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Wird der Schleier gelüftet?

  • Hallo Pilzfreunde!


    hier mal wieder einer der Kandidaten, wo mein Latein nicht weit reicht:


    Gewachsen Ende Jänner neben einem morschen Fichtenstumpf aus der Erde. Denke aber, dass er eher unterirdisch mit dem Holz verbunden ist.


    Die Fruchtkörper erscheinen noch recht jung. Büschelig wachsend.
    Hutdurchmesser zw. 1-3cm, Halbkugelig bis leicht ausgebreitet. hell bereift.
    Lamellen teils gegabelt und ausgebuchtet angewachsen. Farbe sehr helles grau.
    Bei den Jungen gut erkennbares Velum, bei den älteren nur mehr als Rest am Stiel sichtbar.
    Stiel hohl, flockig bereift, Richtung Basis rötend.


    Geruch neutral, Geschmack unbekannt.



    bei einem der beiden abgetrennten Hüte hab ich den Schleier gelüftet! :wink:



    Was sagt Ihr dazu? Hab so einen kleinen Verdacht, aber sicher bin ich mir nicht, speziell der bereifte Hut macht mir Schwierigkeiten...


    Danke auf alle Fälle für Eure Tipps!


    Liebe Grüße und einen schönen Abend!
    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Alex,
    die Pilze hast du fototechnisch gut getroffen. Für mich sind das rauchblättrige Schwefelköpfe. Die rot-bräunlichen Stielverfärbungen hin zur Basis sind für mich sehr typisch für diesen Pilz. Selbst habe ich auch schon öfters diese Bereifungen an jungen Fruchtkörpern gesehen, könnte jetzt aber nicht sagen, woran das liegt. Auf dem zweiten Foto oben links auf folgender Seite sieht man ebenfalls die Bereifung ähnlich wie auf deinen Fotos:
    https://www.myko.cz/myko-atlas/Hypholoma-capnoides/
    Viele Grüße
    Matthias

  • Hallo Matthias und Harry!



    Vielen Dank für Eure Bestimmung! :agree:


    Den Verdacht hatte ich schon, allerdings war mir das Rot am Stiel doch etwas wenig ausgeprägt, der Stiel auch deutlich dicker als üblich und dazu noch das bereifte. Aber das scheint alles im Spektrum des Graublättrigen zu liegen.


    Da ist diese Kollektion schon deutlicher, was die oben beschriebenen Kriterien angeht: Denke mal, dass die (noch?) steril sind, da die Lamellen gar so hell sind...





    Danke und liebe Grüße!
    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


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  • Salut!


    Ist natürlich auch eine Idee, bei den Schwindlingen zu gucken.
    Aber dann doch eher cohaerens als torquescens, denn den fein pelzigen Stiel müsste man ja auch Alex Bildern ebenso sehen, wie auf deinem Bild, Peter.


    Der Schluss von der Lamellenfarbe auf die Spporenfarbe funktioniert halt sehr oft nicht. Das sind ja zwei verschiedene Dinge, und sehr viele Dunkelsporer haben weiße oder weißliche Lamellen, so wie auch zB Champignons oder eben Schwefelköpfe.
    ich meine auf Alex Bildern eine ganz feine Bepuderung auf den Lamellen zu sehen, die dunkel ist (graulich), um die Farbe wirklich zu bestimmen, muss man halt wie bei allen anderen Pilzen auch einen Abwurf machen.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Alex,


    ich überlege schon die ganze Zeit wegen Deiner zweiten Fotoserie, ob es nicht einfach der Samtfußrübling ist. Natürlich, der Fuß ist nicht besonders samtig. Soweit ich weiß, gibt es eine var. lactea mit hellerer Hutfarbe. Viele Alternativen gibt es ja für den Fundmonat Februar nicht.


    War aber nur ein Vorschlag.


    Gruß Wolfgang.

  • Hallo Peter, Pablo und Wolfgang!


    Der genannte Schwindling sieht vom Hut her wirklich der zweiten Kollektion sehr ähnlich! Auch die Stielfarbe stimmt. Allerdings hab ich auch vor Ort keinen Flaum/Samt oder dergleichen gesehen, was den genannten Schwindling und auch den Samtfuß wieder ausschließt. Auch war in der Nähe nur Fichte zu finden, was auch dagegen sprechen würde.


    Rein von den Farben(Hut und Stiel) her ist der Samtfuß aber schon sehr ähnlich und rein vom Foto her sind die für mich alle schwierig zu bestimmen. Den Samtfuß allerdings kenne ich mittlerweile sehr gut, auch die helleren Varianten, die es hier auch gibt.


    Der Hinweis von Pablo gefällt mir gut bezüglich der kleinen dunkleren Flecken an den Lamellen.
    Diese sind mir auch aufgefallen. Die Farbe hab ich als dunkelbraun bis dunkellila abgespeichert, was zur Sporenfarbe des Graublättrigen passen würde. (Samtfuß wäre hier weiß)
    Für mich scheint es so, als ob an einzelnen Wassertröpfchen an den Lamellen und am oberen Stielbereich Sporen kleben geblieben sind. Der Rest wurde vom "Winde verweht" und zurück bliebt wieder die ursprüngliche helle Lamellenfarbe.



    Für mich wäre somit wieder der Graublättrige Favorit. Spannende Sache und definitiv nicht einfach!



    Danke Euch allen und liebe Grüße!
    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


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  • Hallo Alex !
    ich hätte die von Dir gefundenen Pilze als H. capnoides bestimt ( das letzte Bild mit dem Gelbstich ignoriere ich ) und bleibe auch dabei .
    Gruß Harry

    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzberater vor Ort , Bestimmungsvorschläge meinerseits sind keine Essensfreigaben

  • Hallo Harry!


    Danke für Deine Einschätzung! Für mich passt das auch ganz gut.


    und beim letzten Foto hast Du schon recht! Da ist die Farbe ziemlich verfälscht - künstliches :lightbulb: zu Hause. :confused:


    Wollte hier eigentlich nur zeigen, dass die auch deutlich hygrophan sein können! Hab ich so in der freien Natur auch noch nicht beim Graublättrigen entdeckt.


    Liebe Grüße!
    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


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