Hallo, Besucher der Thread wurde 3k mal aufgerufen und enthält 6 Antworten
  • Hallo,


    nach zwei Tagen Regen Ende vergangener Woche, gibt es hier in Mecklenburg doch noch Pilze! Krause Glucken in Massen und auf freiem Feld Champignons.

    Auf einem umgescheibten Weizenfeld hinter meinem Domizil alles weis, wie angebaut. So viele Champis habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Und das alles auf freier trockener Sandfläche.

    Nach meiner Beurteilung sind das alles Wiesenchampis, die ja auch Feld Champignons heissen.?

    Geruch sehr angenehm, nicht bzw. nur ganz schwach nach Anis jedoch in keinster Weise nach Karbol. Im Schnitt weder gilbend noch rötend.

    Vielleicht können ja die Experten mal einen Blick draufwerfen.


    LG Thomas

    123pilze.de/000Forum/index.php?attachment/40607/

  • Hallo Thomas,

    zur Art selbst kann ich nichts sagen, habe eigentlich nur die Frage, ob du die Teile isst?

    Auf so einer Ackerfläche hätte ich immer die Bedenken, dass der Bauer vorher mit der Spritze unterwegs war ...

    Oder ist das ein Ökolandwirt?

    Beste Grüße aus dem immer noch fast pilzfreien Ostteil unseres schönen Landes

    Jan

  • Hallo Jan,


    in der Tat ist dieser Landwirt ökologisch unterwegs. Was er natürlich tatsächlich auf seine Felder haut, weiß wohl außer ihm niemand.☺

    Auf der anderen Seite, auch wenn ich persönlich schon versuche mich so gesund wie möglich zu ernähren, kommt doch alles an Chemie u.ä. auf dem Wege über die Endprodukte sowieso wieder in unseren Körpern an!


    Schau doch mal in deiner Gegend nach Glucken, ist doch landschaftlich prädestiniert dafür. So wie die momentan schiessen, solltest du zwingend erfolgreich sein.☺,


    LG Thomas

  • Ahoi!


    Das ist ja wirklich ein toller Anblick!

    Hatte ich vor ein paar Jahren mal mit einem abgeernteten Feld, das dann voller Riesenträuschlinge stand.


    Wiesenchampignons (Agaricus campestris) sind das übrigens auf gar keinen Fall.
    Die sind dafür viel zu kräftg im Habitus, und vor allem ist da ja eine deutlich verdickte, knollige Stielbasis zu erkennen (Stielbasis bei A. campestris nie so, sondern immer zylindrisch oder sogar verjüngt).
    Sieht interessant aus, könnte aber schwierig werden in der Bestimmung.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    vielen Dank für die Bestätigung meiner Unsicherheit! :)

    Ich habe mittlerweile JEDES Champignonprofil hier im Forum eingehend studiert und verglichen, nicht eines hat wirklich gepasst! Möglich wäre ja sogar ein, wie du es andernorts bereits beschrieben hattest, komplett geruchloser und "nullgilbender" Karbol. Auch steht ja in den Profilen, dass es Menschen gibt, die diese problemlos verspeisen können .

    Ich finde es schon unglaublich erstaunlich, aber auch verwunderlich, dass ausgerechnet der Champignon, als der wohl seit Ewigkeiten meist gesammelte und verspeiste Pilz in Deutschland, quasi der "Volkspilz Nr.1", eigentlich so kompliziert und allgemein viel zu schlecht bzw. unnachvollziehbar und mehrdeutig beschrieben ist!

    Selbst wenn Menschen keinerlei Ahnung von Pilzen haben, Champignons kennt gefühlt jeder und gesammelt und gegessen (zumindest früher) hat sie auch jeder.

    Ich möchte bei dieser schwierigen Art gar nicht wissen, was da im Laufe von Jahrzehnten so alles in den Körben und Mägen gelandet ist.


    Meine jedenfalls haben hervorragend geschmeckt und sind mir auch sehr gut bekommen!:cheeky:


    LG Thomas

  • MoinMoin!


    Ist doch kein Problem, um Champis zu essen, muss man sie aauch nicht en detail bestimmen können. Man muss nur wissen, welche Artengruppen / Sektionen generell giftig oder ungenießbar oder zweifelhaft oder essbar sind.

    Und eben so hat man auch in der Vergangenheit Champignons gesammelt und verzehrt. Das ist aber bei haufenweise anderen Gattungen auch so: Massenhaft Leute sammeln Filzröhrlinge, ohne die auf Artebene bestimmen zu können (die das können, sind ja höchstens ein bis zwei Dutzend Leute in Deutschland). Bei Champis ist es noch extremer, und wenn man die denn nicht nur essen, sondern auch bestimmen wöllte, dann täte man das sicherlich nicht mithilfe der hiesigen Champi - Profile, denn die sind für eine richtige Artbestimmung in der Gattung nicht brauchbar. Aber das ist auch nicht der Anspruch, denn das ist für die meisten Pilzfreunde wirklich unnötig kompliziert. :wink:



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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