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letzter Beitrag von Beorn am

Weiß, stachelig und flauschig

  • Liebe Rindenpilzfreunde,

    an dem hier war ich schon vorbei, bin dann aber doch noch mal zurück gegangen.

    Er wächst auf einer Buche.

    Ich habe auch ein paar weiße, stachelige Rindenpilze gefunden, aber ich nenne mal lieber keine Namen.

    Ihr wißt sicher mehr !

    VG Christine


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  • Hallo, Christine!


    Vom Aussehen her hat das beste Chancen, daß eine Bestimmung als Schizopora paradoxa (Veränderlicher Spaltporling) die richtige wäre.

    Weil es einige Arten mit recht ähnlichen Variationsmöglichkeiten (auch in ganz anderen Gattungen) gibt, auch wieder nicht ganz so einfach.

    Erfahrung sagt halt: "Dieses Aussehen bestätigt sich in mehr als 90% aller Fälle als Schizopora paradoxa".

    Die wenigen "Überraschungen" die ich bei so was erlebt habe, verteilen sich auf Arten wie Irpex lacteus, Basidioradulum radula, Kneiffiella barba-jovis und Xylodon spathulatus (von denen ich jetzt deutsche Namen erst raussuchen müsste, bitte um Vergebung!), gibt aber sicher noch mehr solche Zähnchenkrusten, die mal so aussehen können.
    Was du machen kannst, wenn du so was hast und nicht mikroskopieren willst / kannst und eine Bestimmung allerhöchstwahrscheinlich aber halt nicht zu 100% sicher ist: zwei Buchstaben, nämlich "cf". Das ist die offizielle Abkürzung von "conferatur" (= "zu vergleichen mit") und kann einem Namen beigefügt werden, wenn eine Bestimmung sehr plausibel, aber nicht völlig abgesichert ist. Schreibt sich in dem Fall dann so: "cf Schizopora paradoxa". Wäre die Gattung zu 100% sicher und nur die Art nicht ganz, dann käme das Kürzel zwischen Gattungs- und Artname: "Schizopora cf paradoxa".



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,

    Schizopora paradoxa hatte ich ja schonmal, aber der sah anders aus (ohne das ´Flauschige´).

    Und bei dem hier bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, daß die Zähnchen Poren sind.

    Da siehst Du mal, wie unwissend ich (noch) bin !

    Dazu passt auch, daß ich mir cf. immer mit Cantus firmus übersetzt habe,

    obwohl ich wußte, daß es in diesem Zusammenhang was anderes bedeutet.

    Die wissenschaftlichen Namen kannst Du ruhig benutzen, die deutschen kann ich mir selbst suchen und lern wieder was dabei.

    Ich nehm auch gerne die deutschen Namen, weil sie so fantasievoll sind.

    Da könnte man sicher ganze Märchen draus schreiben. Wenn man´s könnte.


    LG Christine

  • Hallo, Christine!


    bei dem steckt es sogar im Namen, wie variabel er ist.
    Gehört meiner Ansicht nach zu den "Chamäleons" des PIlzreiches.

    Wichtig ist aber, daß eben der Veränderliche Spaltporling (Schizopora paradoxa) im Gegensatz zu seinen Gattungsnachbarn (vor allem Schizopora radula) keine Poren bildet. Oder wenn, dann nur stellenweise, nur an den Rändern zB und daß die sich nach und nach eben zu solchen Zähnchen, Graten und so aufspalten.



    LG, Pablo.

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