Hallo, Besucher der Thread wurde 1,6k mal aufgerufen und enthält 3 Antworten

bisserl was

  • hallo zusammen,
    einige bilder, mehr zum raten als zum bestimmen/oder einfach nur zum drüberschaun.
    temperaturen im zweistelligen minusbereich und einige tage komplett unter null haben den schwammerln momentan schon merklich zugesetzt...
    auffällig rosa rindenpilz an hollerstaude mit schneehäubchen.
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    der hier an buchenrinde knapp einen halben cm dick, poren sehr eng stehend
    ist so eine "verschachtelte" wuchseweise noch resupinat?
    zum pilz selbst/wird wohl schon mehr eine unbestimmbare leiche sein...
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    hier an einem dicken stängel (wahrscheinlich distel)vor der großen kälte:
    so eine art "haareis", im nachbarforum ist mal eine arbeit von einer schweizer seniorenuni dazu gewesen.
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    schönes schwammerlsuchen/winterspazierengehen/orkanüberstehen.


    lg joe

  • Hallo, Joe!


    Das Orkanüberstehen hat gut geklappt. Etwas windig war's letzte Nacht auch hier, aber nicht wirklich dramatisch.
    Das Frostpilzesuchen darf noch ein wenig warten bei mir: Erstmal Fuß hochlegen, weil vor ein paar Tagen auf arbeit Zeh gebrochen. Nix schlimmes, nur ein wenig lästig und lange Rumlaufen macht keinen Spaß.


    Das Schöne bei vielen Rindenpilzen und Porlingen: Die halten sich auch bei Frost ganz gut. Dein zweiter allerdings sieht schon sehr mitgenommen aus. Da wird man vermutlich nicht mehr viel rausholen können, auch mikroskopisch nicht.


    Der erste sieht makroskopisch aus wie Hypochnicium vellereum (= Granulobasidium vellereum = Chlamydospor - Membranrindenpilz). Den kannst du trocknen und gerne irgendwann dazupacken, wenn du mal wieder eine Sendung fertig machst.


    Glückwunsch zu dem Haareis, das findet derzeit offenbar gute Bedingungen.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

    Einmal editiert, zuletzt von Beorn ()

  • Hoi pablo,
    Na dann mal gute besserung! Gebrochener zeh...gibt sicher feineres.
    Danke für deine antwort.
    Bzgl der wachstumsweise vom zweiten pilz: resupinat oder nicht/wie würdest du den einteilen?


    Haareis im engeren ist doch an holz gebunden und benötigt mehr oder weniger einen rindenpilz zum wachstum. Das find ich jedes jahr eigentlich massenhaft hier in der gegend. Eisbildung an solchen pflanzenstängeln muss irgendwie anders ablaufen/egal.


    Gönn deinem zeh ruhe/sollst bald wieder rumlaufen können.
    Lg joe

  • Hallo, Joe!


    Zur Wuchsweise beim zweiten Pilz: Auf jeden Fall resupinat, weil keinerlei Hutkanten zu beobachten. Die Wuchsweise der Röhren kann man dabei als "stufig" bezeichnen. Diese Wuchsweise findet man bei vielen resupinaten Porlingen, deren Röhren eine gewisse Länge erreichen und die an schrägem Substrat sitzen.


    Was das Haareis betrifft:
    In einem Artikel der Universität Bern (Christian Mätzler 2015) wird an krautigen Stengeln gebildetes Haareis als "Bandeis" bezeichnet und vom eigentlichen Haareis abgegrenzt. Insofern passt das besser zu deinem Fund.
    Als Ursache von Haareis (also an holzigem Substrat) wird Exidiopsis effusa vermutet und dokumentiert. Dies sei die einzige Pilzart, die an allen Proben von Holz mit haareis nachgewiesen werden konnte.
    Es ist dennoch möglich, daß weitere Pilzarten (vielleicht aber nur Heterobasidiomyceten aus der Ordnung der Tremellales?) auch diese Eisstrukturen verursachen können. Da müsste man vielleicht noch weitere, umfassende Studien durchführen.



    LG, Pablo.

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