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Wiesenchampignon

  • Hallo zusammen,


    Heute haben mich mehrere weiße Köpfe auf einer Wiese angelacht. Zuerst dachte ich von weitem es könnten Riesenboviste sein. Doch es waren mehrere Prachtexemplare Champignons. Da ich mir bei den Champignons, warum auch immer, prinzipiell etwas unsicher bin wäre es toll, wenn jemand meine Zuordnung kontrollieren könnte. Hutdurchmesser 10-13cm. Geruch - Neutral angenehm bis dezent Anisartig. Geschmack - Wie rohe Champignons aus dem Supermarkt/leicht nussig. Lamellen - Rosa/hellbraun. Anschnitt - nicht färbend. Keinerlei Gelbfärbung. Ich bin zu 100% bei Wiesenchampignon.


    Danke im Voraus


    Heiko




  • Hallo, Heiko!


    Ich nicht. Habitus und Struktur der Hutoberfläche passen nicht so richtig gut.
    Darf man davon noch einen Längsschnitt (Hutscheitel bis allerunterstes Ende der Stielbasis) sehen? Und auch wenn du kräftig mit dem Daumen am unteren Stielteil rubbelst, und dann nochmal riechst, auch noch kein spezifischer Geruch (Egal ob Marzipan oder Jod)?



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    Bilder anbei. Wenn ich an der Stielbasis rubbel verfärbt es sich meiner Meinung nach tatsächlich dezent gelblich und es kommt ein Marzipanähnlicher Geruch auf. Stadtchampignon ? Jetzt werde ich schon wieder unsicher. Er riecht auf jedenfall nicht unangenehm oder färbt sich richtig gelb.


    Grüße


    Heiko



  • Hallo, Heiko!


    Wenn der so gilbt und mit dem beschriebenen Geruch sowie dem Habitus (Fruchtkörperform) ist das einer der Anschampignons aus der Gruppe um den Schafegerling (Agaricus arvensis). Da gibt es drei Arten, die nur mikroskopisch unterscheidbar sind. Macht aber nix: Alle Champi - Arten mit Marzipangeruch wären prinzipiell essbar.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Zitat von Heiko45 pid='40927' dateline='1506530860'


    ... Doch es waren mehrere Prachtexemplare Champignons.


    ...
    Geruch - angenehm bis dezent Anisartig.
    ...Lamellen - Rosa/hellbraun. Anschnitt - nicht färbend. Keinerlei Gelbfärbung. Ich bin zu 100% bei Wiesenchampignon.


    Hallo Heiko,


    - den Zahn 100% "Wiesenchampignon" hat die Pablo ja bereits gezogen.


    - mit etwas Merkmalskenntnissen/Erfahrung kann man in der Tat den "Wiesen-Champignon" (Agaricus campestris) ausschließen:


    - Danke, dass du neben den Bildern noch ein paar Zusatzinfos belieferst hast.


    ---> Jedes einzelne der von mir zitierten Merkmale betrachte ich als K.o.-Kriterium für "A. campestris".
    ---> Und wenn du dir den Ring (2. Bild!?) untererseits an ein Zahnrad erinnernd) anschaust, dann betrachte ich auch dieses Merkmal als K.o.-Kriterium für deine Bestimmung.


    Grüße
    Gerd

  • Zitat von Beorn pid='40959' dateline='1506545671'

    Wenn der so gilbt und mit dem beschriebenen Geruch sowie dem Habitus (Fruchtkörperform) ist das einer der Anschampignons aus der Gruppe um den Schafegerling (Agaricus arvensis). Da gibt es drei Arten, die nur mikroskopisch unterscheidbar sind. Macht aber nix: Alle Champi - Arten mit Marzipangeruch wären prinzipiell essbar.


    Hallo Pablo,


    ich stimme dir zu, dass man sich hier nur zwischen "A. essettei, A, silvicola und A. arvensis" entscheiden muss. Und auch, obwohl diese Arten als "Anis.Champignons" bezeichnet werden, sie nach Marzipan riechen.


    - Nicht zustimmen kann deiner Anmerkung, dass das "Scharfe Auge" (Mikroskop) notwendig ist, um sie zu trennen!!!


    ---> Mitnichten. Man kann die recht gut bereits im Feld trennen:


    - Man beachte den Habitus (inkl. Größe), den Standort und die zahnradartige Ringunterseite.
    -------------------


    - Ich kann mich hier nur mit "A. arvensis" anfreunden!


    Grüße
    Gerd

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