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Schwefelkopf? und völlig Unbekanntes

  • Liebe Pilzfreunde,
    der erste Pilz, den ich euch gerne zeigen würde, wuchs an einer nassen grasigen und moosigen Stelle in einem Kiefernwäldchen. Einer von ihnen wuchs direkt zwischen Kuhröhrlingen (kann man auf einem der Bilder sehen). Zuerst dachte ich an einen Häubling, das Sporenpulver war jedoch schwärzlich-violett. Könnte es sich um eine Schwefelkopfart handeln?
    Beim zweiten bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob es überhaupt ein Pilz ist:hmmm:, sieht wie eine Hundsrute aus, habe aber von den Farben keine gefunden, die zu den Fotos passen könnte. Er war ca. 5 cm lang und o,1 cm breit.
    Vielen Dank schon einmal und viele Grüße
    Matthias
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  • Hallo matthias,
    Nr 2 ist für mich eindeutig ein pflanzentrieb.
    Beim ersten bin ich mir nicht einmal sicher ob alles eine pilzart ist, der stiel am letzten foto ist schon deutlich anders gefärbt/kann auber auch am alter liegen.
    An einen schwefelkopf glaub ich nicht vlt. Faserlinge.
    Lg joe

  • Hallo Joe,
    vielen Dank für deine Hinweise. Ein Pflanzentrieb also, dachte schon, ich hätte eine seltene Hundsrute entdeckt:cool::).
    Tja, jetzt wo du es sagst, so ganz sicher bin ich mir tatsächlich nicht, ob es zwei Arten sind. Auf dem ersten Foto sieht man ja auch eine Riefung, die der Pilz bei den Kuhröhrlingen nicht hat.
    Ich habe von beiden das Sporenpulver genommen und das war zumindest farblich identisch. Also müssten sie zumindest zu derselben Gattung gehören. (Hoffe ich:hmmm:)
    Ich schaue mal, ob ich bei den Faserlingen fündig werde.
    Viele Grüße
    Matthias

  • Salut!


    Auf den Bildern 3 und 4 sehe ich sogar jeweils drei verschiedene Arten. Wenn man den Schwindling (entweder Nadel - Stinkschwindling oder Rosshaarschwindling) mitzählt. :wink:
    Die anderen scheinen aus meiiner Sicht schon Schwefelköpfe sein, da gibt es mehrere Arten, die so aussehen und an Moos wachsen (hier offenbar Polytrichum?).
    Bei diesen Schwefelköpfen kenne ich mich aber nicht so aus...



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,
    vielen Dank für deine Rückmeldung. Der Schwindling ist mir gar nicht aufgefallen, war wohl zu sehr auf den Schwefelkopf konzentriert:).
    Da ich ja ein ausrangiertes Mikroskop geschenkt bekommen habe, habe ich mir nochmal den Spaß gegönnt und die Sporen und eine Lamelle darunter gelegt. Dann habe ich nach einem Schlüssel für Hypholoma gesucht, nur aber einen für Nordamerika gefunden. Tja, da käme ich so in die Richtung von Psilocybe longispora, den es wohl in Deutschland nicht gibt.
    Sind denn Hypholoma und Psilocybe so nah verwandt?
    Die Cheilocystiden erinnern mich auch an die von anderen Psilocyben, die ich im Netz gefunden habe.
    Langer Rede, kurzer Sinn: Könnte mein Pilz auch eine Psilocybe sein?
    Sporenmaße: Länge um die 15 µ, Breite um die 7,5µ
    Viele Grüße
    Matthias

  • Hallo Jörg, vielen Dank für den Hinweis und den Link. In diese Richtung wird es wohl gehen, aber wahrscheinlich ist es doch noch eine andere Art. Irgendwie kommen mir die Sporen meines Pilzes "schlanker" vor.
    Und ein Synonym von Hypholoma ericaeoides ist Psilocybe ericaeoides; also scheinen die beiden Gattungen ja wirklich sehr eng verwandt zu sein.
    Viele Grüße
    Matthias

  • Moin!


    Hypholoma und Psilocybe sind in der Tat eng verwand, beide gehören in die Familie der Strophariaceae (also ebenfalls nahe verwand mit Schüpplingen / Pholiota und Träuschlingen / Stropharia).
    Bei der Art muss ich passen, auch mit Mikros. Dazu kenne ich mich auf dem Gebiet zu wenig aus. Ein gutes Buch zu diesem Fachbereich wäre aber >das hier<.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo zusammen,
    vielen Dank Pablo für die weiteren Aufklärungen und den Buchtipp. Sieht interessant aus. Vorerst bin ich tatsächlich zufrieden, den Pilz auf die Gattungenen Hypholoma/Psilocybe eingegrenzt zu haben.
    joe: Das ist mir auch erst seit relativ kurzer Zeit bekannt. Ich denke, dass man die auf dem Boden wachsenden Schwefelköpfe oft einfach übersieht oder schnell in eine andere Gattung steckt.
    Viele Grüße und noch einmal vielen Dank an alle
    Matthias

  • Hi.


    Die Schwefelköpfe kann man als Gattung in zwei Gruppen teilen: Holzbewohnende und moosbewohnende Arten. Es gibt tatsächlich mehrere Arten in der Gattung, die sich parasitär oder saprophytisch von Moosen ernähren, nicht von Holz.



    LG; Pablo.

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