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Allesamt Holzbewohner - bis auf einen...

  • Hallo Pilzfreunde!


    Habe heute nach der Arbeit diese vier Gesellen in einem Auwald gefunden, die ich Euch gerne zeigen möchte.


    Für mich allesamt Erstfunde - für so eine kleine Runde gar nicht schlecht!


    1. Schwarzgebänderter Harzporling - ISCHNODERMA BENZOINUM: die größten Hüte hatten mind 25cm Durchmesser. gewachsen an einem Dicken nicht mehr bestimmbaren Baumstamm direkt am Wasser eines Bachlaufes. Sehr schöne Bänderung, wie ich meine!



    2. bei dem bin ich mir nicht sicher, ob es vielleicht der gleiche, wie oben sein könnte - nur deutlich älter: die Fleischdicke war deutlich dünner und so wie dickes hartes Leder, die Oberfläche zeigt für mich keine Bänderung und war leicht radialfaserig. Standort genau wie der erste nur in einiger Entfernung gefunden.



    3. Pappelschüppling - PHOLIOTA POPULNEA: ich denke die Rinde sollte zur Pappel passen. Geschmack des Hutfleisches war neutral bis leicht pilzig. Bitter war da nichts.


    Hier im Querschnitt:



    4. Und hier der Holzverweigerer: Spechttintling - COPRINOPSIS PICACEA. Auch wenn er nur mehr als Rest erhalten ist...



    Was meint Ihr dazu?


    Danke und liebe Grüße!

    Alex

  • Hi.


    Auch das sieht wieder gut aus von deinen vergebenen Namen her.


    Beim zweiten würde ich einen ollen Schuppigen Porling (unterer Vorschlag passt besser) vermuten, aber mit Restunsicherheit, da noch nie so alt gesehen.


    Ist der Blaue Krebs ein Edelkrebs oder lässt der sich so nicht mehr bestimmen?


    LG.

  • Moin!


    Da schließe ich mich mal wieder gerne an: Einmal Mumein vom Kastanienbraunen Stielporling (Polyporus badius), und sonst alles richtig eingeordnet.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Danke Euch!


    Ihr seid super! :thumbup:


    Für alle die sich auch bei der Krebsbestimmung weiterbilden wollen hab ich hier was schönes gefunden!


    stapfia_0058_0009-0028.pdf


    Ehrlich gesagt hab ich noch keine Zeit gehabt mir den Scherenträger genauer anzusehen. Aber Edelkrebs wäre mit dem blau möglich.


    Gibts hier Experten zum Thema Krustentiere? Wenn der schon direkt neben dem Harzporling liegt ist das doch ein Zeichen, oder? :P


    Liebe Grüße!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Ich bin Experte im Essen von Krustentieren. Habe mir auch schon einige Arten selbst gefangen und verputzt. In Deutschland geht das aber nicht, obwohl es hinsichtlich der invasiven Arten vielleicht gar keine schlechte Idee wäre...


    Vom Fischereischein habe ich noch im Kopf, dass die Scherenfarbe häufig wichtig ist. Müsste ich aber tatsächlich nochmal nachschlagen, so oft habe ich in Deutschland nicht mit Krebsen zu tun. ;-)

    Von daher Danke für's Verlinken des Dokuments. Da kommen auch boardspezifischere Themen gleich im ersten Abschnitt vor:



    "Die größte heutige Gefahr für alle im Freiland lebenden heimischen

    Krebsarten sowie für Krebszuchtanstalten besteht in einer Infektion durch den

    Schlauchpilz Aphanomyces astaci, der die Krebspest verursacht. Ein Ausbruch dieser

    Seuche ist für europäische Arten stets tödlich"


    ;)


    LG.

  • Hallo "Krebsinteressierte",


    ich glaube hier definitv nicht an einen Edelkrebs. Auch wenn, wie Alex schon in diese Richtung denkend, die bläuliche Färbung dahin führen könnte. Farben sind jedoch, wie beispielsweise auch bei Täublingen:), umgebungsabhängig sehr variabel und hier überhaupt kein hartes Bestimmungskriterium.

    Edelkrebse(Astacus astacus) besitzen zwei Paare sogenannter Postorbitalleisten oder auch Augenleisten genannt. Auf dem Foto von Alex sieht man jedoch eindeutig direkt neben dem Rostrum, der sogenannten "Krebsnase", nur eine einzelne Leiste, also ein Paar.

    Dieses entscheidene Merkmal plus die deutlich sichtbaren daneben sich befindlichen Dornen (mindestens 2 Paare) vor der Nackenfurche lassen eigentlich nur den Schluss zu, daß es sich entweder um den Kamber(Orconectes limosus)- oder den Kalikokrebs(Orconectes immunis) handelt. Zur genaueren Bestimmung fehlen dazu jedoch die Scheren bzw. die Ansicht derer Unterseiten.

    Beide aus "Trump-Land" eingeschleppte Arten sind allerdings, selbst dagegen resistent, Überträger der amerikanischen Krebspest und damit massgeblich verantwortlich für das Aussterben heimischer Krebse, auch des Edelkrebses!

    Also keine Tränen! Ganz im Gegenteil! Ein Ende dieser "ausrottenden" Pest ist nur mit dem Entfernen ALLER dieser Amis möglich!!!

    Auch die Färbung dieser Bio-Invasoren kann u.a. oliv bis bläulich sein, womit sich zumindest der Farbkreis wieder schließt.


    LG Thomas

  • Hallo Ihr Zwei!


    Ich hab doch gewusst, dass ich mich auf Euch verlassen kann! ;)


    Beim Verspeisen der Gleichen helfe ich gerne mit!

    Da hab ich offenbar ein spitzen Gebiet aufgetan: Pilze aus dem Wald und gleich daneben Krebs aus dem Bach! Das ist mal eine spezielle Surf and Turf Variante!


    Leider waren die großen Scheren nicht mehr vorhanden, somit wird die Bestimmung schwierig. Aber ich kann ja das nächste Mal ein paar Köder auslegen...


    Danke auf alle Fälle und liebe Grüße!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


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