum einfüge: http://www.123pilze.de/000Forum/showthread.php?tid=5725


    Viele Grüße
    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Vielen Dank für die Antworten.
    Es hilft offensichtlich nichts, ich werde dort eben öfter vorbeifahren müssen. Immerhin ist es eine schöne Fahrt an der Ostsee vorbei und der Wald ist auch nett zum spazierengehen incl. Uhusichtung. Wenn es nichts wird mit der Austernpilzernte, bleiben mir im Winter immer noch die anderen Austern Marke Sylter Royal, die von den Zuchtbänken ausgebüxt sind und sich im Nordfriesischen Wattenmeer breit gemacht haben ;)
    Außerdem habe ich jetzt ingesamt 5 riesige am Boden liegende Buchenstämme mit Mycel entdeckt. Das sind richtig große gefällte Baumstämme, die man gut hätte verwerten können. Ich weiß auch nicht, warum die den Pilzen zum Fraß vorgeworfen wurden. Die Austern sind nicht die einzigen, die sich auf den Stämmen angesiedelt haben, aber ich hoffe trotzdem irgendwann auf gute Ausbeute.
    @ ThomasL: das ist eine sehr schöne Fotodokumentation, die hatte ich vorher übersehen.
    Saskia

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